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Regionalliga B | 14. Spieltag | 30.09.26 | FK Pirmasens - Davaria Davensberg 1:0 "In der ersten Halbzeit war das Tor offenbar im Feierabend", sagte Gudrun Schweitzer später mit einem Lächeln. "Wir mussten es ein bisschen überreden." Ganz falsch lag die Trainerin damit nicht. Pirmasens begann offensiv, kombinierte im kurzen Passspiel und suchte kontrolliert den Weg nach vorn. Bereits in der siebten Minute prüfte Alex Coviello Davarias Torwart Swen Vollmer. Zwei Minuten später versuchte es Jacob Schumann, der 17-jährige linke Angreifer, der sich von seinem Alter offenbar nicht beeindrucken ließ. Pirmasens blieb die aktivere Mannschaft. Noah Specht kam in der 25. und 28. Minute zu Abschlüssen, Schumann legte in der 33. Minute nach, Silvestre Mocana folgte kurz darauf. Die Gastgeber hatten mehr Ballbesitz - 54,05 Prozent - und gewannen auch etwas mehr Zweikämpfe. Davaria hielt dagegen, allerdings mit der taktischen Zurückhaltung einer Mannschaft, die das Wort Pressing zwar kennt, es aber an diesem Abend nicht persönlich kennenlernen wollte. Kurz vor der Pause meldeten sich die Gäste dann doch energischer zu Wort. Swen Maurer, Tiago Viejo und Nils Hennig kamen zwischen der 38. und 42. Minute zu Schüssen. Viejo versuchte es nach dem Seitenwechsel erneut, doch der Ausgleich blieb aus. Zur Halbzeit stand es 0:0, obwohl Pirmasens deutlich mehr für das Spiel getan hatte. Schweitzer reagierte zum Wiederbeginn und brachte Stefan Keller für Coviello. Kaum war der Wechsel vollzogen, fiel das Tor. In der 52. Minute zog Lucas Dennehy ab und brachte Pirmasens mit 1:0 in Führung. Fabrizio Isca war an der Entstehung beteiligt. Dennehy, gerade einmal 19 Jahre alt, nahm den Treffer mit der Gelassenheit eines Mannes, der entweder sehr cool ist oder noch nicht genau verstanden hat, wie laut 3633 Menschen werden können. "Ich habe den Ball gesehen und gedacht: Jetzt nicht lange nachdenken", sagte Dennehy nach dem Abpfiff. "Das hat ausnahmsweise funktioniert." Eine bemerkenswerte Selbsterkenntnis - und eine, die Pirmasens an diesem Abend teuer hätte bezahlen können, wenn Davaria seine Chancen besser genutzt hätte. Denn nach dem Rückstand blieb die Partie offen. Keller kam in der 53. und 59. Minute zu weiteren Abschlüssen, Miljenko Kresic versuchte es in der 66. Minute aus der Defensive heraus. Davaria drängte seinerseits auf den Ausgleich: Marcel Ahrens schoss in der 77. Minute, Viejo war in der 85. Minute erneut beteiligt, Dirk Günther versuchte es sogar in der Nachspielzeit. Insgesamt verzeichnete Pirmasens 13 Schüsse aufs Tor, Davensberg sieben. In den letzten Minuten schalteten die Gastgeber auf aktives Pressing um und verteidigten den knappen Vorsprung mit sichtbarem Einsatz. Davaria fand keinen Weg mehr durch die kompakte Abwehr. "Wir hätten das Spiel früher entscheiden können", meinte Schweitzer. "Aber ein 1:0 ist auch ein vollständiger Sieg. Nur mit weniger Komfort." So blieb es bei einem Treffer, drei Punkten und einem Abend, an dem Pirmasens zwar nicht glänzte, aber standhielt. Davaria nahm die Erkenntnis mit nach Hause, dass sieben Abschlüsse manchmal reichen könnten - nur eben nicht, wenn keiner davon im Netz landet. 30.09.2026 20:52 |
Sprücheklopfer
Wir müssen vor dem Tor einfach cooler sein, einfach heißer.
Thomas Doll