Voetbal International
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Quick Boys trotzen Sparta Nijkerk ein 1:1 ab - ein Remis mit Pfeffer

Ein lauer Sommerabend in Katwijk, 32.000 Zuschauer, die Sonne glitzert über dem Stadion "De Duinrand", und die Quick Boys empfangen Sparta Nijkerk. Schon beim Aufwärmen war klar: Das wird kein Spaziergang. Sparta, mit Trainer Markus Kuzmich an der Seitenlinie, kam mit breiter Brust und offensiver Marschroute - "Wir wollen über die Flügel kommen und früh Druck machen", hatte Kuzmich vor dem Anpfiff ins Mikro geraunt. Die Quick Boys hingegen blieben, nun ja, quick, aber geerdet: balanciert, abwartend, mit dem Ziel, den Gegner laufen zu lassen.

Und so begann das Spiel auch: Nijkerk mit einer frühen Doppelschance - Matthew Cabell prüfte den Quick-Boys-Keeper Jamie Bail gleich in der dritten Minute, und keine sechzig Sekunden später musste Bail erneut fliegen. Die Quick Boys? Wachgerüttelt, aber unbeeindruckt. "Wir wussten, dass die anrennen würden, aber das ist ja kein Boxkampf", grinste später Verteidiger Imre Zsengeller.

Dann, in der 35. Minute, das, was man in Katwijk noch lange erzählen wird: Henri Arnaud, 21-jähriger Wirbelwind auf der rechten Seite, tanzt seinen Gegenspieler aus, hebt den Kopf und schickt eine butterweiche Flanke auf Tom Wild. Der 33-Jährige, der aussieht, als hätte er schon auf allen Amateurplätzen Europas gespielt, nimmt den Ball volley - und trifft ins lange Eck. 1:0 für die Quick Boys! Das Stadion explodiert, und Wild rennt jubelnd zur Eckfahne, als hätte er gerade das Ticket für die Champions League gelöst. "Henri hat das Ding perfekt gebracht. Ich musste nur noch meinen Fuß finden", witzelte Wild nach dem Abpfiff.

Zur Pause: klare Sache auf der Anzeigetafel, weniger klar auf dem Papier. Ballbesitz fast ausgeglichen (48 zu 52 Prozent), aber Nijkerk mit deutlich mehr Torschüssen - 9 zu 3 bis dahin. Kuzmichs Team rannte an, oft über die Flügel, wie bestellt, aber häufig ohne Plan B.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich das gleiche Bild: Nijkerk drückte, Quick Boys verteidigten, teils mit allem, was Beine hat. Claude Beaumanoir von Sparta sah in der 54. Minute Gelb, nachdem er Henri Arnaud eher rustikal stoppte. Das Publikum quittierte es mit einem kollektiven "Uuuuh", das man noch in Haarlem gehört haben dürfte.

Doch dann kam die 75. Minute. Zeeman Voores, der bullige Mittelstürmer Nijkerks, pflügte sich durchs Zentrum, legte clever quer auf Joonas Hietanen, der aus spitzem Winkel abzog - und traf! 1:1, völlig verdient, und der Auswärtsblock verwandelte sich in ein orangefarbenes Meer. "Ich hab einfach draufgehalten", sagte Hietanen später lakonisch, "und gehofft, dass der Ball nicht wieder im Park landet."

Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Nijkerk blieb offensiv, feuerte weiter aus allen Lagen (am Ende 15 Schüsse aufs Tor), doch Quick-Boys-Keeper Bail wuchs über sich hinaus. Besonders in der 89. Minute, als Zeeman Voores aus kurzer Distanz draufhielt - Reflex, Faustabwehr, Nachschuss, wieder Bail. "Der Typ ist ein Oktopus", murmelte ein frustrierter Nijkerk-Fan auf der Tribüne.

In der Nachspielzeit wurde es dann noch ruppig: Bram Buskirk sah Gelb, nachdem er den Ball ins Nirwana drosch, offenbar aus Frust über ein nicht gegebenes Foul. "Ich wollte nur Zeit gewinnen", verteidigte er sich später mit einem Grinsen, das ungefähr so glaubwürdig war wie ein Politiker in Wahlkampfzeiten.

Als Schiedsrichter van der Laan schließlich abpfiff, war das 1:1 gerecht. Sparta Nijkerk hatte mehr vom Spiel, mehr Schüsse, mehr Druck - Quick Boys dagegen mehr Effizienz und Leidenschaft. "Wenn man 15 Mal aufs Tor schießt und nur einmal trifft, dann weiß man, woran man arbeiten muss", seufzte Trainer Kuzmich. Sein Gegenüber, der Quick-Boys-Coach, fasste es anders zusammen: "Wir haben den Punkt erkämpft. Und ganz ehrlich - schöner kann ein Unentschieden gar nicht sein."

Am Ende bleibt ein Spiel, das alles hatte: Tempo, Emotionen, Karten, Tore - und ein Publikum, das trotz feuchter Sommerluft nicht stillsitzen konnte. Vielleicht kein großes Fußballfest, aber eines dieser ehrlichen, schweißgetränkten Remis, die man später mit einem Kopfnicken kommentiert: "Da war Feuer drin."

Und so verließen 32.000 Fans die Arena, leicht verschwitzt, leicht enttäuscht, aber bestens unterhalten. Einer von ihnen fasste es beim Hinausgehen zusammen: "War kein Sieg, aber wenigstens kein Schlafmittel." Da kann man ihm kaum widersprechen.

19.06.644003 09:30
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Ich glaube nicht, dass der Verein mir Steine in den Vertrag legt.
Torsten Legat zu evtl. Wechselproblemen mit Eintracht Frankfurt
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