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Regionalliga B | 1. Spieltag | 24.10.26 | FK Pirmasens - 1. FC Gera 2:1 Dabei begann Gera deutlich wacher. Schon in den ersten Minuten prüften Mateo Guillen, Christian Ferraris und Miguel Escudero die Pirmasenser Defensive. Der Gastgeber wirkte, als müsse er sich zunächst noch daran erinnern, dass dies kein gemütliches Kennenlernen, sondern der erste Spieltag war. In der 17. Minute schlug Finn Weiss schließlich zu: 1:0 für Gera. "Wir wollten eigentlich ruhig anfangen", soll Pirmasens-Trainerin Gudrun Schweitzer später gesagt haben. "Das haben die Jungs sehr ernst genommen. Vielleicht ein bisschen zu ernst." Pirmasens antwortete allerdings nicht mit Panik, sondern mit zunehmendem Druck. Noah Specht war auf der rechten Seite besonders aktiv und tauchte mehrfach gefährlich vor dem Tor auf. In der 28. Minute wurde sein Einsatz belohnt: Specht traf zum 1:1. Adam Thuringer war an der Entstehung beteiligt, und plötzlich war die Partie wieder offen - sowie das Pirmasenser Publikum wieder wach. Einige Zuschauer hatten vermutlich gerade begonnen, innerlich die Heimfahrt zu planen. Bis zur Pause entwickelte sich ein munteres Spiel mit leichten Vorteilen für die Gastgeber. George Duncan schaltete sich von links immer wieder nach vorn ein und gab gleich mehrfach Schüsse ab. Gera hielt dagegen, blieb im Ballbesitz sogar knapp überlegen. 51,4 Prozent standen am Ende für die Gäste zu Buche, Pirmasens kam auf 48,6 Prozent. Der Ball gehörte also häufiger Gera - das Ergebnis aber bekanntlich dem, der ihn gelegentlich ins Tor befördert. Nach dem Seitenwechsel blieb Pirmasens seiner Linie treu: defensiv zunächst kompakt, im Umschaltspiel bissig und im Zweikampf durchaus robust. Mit einer Tackling-Quote von 53,8 Prozent hatten die Gastgeber in dieser Kategorie die Nase vorn. Gera spielte ausgewogen und ohne extremes Pressing, während Pirmasens in der Schlussphase den Druck erhöhte. Die taktische Zurückhaltung der Gäste war bis dahin vernünftig gewesen. In den letzten Minuten wirkte sie allerdings ungefähr so hilfreich wie ein Regenschirm im Hallenbad. Pirmasens sammelte nun Chance um Chance. Silvestre Mocana, Eilert Hemmingsen und erneut Specht sorgten dafür, dass Gera-Keeper Marc Bergen zunehmend beschäftigt war. Insgesamt brachte Pirmasens 16 Torschüsse zustande, Gera lediglich sechs. Lange blieb es trotzdem beim 1:1, weil die Gastgeber ihre Überlegenheit mit bemerkenswerter Konsequenz nicht in Zählbares ummünzten. Dann die 84. Minute: Hemmingsen legte vor, Stefan Keller blieb cool und erzielte das 2:1. Der Mittelstürmer hatte zuvor bereits mehrere Möglichkeiten gehabt - diesmal passte alles. "Ich dachte kurz, der Ball wolle heute nicht mit mir", wurde Keller nach dem Schlusspfiff zitiert. "Dann hat er es sich zum Glück anders überlegt." Gera versuchte noch einmal, nach vorn zu kommen, doch Pirmasens verteidigte den Vorsprung mit großem Einsatz. Gelbe Karten für Miguel Escudero und Mike Bayer auf Gästeseite zeugten ebenso von der wachsenden Nervosität wie Verwarnungen für Miljenko Kresic und George Duncan beim Gastgeber. So blieb es beim 2:1 (1:1). Pirmasens gewinnt einen unterhaltsamen Auftakt dank größerer Chancenfülle und eines späten Treffers. Gera hatte mehr Ballbesitz, aber Pirmasens die bessere Rechnung: zwei Tore, drei Punkte - und ein Trainerteam, das den Taschenrechner fürs Erste wieder weglegen darf. 24.10.2026 20:52 |
Sprücheklopfer
Ich hoffe, dass die deutsche Mannschaft auch in der 2. Halbzeit eine runde Leistung zeigt, das würde die Leistung abrunden!
Günter Netzer