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Premier League | 4. Spieltag | 14.08.26 | Obolon Kiew - Sokol Lwiw 1:3 Obolon begann mit 55,8 Prozent Ballbesitz durchaus selbstbewusst. Alexej Malgin prüfte Sokol-Torwart Denis Ragulin bereits in der zweiten Minute, danach folgten weitere Versuche von Eldar Woltschkow, Jegor Ignaschewitsch und Vitali Stelnow. Die Hausherren kombinierten ordentlich, spielten ausgewogen und suchten, wie es die taktische Vorgabe verlangte, eher die sichere Chance als den wilden Verzweiflungsschuss. Das Problem: Fußball belohnt nicht die Mannschaft mit dem schönsten Ballbesitzdiagramm. Sokol Lwiw, offensiv ausgerichtet und zunächst mit vorsichtigem Pressing, schlug in der 26. Minute zu. Innenverteidiger Denis Mironow traf nach Vorarbeit seines Abwehrkollegen Vadim Kassatonow zum 1:0. Ein Tor aus der Kategorie: Wenn die Innenverteidiger vorne auftauchen, sollte die gegnerische Defensive wenigstens so tun, als wäre sie überrascht. Sie war es offenbar tatsächlich. Obolon antwortete mit Druck. Ignaschewitsch hatte bis dahin bereits mehrfach auf das Tor geschossen und bewies in der 33. Minute, dass Beharrlichkeit im Fußball gelegentlich doch eine Währung ist. Nach Vorlage von Lionel Jorge erzielte der 23-Jährige den Ausgleich. 1:1, und die Tribünen atmeten auf. Ein Zuschauer neben dem Presseraum murmelte: "Jetzt bitte nicht wieder alles verspielen." Es war, rückblickend, ein bemerkenswert präziser Wunsch. Bis zur Pause blieb Obolon die aktivere Mannschaft. 14 Torschüsse standen am Ende zu Buche, Sokol kam auf acht. Doch die Gäste wirkten gefährlicher, sobald sie den Ball in aussichtsreiche Zonen brachten. Ihre Zweikampfquote lag zwar nur bei 48,2 Prozent, aber dafür beherrschten sie die Kunst, aus weniger mehr zu machen - jene Disziplin, in der sich Tabellenpunkte bekanntlich besonders gern verstecken. Nach dem Seitenwechsel änderte sich am taktischen Grundbild wenig: Obolon blieb ausgewogen, Sokol offensiv. In der 63. Minute zahlte sich das aus. Juri Simin vollendete nach Zuspiel von Dmitri Lebedew zum 2:1 für die Gäste. Obolon hatte weiterhin mehr vom Spiel, aber Sokol hatte inzwischen das, was im Fußball über allem steht: die Führung. Die Hausherren suchten den Ausgleich. Irakli Sytschow und Malgin versuchten es, während Sokol zunehmend auf Umschaltmomente lauerte. In der 71. Minute musste Kassatonow verletzt vom Feld und wurde durch Nikanor Kowaljow ersetzt. Eine kurze Unruhe in der Lwiwer Hintermannschaft - mehr ließ sich Sokol an diesem Abend allerdings nicht anmerken. Zwei Minuten später fiel die Entscheidung. Jewgraf Pogrebnjak bediente Kusma Polupanow, und der 19-jährige Mittelstürmer traf zum 3:1. Polupanow hatte schon zuvor Chancen gesucht und blieb schließlich im dritten Anlauf erfolgreich. "Der Ball hat heute lange überlegt", hätte er in der Kabine sagen können, "aber am Ende hatte er offenbar genug von mir." Obolon gab nicht auf, doch die letzten Versuche von Malgin und Sytschow blieben ohne Folgen. Die Gelben Karten für Makar Gilmullin, Osip Salenko und Prokhor Arschawin waren am Ende nur noch Randnotizen eines Abends, an dem die Gäste aus Lwiw effizienter, abgeklärter und schlicht kaltschnäuziger waren. "Wir hatten den Ball, aber Sokol hatte den Plan", hätte Obolons Trainer nach diesem 1:3 wohl knapp zusammenfassen können. Sokol-Coach Tim Holthaus durfte dagegen zufrieden sein. Sein Team nahm drei Punkte mit - und Obolon die Erkenntnis, dass 14 Torschüsse zwar fleißig aussehen, aber leider keine vier Tore ergeben. 14.08.2026 22:33 |
Sprücheklopfer
Meine Frau und ich, wir sind jetzt seit zwei Jahren verheiratet und bei uns läuft alles gut.
Mehmet Scholl ausweichend auf die Frage, wann ihm Rehagel denn mitgeteilt habe, dass er wieder nur Ersatzspieler sein werde