Diarios de Futbol
+++ Sportzeitung für internationale Wettbewerbe +++

Police Nationals drehen das Achtelfinale bei Estudiantes zum 3:2

Copa Libertadores | Achtelfinale - Rückspiel | 11.10.26 | Estudiantes La Plata - Police Nationals 2:3

Was für ein Abend in La Plata: 79.500 Zuschauer wollten im Achtelfinal-Rückspiel der Copa Libertadores eine Heimparty feiern. Am Ende aber tanzten die Gäste. Police Nationals gewann bei Estudiantes La Plata mit 3:2 (1:2) - und verwandelte ein zunächst beinahe verlorenes Spiel in eine ziemlich unhöfliche Einladung zum Weiterträumen.

Dabei begann der Abend ganz nach dem Geschmack von Estudiantes-Trainer Roman Pilgram. Nach fünf Minuten schlug Marek Szarmach zu. Der zentrale Mittelfeldspieler nahm die Vorlage von Sergio Bergantinos dankbar an und brachte die Gastgeber früh in Führung. Auf den Rängen wuchs die Lautstärke, und irgendwo dürfte bereits jemand begonnen haben, den Siegersekt zu suchen. Ein riskanter logistischer Fehler, wie sich später herausstellte.

Police Nationals blieb seinem taktischen Plan treu: offensiv ausgerichtet, aber mit dem Konter im Gepäck. In der 18. Minute zahlte sich das aus. Vincent Hennessy leitete den Angriff ein, Pedro Veloso vollendete zum 1:1. Estudiantes hatte zwar etwas mehr Ballbesitz, doch die Gäste bewiesen, dass man den Ball nicht zwingend besitzen muss, um ihn schmerzhaft zu benutzen.

Die Partie blieb offen und giftig. Police-Verteidiger Oliver Marchand sah in der 27. Minute Gelb, kurz darauf setzte Estudiantes die Gäste wieder unter Druck. In der 34. Minute schlug James Leech zu, vorbereitet von Szarmach. 2:1 - und die 79.500 im Stadion durften sich zur Pause wieder einreden, der Fußball sei im Grunde eine sehr vernünftige Angelegenheit.

Trainer Walter Steger sah das naturgemäß anders. "Wir waren nicht nervös. Wir haben nur geprüft, wie viel Drama ein Achtelfinale verträgt", soll er in der Kabine gesagt haben. Ganz so entspannt dürfte es nicht gewesen sein. Immerhin hatte Estudiantes bis dahin 52,3 Prozent Ballbesitz und bereits sieben Torschüsse gesammelt.

Nach dem Seitenwechsel kippte das Spiel. In der 51. Minute traf Samuel Blanchett zum 2:2 - erneut kam der entscheidende Impuls von Vincent Hennessy. Estudiantes wirkte plötzlich weniger wie der Hausherr und mehr wie ein Gastgeber, der gerade feststellt, dass seine Gäste den Kühlschrank leer essen.

Dann der nächste Schock: In der 62. Minute traf Juan Roi, ein linker Verteidiger, zur Führung für Police Nationals. Jigael Scharanski lieferte die Vorlage. Ausgerechnet ein Abwehrspieler bescherte den Gästen das 3:2 - ein hübscher Beweis dafür, dass Positionsbezeichnungen im Fußball häufig eher Empfehlungen als Naturgesetze sind.

Estudiantes reagierte. Pilgram brachte Lorenzo Costa für Jose Maria Gontan, später kamen Agustin Albentosa und Eldar Putschkow. Die Gastgeber erhöhten in der Schlussphase den Einsatz, stellten auf aktives Pressing um und warfen nun alles nach vorn. Insgesamt kamen sie auf 13 Torschüsse, Police Nationals auf 11. Doch Alain Langlois im Tor der Gäste und eine entschlossene Defensive hielten stand.

In der 83. Minute musste Police-Spieler Giorgio Francavilla verletzt behandelt werden. Kurz darauf wechselte Steger Gerard Frey aus und brachte Claude Hennessy. Auch das änderte nichts mehr am Ergebnis. Estudiantes drängte, Police konterte, und die letzten Minuten fühlten sich für die Heimfans vermutlich an wie eine sehr lange Warteschlange ohne Ausgang.

"Wir hatten Chancen, Charakter und am Ende leider auch einen Gegner", sagte Pilgram nach dem Abpfiff mit jener Gelassenheit, die Trainer entwickeln, wenn der Abend bereits verloren ist. Police Nationals nahm den 3:2-Sieg mit nach Hause. Estudiantes blieb vor allem die Erkenntnis, dass 13 Torschüsse, 52 Prozent Ballbesitz und zwei Tore manchmal nicht reichen. Im Fußball bekommt eben nicht derjenige den Pokal, der die schönsten Argumente sammelt - sondern der, der am Ende ein Tor mehr hat.

11.10.2026 19:11
Login
Emailadresse
Passwort
Sprücheklopfer
Ich würde gegen die Italiener natürlich gerne mit zwei Stürmern spielen. Aber diese personellen Diskussionen werden bei uns gerne geführt. Wir haben in Österreich acht Millionen Einwohner, davon sind sechs Millionen Teamchef. Wenn man die alle fragen würde, hätten wir 3,5 Millionen verschiedene Aufstellungen.
Toni Polster
NETZWERK
Football Manager
Manager de fútbol
Calcio manager
Football Manager
LINKS
Kostenlos registrieren
Online-Hilfe
Freie Teams
Spieltag & Tabelle
Plattform-News
COMMUNITY
Zeitung
Stammtisch
Chat
ÜBER UNS
Impressum
Kontakt
AGB
Managerspiel Onlinemanager