Heraldo de Mexico
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Pedro Oliveira schießt Pachuca zum 2:1 - Durango beißt sich die Zähne aus

Liga MX | 8. Spieltag | 12.07.26 | Deportivo Pachuca - Alacranes Durango 2:1

Ein lauer Sommerabend in Pachuca, 46.419 Zuschauer im Estadio Hidalgo - und die Frage, ob Deportivo Pachuca endlich wieder so spielt, wie Trainer Huub Stevens es sich seit Wochen wünscht: "Mit Herz, Hirn und Humor", wie er vor dem Spiel süffisant sagte. Nach 90 intensiven Minuten gegen Alacranes Durango kann man festhalten: Herz war da, Hirn manchmal, Humor reichlich - zumindest auf den Rängen. Am Ende stand ein 2:1-Sieg, der härter erkämpft war, als es das Ergebnis ahnen lässt.

Die Partie begann mit einem Paukenschlag - allerdings nur akustisch. Die Durango-Fans, etwa 300 an der Zahl, machten Lärm für Zehntausend. Und ihre Mannschaft legte los wie die sprichwörtlichen Skorpione, die sie im Namen tragen. Bereits in der ersten Minute prüfte Nelio Conceicao Pachucas Keeper Giuseppe Degano mit einem strammen Schuss aus 18 Metern. Degano klärte - vermutlich mehr aus Reflex als aus Plan. "Ich war noch beim Einlaufen", witzelte der Torwart später.

Pachuca brauchte ein paar Minuten, um ins Spiel zu finden. Dann übernahm das Team um Kapitän Philippe Graves zunehmend die Kontrolle, ohne dabei zwingend zu wirken. In der 31. Minute war es schließlich Pedro Oliveira, der den Ball nach einer Vorlage von Cesc Etxeita trocken ins rechte Eck setzte. 1:0 - die Tribüne vibrierte, Stevens ballte die Faust, und Oliveira grinste: "Cesc hat mir den Ball auf dem Silbertablett serviert, ich musste nur noch zugreifen."

Durango aber zeigte sich unbeeindruckt. Nur sieben Minuten später segelte ein Ball von Emilio Ferreira durch den Strafraum, Oliveira - diesmal Raul Oliveira, der rechte Mittelfeldmann der Gäste - rauschte heran und drückte den Ball über die Linie. 1:1, und plötzlich war es still im Hidalgo. "Wir wussten, dass sie wackeln, wenn wir Druck machen", meinte Durango-Trainer Manni Kaltz später, "leider haben wir vergessen, dass man dafür auch Tore braucht."

Denn kaum war die zweite Halbzeit angepfiffen, schlug Oliveira erneut zu - diesmal wieder der von Pachuca. In der 47. Minute zog er nach einer butterweichen Flanke von Archie Onnington ab, und der Ball zappelte im Netz. 2:1, und die Zuschauer sprangen auf, als wäre das Meisterschaftstor gefallen. "Ich hab einfach draufgehalten", sagte Oliveira trocken. "Und ja, ich mag die linke Ecke."

Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Durango hatte mit elf Torschüssen insgesamt sogar zwei mehr als Pachuca, doch die Genauigkeit ließ zu wünschen übrig. Raul Futre, der auffälligste Mann der Gäste, schoss in der 63. Minute aus spitzem Winkel - knapp vorbei. Zehn Minuten später kassierte er Gelb, offenbar frustriert über einen nicht gegebenen Freistoß. "Ich wollte nur den Ball streicheln", verteidigte er sich mit einem Augenzwinkern.

Huub Stevens, bekannt für seine ruhige Art (zumindest in der Theorie), gestikulierte wild an der Seitenlinie und brüllte: "Das ist kein Schach, das ist Fußball!" - ein Spruch, der sofort zum Stadion-Meme wurde. Kaltz reagierte mit einem taktischen Doppelwechsel: Kamil Klose kam für Nevio Pauleta, später ersetzte der junge Diego Juarez den gelbverwarnten Futre. Doch die Impulse verpufften, Pachuca verteidigte clever und ließ kaum noch Chancen zu.

In der Schlussphase versuchte Durango alles. Pablo Rodriguez prüfte Degano in der 89. Minute mit einem Distanzschuss, doch der Keeper fischte den Ball spektakulär aus dem Winkel - "Ich hab kurz gedacht, ich flieg zu weit", grinste er später. Auf der Gegenseite hätte Christiano Enrico in der Nachspielzeit fast das 3:1 erzielt, scheiterte aber am glänzend reagierenden Vincent Antolin im Tor der Gäste.

Statistisch gesehen war das Spiel ausgeglichen: 53,8 Prozent Ballbesitz für Pachuca, 46,2 für Durango, die Zweikampfquote leicht zugunsten der Gäste - 52 Prozent. Doch in den entscheidenden Momenten war Pachuca schlicht abgezockter. "Wir haben heute nicht schön gespielt, aber effektiv", fasste Stevens zusammen. "Und das ist mir lieber als andersrum."

Kaltz dagegen stapfte nach dem Schlusspfiff mit gesenktem Kopf in die Kabine. Später sagte er: "Manchmal beißen Skorpione eben ins Leere."

Fazit: Ein intensives, stellenweise chaotisches Duell zweier Mannschaften, die sich nichts schenkten. Pachuca feiert dank Doppeltorschütze Pedro Oliveira einen wichtigen Heimsieg am 8. Spieltag der Liga MX, während Durango trotz starker Offensivleistung mit leeren Händen dasteht.

Oder, um es mit den Worten eines Fans auf der Tribüne zu sagen: "Stevens hat wieder seine Magie gefunden - und Oliveira das Tor." Manche Abende schreibt eben nur der Fußball.

12.07.2026 21:12
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Mark Hughes ist ein typich briticher Stürmer. Weder Fich noch Fleich.
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