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Palilulac gewinnt Elfmeterschießen-Drama mit 9:7 gegen Herzliya

Europaliga | Viertelfinale - Rückspiel | 08.09.26 | Palilulac - Herzliya Yellows 9:7

59000 Zuschauer, ein Viertelfinal-Rückspiel, 126 Minuten Fußball und am Ende ein Elfmeterschießen, das eher einem Nervenkrieg mit Fußballschuhen glich: Palilulac hat die Herzliya Yellows mit 9:7 besiegt und zieht ins Halbfinale der Europaliga ein. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung stand es 2:1, im anschließenden Elfmeterschießen setzte sich der Gastgeber mit 7:6 durch.

Schon nach wenigen Sekunden war klar, dass an diesem Abend niemand gekommen war, um vorsichtig am Rand des Geschehens zu stehen. In der ersten Minute fasste sich Sasa Babovic ein Herz - und traf. Palilulac führte 1:0, während die 59000 Zuschauer vermutlich noch überlegten, ob sie überhaupt schon richtig saßen. Danijel Baljak hatte den Treffer vorbereitet.

Herzliya antwortete nicht sofort, aber immerhin schnell genug, um die Stimmung im Stadion wieder auszugleichen. In der 14. Minute erhöhte Bruno Prudhomme nach Vorarbeit von Robert Hoj auf 2:0. Palilulac hatte damit früh die Kontrolle, auch wenn die Gäste über die Flügel immer wieder Unruhe stifteten. Ihr Plan war sichtbar: lange Bälle, sichere Abschlüsse, möglichst wenig Pressing - also der Versuch, mit überschaubarem Aufwand maximal unangenehm zu sein.

In der 19. Minute verkürzte Ricardo Bujia für die Yellows. Danach entwickelte sich ein Spiel, in dem beide Mannschaften leidenschaftlich, gelegentlich hektisch und taktisch durchaus eigenwillig agierten. Palilulac spielte ausgewogen und suchte die sichere Chance, Herzliya blieb seiner Flügelroute treu. "Wir wollten nicht schön aussehen, sondern weiterkommen", sagte Palilulacs Trainer Peter Patrick später. "Das ist uns gelungen. Über das schön Aussehen reden wir nächste Woche."

Die Statistik bestätigte ein Duell auf Augenhöhe - zumindest beim Ball. Herzliya hatte 50,36 Prozent Ballbesitz, Palilulac 49,64. Bei den Torschüssen lag der Gastgeber mit 14:10 vorn. Auch in den Zweikämpfen war Palilulac leicht besser: 51,97 Prozent gewonnene Duelle standen 48,03 Prozent der Gäste gegenüber. Kein großer Unterschied, aber offenbar groß genug, um am Ende den Unterschied zwischen Weiterkommen und Heimreise zu markieren.

Chancen gab es reichlich. Michel Scranton prüfte die Defensive mehrfach, Carlos Vidigal suchte ebenfalls den Abschluss. Auf der anderen Seite sorgten Ronny Sapir und Menachem Ramon für Gefahr. Sapir, gerade einmal 19 Jahre alt, tauchte immer wieder vor dem Tor auf und blieb bis in die Verlängerung aktiv. Palilulac wechselte unter anderem Alexandru Ungureanu für Danijel Baljak sowie Jose Teixeira für Bruno Prudhomme ein. Herzliya brachte frische Kräfte, darunter Tyler Sutherland und Tal Hanegbi. Die Beine wurden schwer, die Entscheidungen nicht unbedingt besser.

"Ab der 90. Minute war jeder Pass eine kleine Lebensentscheidung", sagte Kula Shaker, Trainer der Herzliya Yellows. "Leider haben wir einige davon falsch getroffen." Palilulac erhöhte in der Verlängerung den Einsatz und schaltete auf aktiveres Pressing. Herzliya tat es ebenso. Fußball wurde nun weniger gespielt als erduldet.

Im Elfmeterschießen traf Palilulac siebenmal: Jose Teixeira, Carlos Vidigal, Michel Scranton, Varnavas Argyros, Robert Hoj, Alexandru Ungureanu und Fernando Coelho blieben cool. Für Herzliya verwandelten Taylor Rose, Matan Ohayon, Tyler Sutherland, Tal Hanegbi, Ronny Sapir und Andres Henriquez. Dann kam Ricardo Bujia - und scheiterte. Der letzte Schuss der Gäste blieb aus, Palilulac durfte jubeln.

"Ich habe einfach in die Ecke geschossen, in der kein Torwart sein wollte", sagte Teixeira. Eine bemerkenswert einfache Erklärung für einen bemerkenswert komplizierten Abend. Palilulac steht im Halbfinale. Herzliya bleibt die Erkenntnis, dass 50 Prozent Ballbesitz manchmal reichen - aber nur, wenn man beim entscheidenden Elfmeter nicht die Nerven ins Aus schießt.

08.09.2026 20:18
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Wie immer, wenn man Koffer packt, ist das alles nicht so spaßig, Hemden zusammen legen oder Hosen. Vor allem, wenn die eigene Frau nicht dabei ist.
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