Jamaica News Bulletin
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Portmore Town überrollt Maverley FC - ein 3:0 zum Zungeschnalzen

Portmore, 11. Februar 2026 - Wenn es einen "perfekten Start" in ein Spiel gibt, dann hat ihn Adam Besserer heute Abend im National Stadium von Portmore Town geliefert. Kaum hatte Schiedsrichter Grant die Partie des 5. Spieltags der 1. Liga Jamaica angepfiffen, zappelte der Ball auch schon im Netz. Zwei Minuten waren gespielt, als Besserer nach einem butterweichen Pass von Luís Simao in bester Stürmermanier vollstreckte. 24.626 Zuschauer sprangen auf, einige verschütteten dabei ihr Bier - und Trainer Karl-Heinz Pumpernickel grinste so breit, dass selbst seine Sonnenbrille kurz verrutschte.

"Wir wollten von Anfang an zeigen, wer Herr im Haus ist", sagte Besserer später, noch mit Grasflecken auf dem Trikot. "Und ehrlich gesagt - ich hatte einfach Lust auf ein frühes Tor." Lust war das richtige Wort, denn Portmore Town zeigte in der ersten Halbzeit Fußball, der nach Spaß roch - und nach Arbeit zugleich.

Maverley FC, mit Coach Rock Mini an der Seitenlinie, versuchte zwar, die Ordnung zu wahren, aber Ordnung hilft wenig, wenn der Gegner in Spiellaune ist. Portmore spielte offensiv, druckvoll, aggressiv - 18 Torschüsse am Ende des Abends belegen das. Besonders das Duo Besserer und Pierre Aubin sorgte für Daueralarm in der Maverley-Abwehr.

In der 27. Minute war es erneut Besserer, der nach feinem Zusammenspiel mit Aubin zum 2:0 traf. Die Fans sangen, die Sonne ging unter, und Rock Mini schüttelte nur den Kopf. "Wir hatten eigentlich einen Plan", murmelte er später in die Journalistenmikrofone. "Aber Portmore hat ihn offenbar vorher gelesen."

Vier Minuten darauf, Minute 31: diesmal drehte Aubin den Spieß um. Nach einem Pass von - wer sonst - Luís Simao, traf der flinke Rechtsaußen zum 3:0. Es war ein Tor, das die Überlegenheit der Hausherren perfekt zusammenfasste: schnell, präzise und mit einem Hauch Arroganz, der in solchen Momenten einfach dazugehört.

Zur Halbzeit stand es 3:0 - und das war auch das Endergebnis. Nicht, weil Portmore danach aufgehört hätte zu spielen, sondern weil der Ball einfach nicht mehr rein wollte. Vielleicht auch, weil Maverley-Keeper Miroslav Hromadko endlich auf Betriebstemperatur kam. In der zweiten Halbzeit hielt er, was zu halten war, und manchmal sogar mehr.

Trainer Pumpernickel wechselte zur Pause doppelt: Torwart Vincent Morrison musste für Asbjorn Mykland Platz machen, und im Mittelfeld kam James Lancaster für Luís Simao, der an beiden ersten Toren beteiligt gewesen war. Kurz darauf verletzte sich Taylor Musgrave, was für einen Moment die Stimmung trübte - aber selbst das brachte Portmore nicht aus dem Tritt.

"Ich dachte kurz, der Rasen sei verflucht", scherzte Pierre Aubin nach dem Spiel, "erst das Tor, dann die Verletzung. Aber dann fiel mir ein: Wir führen 3:0, also kann der Rasen bleiben, wie er ist."

Maverley FC kam nach der Pause tatsächlich etwas besser ins Spiel, hatte mehr Ballbesitz - 51 Prozent insgesamt -, aber das war ungefähr so gefährlich wie eine schlafende Katze. Nur ein einziger Torschuss gelang ihnen in 90 Minuten, abgegeben von Hermann Klaus in der 67. Minute. Mykland, frisch im Tor, musste sich immerhin einmal strecken und grinste danach: "Endlich durfte ich auch mal ran."

In der Schlussphase verwaltete Portmore das Ergebnis routiniert. Die Zuschauer begannen schon zehn Minuten vor Abpfiff mit "Olé"-Gesängen, und Trainer Pumpernickel ließ sich auf der Bank zurückfallen. "Ich habe heute nichts zu meckern", sagte er später. "Und das passiert mir selten."

Spieler des Abends? Schwer zu sagen. Adam Besserer mit zwei Treffern, Pierre Aubin mit einem Tor und einer Vorlage, oder doch Luís Simao, der die Fäden im Mittelfeld zog? Vielleicht am besten alle drei - ein Trio, das Maverley FC noch einige Albträume bescheren dürfte.

Statistisch gesehen war das Spiel fast ausgeglichen im Ballbesitz, aber das täuscht: Portmore spielte zielstrebig, Maverley planlos. 18 zu 1 Torschüsse sprechen Bände, ebenso wie die Tackling-Quote von 59 zu 41 Prozent zugunsten der Gastgeber.

Nach dem Schlusspfiff klatschten die Portmore-Spieler mit den Fans ab, während Rock Mini mit hängenden Schultern Richtung Kabine schlich. "Wir müssen lernen, dass Ballbesitz keine Tore schießt", sagte er, und vielleicht war das der ehrlichste Satz des Abends.

Ein Abend, der für Portmore Town kaum besser hätte laufen können - und für Maverley FC kaum schlechter. Drei Tore, drei Punkte, drei glückliche Stürmer. Oder, wie Pumpernickel es ausdrückte: "Das war wie ein gutes Curry - scharf, heiß und genau richtig gewürzt."

Und wer weiß - vielleicht war dieses 3:0 mehr als nur ein Sieg. Vielleicht war es der Moment, in dem Portmore Town klar machte, dass sie in dieser Saison nichts dem Zufall überlassen wollen.

15.07.643990 10:51
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