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Regionalliga B | 25. Spieltag | 05.09.26 | FK Pirmasens - BV Cloppenburg 2:2 Am Ende stand ein 2:2 (1:1) zwischen dem FK Pirmasens und dem BV Cloppenburg. Ein Ergebnis, das beiden Mannschaften schmeichelt und beiden ein wenig wehtut. Fußball kann manchmal erstaunlich diplomatisch sein. Cloppenburg begann mit etwas mehr Ballbesitz und offenbar mit dem Plan, die Sache kontrolliert anzugehen. 53,5 Prozent der Spielzeit hatte der Gast den Ball, Pirmasens kam auf 46,5 Prozent. Doch Ballbesitz ist bekanntlich kein Pfandhaus, in dem man automatisch Tore dafür erhält. Die Gastgeber blieben gefährlich und gaben insgesamt 15 Torschüsse ab, Cloppenburg deren zwölf. Die erste ernsthafte Warnung gehörte dennoch den Gästen. Robert Schwab prüfte Pirmasens’ Torhüter Walter Kuehn in der 13. Minute - und offenbar hatte der Schlussmann beschlossen, an diesem Abend nicht bloß dekorativ zwischen den Pfosten zu stehen. Schwab blieb hartnäckig, Knut Schmidt probierte es ebenfalls, Tim Brunner schaltete sich aus der Innenverteidigung ein. Cloppenburg drückte, ohne ganz ins Risiko zu gehen. Pressing? Nein. Hektik? Ebenfalls nein. Die Gäste spielten sachlich, fast so, als sei ein Fußballspiel eine Verwaltungsangelegenheit. In der 26. Minute war es dann Arnau Cunha, der Cloppenburg in Führung brachte. Tim Brunner war an der Entstehung beteiligt, Cunha vollendete. 0:1 - und auf der Gästebank durfte man kurz so tun, als habe man den Abend vollständig im Griff. Pirmasens antwortete neun Minuten später. Slawa Gontschar traf in der 35. Minute zum 1:1, Mario Krajcik lieferte die Vorarbeit. Der 19-Jährige war zuvor bereits selbst gefährlich geworden und zeigte, dass Jugend im Fußball nicht zwingend mit Geduld verwechselt werden muss. "Der Ball lag da, und ich dachte: Dann soll er jetzt auch dahin, wo es wehtut", soll Gontschar nach dem Spiel gesagt haben. Eine durchaus vernünftige Berufseinstellung. Kurz vor der Pause sah Cloppenburgs Meik Weise die Gelbe Karte. Pirmasens hatte sich inzwischen in die Partie hineingebissen, mit kurzen Pässen und durchaus kräftigem Zweikampfverhalten. Die Zweikampfquote der Gastgeber lag bei 52 Prozent - knapp, aber passend zu einem Spiel, in dem niemand dem anderen zu viel Raum schenken wollte. Nach Wiederbeginn wurde Pirmasens offensiver und lauerte auf Konter. Trainerin Gudrun Schweitzer stellte ihre Mannschaft sichtbar mutiger ein. "Wir wollten nicht nur höflich fragen, ob wir mitspielen dürfen", soll Schweitzer an der Seitenlinie gesagt haben. In der 55. Minute zahlte sich der Vorwärtsdrang aus: Alex Coviello traf zum 2:1, Noah Specht bereitete vor. Nun schien Pirmasens das Spiel in die gewünschte Richtung zu lenken. Die Gastgeber blieben gefährlich, Coviello und Specht tauchten mehrfach in aussichtsreichen Positionen auf. Cloppenburg aber ließ sich nicht abschütteln. In der 71. Minute erzielte Knut Schmidt den Ausgleich zum 2:2, John Callahan war an der Aktion beteiligt. Schmidt hatte schon zuvor auf das Tor geschossen - Beharrlichkeit ist im Fußball gelegentlich die elegante Bezeichnung für Wiederholung. Danach wurde es ein offener Schlagabtausch. Pirmasens kam im Schlussabschnitt zu weiteren Chancen, Coviello versuchte es in der 87., 88. und 91. Minute. Die Gäste hielten dagegen, Andre Schiller setzte in der 84. Minute noch einen offensiven Akzent. Am Ende blieb es beim 2:2. "Wir hätten gewinnen können, aber verlieren wollten wir dann doch nicht", soll Cloppenburgs Mannschaft nach Abpfiff kollektiv gedacht haben. Ein Satz, der diesen Abend ziemlich genau zusammenfasst. Pirmasens hatte mehr Abschlüsse, Cloppenburg mehr Ballbesitz - und beide nehmen einen Punkt mit. Der Fußball, dieser große Freund der Unentschieden, war zufrieden. 05.09.2026 21:03 |
Sprücheklopfer
Ich kenne sie vom Sehen, aber sie haben drei, vier Namen. Heißen einmal Hussein, dann Mohammed. Das ist noch ein Problem.
Berti Vogts über seine Spieler bei der Nationalmannschaft von Kuwait