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Regionalliga B | 2. Spieltag | 18.09.26 | Pulheimer SC - FK Pirmasens 0:2 0:0 stand es zur Pause. Das war nicht unbedingt ein schlechtes Ergebnis für Pulheim, aber auch keines, das die Zuschauer mit besonders warmem Herzen in die Halbzeit entließ. Der FK Pirmasens hatte den besseren Start erwischt und setzte bereits in der fünften Minute ein erstes Ausrufezeichen durch Alex Coviello. Kurz darauf prüfte Fabrizio Isca Pulheims Torhüter Maik Stefan. Die Gäste agierten zunächst defensiv, spielten kurze Pässe und warteten geduldig auf die passende Lücke - eine Taktik, die ungefähr so aufregend begann wie das Lesen einer Bedienungsanleitung, aber zunehmend Wirkung zeigte. Pulheim kam ebenfalls zu Chancen. Volker Riedel versuchte es in der 20. Minute, Berndt Mohr folgte in der 35. Minute. Kurz vor dem Seitenwechsel scheiterte auch Felix Schaller. Es waren keine Gelegenheiten aus der Kategorie "Ball schon im Netz, bevor der Reporter den Satz beendet", aber immerhin Lebenszeichen. Riedel hatte bereits in der achten Minute Gelb gesehen, Harald Gross folgte zehn Minuten später. Die Hausherren waren also früh wach - zumindest, was die persönliche Kartensammlung betraf. "Wir wollten ruhig bleiben und nicht jedem Ball hinterherlaufen wie einem entlaufenen Hund", sagte Pirmasens-Trainerin Gudrun Schweitzer später. "In der ersten Halbzeit war das Spiel offen, aber wir wussten, dass unsere Chancen kommen würden." Sie kamen. In der 53. Minute traf Archie MacAlister zur Führung. Silvestre Mocana hatte den Angriff vorbereitet, MacAlister vollendete. Es war der Moment, in dem aus vorsichtiger Kontrolle plötzlich konkrete Arbeit für Pulheims Defensive wurde. Bemerkenswert: MacAlister hatte bereits zuvor mehrfach den Abschluss gesucht und bewies nun, dass Beharrlichkeit im Fußball gelegentlich tatsächlich belohnt wird. Pulheim antwortete mit Schüssen von Tom Feldmann und Marko Hoppe, doch der Ausgleich blieb aus. Die Gäste blieben gefährlicher und erhöhten in der 74. Minute auf 2:0. Noah Specht traf nach Vorarbeit von Fabrizio Isca. Specht, der im Spiel immer wieder den Abschluss suchte, hatte sich seine Belohnung redlich verdient. "Ich habe mir gedacht: Irgendwann muss einer davon reingehen", sagte der Torschütze mit jener schlichten Logik, die im Fußball erstaunlich häufig funktioniert. Die Statistik unterstrich den Auftritt der Gäste: Pirmasens kam auf elf Torschüsse, Pulheim auf sieben. Beim Ballbesitz lagen die Teams dagegen beinahe gleichauf - Pulheim mit 50,2 Prozent, Pirmasens mit 49,8. Auch in dieser Disziplin war das Spiel also ausgeglichen, nur beim entscheidenden Detail nicht. In den Zweikämpfen hatten die Gäste mit 52,8 Prozent ebenfalls leicht die Nase vorn. Pulheims Trainer Prada Pasco sah seine Mannschaft trotz der Niederlage nicht völlig chancenlos. "Wir hatten unsere Möglichkeiten, aber wir waren vor dem Tor zu höflich", erklärte Pasco. "Pirmasens war dort deutlich unfreundlicher." Das trifft den Abend ziemlich genau. Pirmasens verteidigte zunächst diszipliniert, blieb im zweiten Durchgang ausgewogen und schaltete in der Schlussphase sogar auf offensiveres Pressing. Pulheim versuchte es weiter, doch Schaller und seine Mitspieler fanden keinen Weg vorbei an der kompakten Gästeabwehr. So blieb es beim 0:2 (0:0). Pirmasens nimmt drei Punkte mit nach Hause, Pulheim immerhin die Erkenntnis, dass 50,2 Prozent Ballbesitz sehr ordentlich aussehen können - solange niemand daneben die Tore zählt. 18.09.2026 20:51 |
Sprücheklopfer
Ihr könnt euch da ja mal hinstellen, und wenn dann Ribery mit 180 Stundenkilometern an einem vorbeigelaufen kommt, gibt's wenige, die den stoppen können.
Arne Friedrich