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Serie B | 11. Spieltag | 21.08.26 | Palmeiras SP - CD Sao Paulo 2:1 Um 20 Uhr begann im gut gefüllten Stadion ein Spiel, das zunächst vor allem vom Gast kontrolliert wurde. CD Sao Paulo hatte etwas mehr Ballbesitz - 53,01 Prozent standen am Ende zu Buche - und kombinierte sich immer wieder in Richtung Palmeiras-Strafraum. Filipe Conceicao prüfte die Gastgeber bereits in der zehnten Minute, Paulo Costa legte kurz darauf nach. Auch Carlos Barbosa, Ramon Gallego, Karl Völker und Iker Silva versuchten ihr Glück. Das Tor blieb jedoch verschlossen, vermutlich aus Prinzip. Palmeiras setzte auf eine offensive Grundausrichtung, spielte aber ohne aktives Pressing. Trainer Juan Dos Reis hatte offenbar beschlossen, seine Mannschaft nicht unnötig auf die Jagd nach dem Ball zu schicken. "Wir wollten ruhig bleiben und nicht jedem Pass hinterherlaufen wie einem entlaufenen Hund", soll Dos Reis nach dem Spiel mit einem Lächeln gesagt haben. Eine bemerkenswert treffende Zusammenfassung der ersten 45 Minuten. Die Hausherren kamen vor der Pause nur gelegentlich gefährlich vor das Tor. Nevio Perez schoss in der siebten Minute, Dimas Gomes in der 43. - ansonsten blieb Palmeiras offensiv eher ein höflicher Gast im eigenen Angriffsdrittel. Zur Halbzeit stand es folgerichtig 0:0. Ein Ergebnis, das niemanden überraschte, aber auch niemanden besonders glücklich machte. Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild schlagartig. Kaum waren die Spieler wieder auf dem Platz, schlug Palmeiras zu. In der 49. Minute traf Vicente Quaresma zur Führung. Carl Postiga hatte die Szene vorbereitet, Quaresma vollendete - und plötzlich war das Stadion deutlich lauter als noch wenige Minuten zuvor. "Ich habe nur gesehen, dass der Ball frei war. Dann habe ich nicht lange überlegt", erklärte der Torschütze später angeblich. Eine Strategie, die im Fußball erstaunlich oft besser funktioniert als lange Überlegungen. Palmeiras blieb nun am Drücker. Vicente Quaresma sorgte weiter für Unruhe, Nevio Perez scheiterte zunächst mehrfach, ehe er in der 65. Minute auf 2:0 erhöhte. Dimas Gomes lieferte die Vorlage. Für den 22-jährigen Stürmer war es der verdiente Lohn für eine auffällige Partie. "Nach dem ersten Tor wussten wir: Heute ist etwas möglich", sagte Perez. "Nach dem zweiten dachten wir kurz, es könnte sogar angenehm werden." Dieser Gedanke hielt exakt zwei Minuten. Denn in der 67. Minute verkürzte Paulo Costa für CD Sao Paulo auf 1:2. Andres Meira bereitete den Treffer vor, und plötzlich war die Partie wieder offen. Der Gast hatte weiterhin mehr Ballbesitz und gab insgesamt zwölf Torschüsse ab. Palmeiras kam auf 13 - ein knapper Vorteil, der sich im Spiel deutlich weniger komfortabel anfühlte, als es die Statistik vermuten lässt. In der Schlussphase wurde um jeden Meter gerungen. Palmeiras suchte die Entscheidung, CD Sao Paulo den Ausgleich. Quaresma hatte in der Nachspielzeit noch Möglichkeiten, auf der Gegenseite blieb Gallego gefährlich. Mason Cromwell sah in der 74. Minute Gelb, Iker Silva wurde in der 96. Minute verwarnt. Dazwischen lagen zahlreiche Zweikämpfe, hektische Befreiungsschläge und mindestens ein kollektiv angehaltener Atemzug auf den Rängen. Am Ende brachte Palmeiras den Vorsprung über die Zeit. Trainer Dos Reis durfte sich über einen Heimsieg freuen, während CD Sao Paulo trotz 53 Prozent Ballbesitz mit leeren Händen nach Hause fährt. Fußball ist eben kein Besitzspiel - sonst hätte man den Pokal längst an die Mannschaft mit dem schönsten Passdiagramm überreicht. 21.08.2026 23:43 |
Sprücheklopfer
Gerade diesen Nike-Spot sehe ich sehr negativ. Es beginnt jetzt die Reisezeit. Stellen Sie sich nur vor, die Kinder beginnen jetzt auf den Flughäfen mit Bällen herumzudribbeln.
Berti Vogts