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Nullnummer mit Nerven: Waterford verzweifelt an Athlone-Keeper McGeady

Ein 0:0 kann langweilig sein - oder es kann so sein wie dieses zwischen Athlone United und den Waterford Reds am 16. Spieltag der 1. Liga Irland. 31.409 Zuschauer im Athlone Stadium sahen am Samstagabend ein Spektakel ohne Tore, aber mit allem anderen: 16 Torschüsse der Gäste, wackelnde Nerven, Gelbe Karten und einen Torwart, der offenbar beschlossen hatte, an diesem Abend unüberwindbar zu sein.

Waterford-Coach Costa Brava fasste es nach dem Schlusspfiff trocken zusammen: "Wenn wir hier noch eine Stunde gespielt hätten, hätte McGeady wahrscheinlich auch dann alles gehalten." Der angesprochene Athlone-Schlussmann Gabriel McGeady grinste nur, als er das hörte. "Ich hatte halt einen guten Tag. Und vielleicht auch ein bisschen Glück - oder eher viel davon."

Schon nach acht Minuten begann das Dauerfeuer der Waterford Reds. Jamie Winston prüfte McGeady erstmals - ein Schuss aus zwanzig Metern, der so präzise war, dass die Latte noch lange vibrierte. Kaum zwei Minuten später hatte Reece Hunt auf der anderen Seite die große Chance für Athlone, doch sein Versuch landete in den Armen von Archie Miller, der bei Waterford einen eher ruhigen Abend verbringen sollte.

Ab der zwölften Minute wurde klar, wer hier das Heft in der Hand hatte: Waterford spielte, Athlone verteidigte, und McGeady parierte. Vincent Villar und Hartmut Siebert wechselten sich mit Abschlüssen ab, als wollten sie im Training einen Wettbewerb veranstalten: Wer schießt den Torwart müder? Villar in der 12., 35., 54. und 71. Minute, Siebert in der 29., 33., 42., 65., 66. und 77. - alle ohne Erfolg.

"Ich hab irgendwann aufgehört zu zählen", sagte Siebert nach dem Spiel sarkastisch. "Aber wenn es Bonuspunkte für Schüsse gäbe, wären wir Tabellenführer."

Athlone dagegen wirkte fast schon stoisch. Trotz nur zwei Torschüssen im gesamten Spiel hielten sie den Ball mit 52 Prozent Ballbesitz erstaunlich oft in den eigenen Reihen. Trainer Daniel Alberty erklärte das so: "Ballbesitz ist wie Tee - beruhigend, aber nicht unbedingt aufregend." Seine Mannschaft spielte, als wollte sie die Reds in den Schlaf wiegen. Es funktionierte.

Als Waterford in der zweiten Halbzeit das Pressing anzog, wurde es kurz hektisch. Zwischen der 54. und 78. Minute rollte Angriff um Angriff auf das Tor der Gastgeber. Doch jedes Mal war da McGeady, der mit einer Mischung aus Reflex, Körper und schierer Sturheit alles parierte, was in seine Richtung flog.

In der 80. Minute brachte Coach Brava den 18-jährigen Kian Stapleton für den erschöpften Siebert. Der Youngster rannte, dribbelte, stolperte - und schoss prompt neben das Tor. "Ich wollte zeigen, dass ich keine Angst habe", erklärte Stapleton später. "Das habe ich wohl ein bisschen zu deutlich gezeigt."

Kurz darauf verletzte sich Linus Nmecha unglücklich im Mittelfeld, wurde aber nach einer kurzen Behandlungspause von den Fans mit Applaus verabschiedet. Alberty rief dem gegnerischen Coach über die Seitenlinie zu: "Der Junge wird wiederkommen!" - ein Moment sportlicher Fairness in einem sonst hitzigen Spiel.

In der Schlussphase wurde es noch einmal wild. Brandon Stack von Athlone sah in der 88. Minute Gelb nach einem rustikalen Einsteigen, das an Rugby erinnerte. "Ich wollte nur zeigen, dass wir auch noch da sind", grinste er nach dem Spiel.

In der Nachspielzeit hatte Bailey Whelan tatsächlich noch die Chance auf den Lucky Punch, doch sein Schuss in der 93. Minute flog knapp am Pfosten vorbei. "Ich hab schon gejubelt", gestand Alberty später lachend. "War wohl ein bisschen zu früh."

Und dann war Schluss. 0:0, aber ein Spiel, das keiner so schnell vergessen wird. Die Statistik sprach Bände: 52 Prozent Ballbesitz für Athlone, 16 Schüsse für Waterford, zwei für die Gastgeber. Und ein Torwart, der allein den Unterschied machte.

Costa Brava wirkte nachdenklich beim Gang in die Katakomben. "Wir haben alles versucht - kurz, lang, über die Flügel, durch die Mitte. Nur durch McGeady kamen wir nicht durch."

Alberty dagegen genoss den Punkt sichtlich: "Das war kein schöner Fußball, aber schöner Widerstand. Und manchmal ist das das Gleiche."

So endete ein Abend, an dem kein Ball die Linie überquerte, aber viele Herzen höher schlugen. Ein 0:0, das sich anfühlte wie ein 3:3 - zumindest für jene, die Torhüterkunst zu schätzen wissen.

Oder, wie ein Fan beim Hinausgehen seufzte: "Wenn McGeady so weitermacht, sollten wir ihn vielleicht im Tor lassen, auch wenn wir mal ein Tor brauchen."

10.04.644003 23:03
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Der Jürgen Klinsmann und ich, wir sind ein gutes Trio. Ich meinte: ein Quartett.
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