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Landesliga 32 | 6. Spieltag | 16.08.26 | VfL Pinneberg - Dynamit Schwerin 6:0 Anstoß war um 20.15 Uhr, doch Pinneberg war offenbar schon deutlich früher wach. Luis Philipp gab nach einer Minute den ersten Torschuss ab, Louis Demers folgte zwei Minuten später, Felix Busch schoss in der neunten Minute. Die Botschaft war unmissverständlich: Der VfL wollte nicht lange diskutieren, sondern möglichst schnell Fakten schaffen. Schwerin wiederum hielt zunächst dagegen, allerdings eher im Stil eines Gastes, der höflich fragt, ob er sich wirklich an den Tisch setzen darf. "Wir wollten von Anfang an offensiv auftreten", sagte Trainer André Marsmann später. "Nach zehn Minuten war klar, dass die Jungs heute nicht zum gemütlichen Abendkick gekommen sind." Das Spiel gehörte Pinneberg, der Ball ebenfalls. 56,3 Prozent Ballbesitz sind kein astronomischer Wert, aber an diesem Abend fühlte es sich an, als hätte der VfL zusätzlich den Schlüssel zum Stadion in der Tasche. Die Gastgeber kombinierten geduldig, suchten die Lücken und blieben bei ihren Abschlüssen konsequent. In der 33. Minute prüfte Busch erneut das Schweriner Tor, kurz darauf war Luis Philipp wieder zur Stelle. In der 43. Minute zahlte sich der Dauerdruck aus: Philipp traf zur Führung, Felix Busch hatte den Treffer vorbereitet. 1:0 - ein Ergebnis, das zur Pause schmeichelhaft knapp wirkte. "Ich dachte kurz, wir hätten das Tor für später aufgehoben", soll Marsmann in der Kabine mit einem Lächeln gesagt haben. Falls Pinneberg in der Pause tatsächlich etwas aufgehoben hatte, dann war es die komplette offensive Abteilung. Drei Minuten nach Wiederbeginn erhöhte Johannes Meister auf 2:0, vorbereitet von Antonio Adao. Nur zwei Minuten später traf Louis Demers zum dritten Mal - James Baskin lieferte die Vorlage. Schwerin war nun sichtbar bemüht, Ordnung zu finden. Der Versuch erinnerte allerdings an jemanden, der bei starkem Wind einen Regenschirm reparieren möchte. Pinneberg blieb gierig. Marcel Pan zwang die Gäste weiter unter Druck, Meister tauchte mehrfach gefährlich vor dem Tor auf. In der 63. Minute war Felix Busch erneut erfolgreich, diesmal nach Zuspiel von Pan. Busch hatte bereits zuvor mehrfach abgeschlossen und bekam nun die verdiente Belohnung für seine Beharrlichkeit. "Der Ball wollte heute offenbar zu mir", sagte der zweifache Torschütze angeblich. "Da widerspricht man nicht." Dynamit Schwerin kam kaum zu Entlastung. Der einzige verzeichnete Torschuss der Gäste gelang Helmut Reimann in der 79. Minute. Der Versuch blieb ohne Folgen - für Pinneberg und für die Statik des Abends. Insgesamt standen 20 Torschüsse der Gastgeber einem der Schweriner gegenüber. Auch bei den Zweikämpfen lag der VfL vorn: 59,7 Prozent der Duelle gingen an Pinneberg. In der Schlussphase schaltete der VfL trotz komfortabler Führung nicht auf Verwaltungsmodus. Busch traf in der 83. Minute zum zweiten Mal, vorbereitet von Felix Maurer. In der 89. und 90. Minute wechselte Marsmann noch einmal, doch selbst die Auswechslungen wirkten an diesem Abend wie Teil eines gut geölten Plans. Den Schlusspunkt setzte Antonio Adao in der 90. Minute nach Vorlage von Luis Philipp. 6:0. Ein Ergebnis, das Dynamit Schwerin vermutlich noch eine Weile beschäftigen wird. Pinneberg dagegen darf sich fragen, ob sechs Tore wirklich nötig waren. Die Antwort aus der Kabine dürfte eindeutig gewesen sein: Wenn es einmal läuft, wäre frühes Aufhören schließlich auch unhöflich. 16.08.2026 21:04 |
Sprücheklopfer
Muss ich das jetzt als Frage verstehen oder die Antwort so beantworten, wie Sie sie in Ihre Frage reingelegt haben? Sie haben Ihre Frage so gestellt, dass ich das Gefühl haben muss, als wenn ich das, was Sie gerade gesagt haben, vorher schon gesagt hätte. Das habe ich aber nicht gesagt. Dem, was ich gesagt habe, möchte ich nichts hinzufügen.
Erich Ribbeck