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Challenge League | 2. Spieltag | 06.07.26 | Racing Club GE - Gelb-Schwarz Bern 5:2 Bereits nach zehn Minuten sah es gar nicht gut aus für die Hausherren. Berns junger Mittelstürmer Peter La Barre, gerade einmal 20, traf nach einem feinen Zuspiel von Marvin Auch. "Ich dachte, wir hätten sie damit getroffen", sagte Berns Trainer später, "aber offenbar hat es sie nur wütend gemacht." Und das war nicht übertrieben. Vier Minuten später antwortete Racing mit Wucht: Mathias Wild, der rechte Flügelblitz, traf nach Vorlage von Paul Belodedici zum 1:1. Das Stadion vibrierte, als wolle es die Alpen erzittern lassen. "Ich habe einfach draufgehalten", grinste Wild nach dem Spiel, "und gehofft, dass der Ball nicht im Parkhaus landet." Tat er nicht - stattdessen zappelte er im Netz. Racing bekam Oberwasser. In der 31. Minute schickte Paul Reinhardt eine butterweiche Flanke in den Strafraum, wo Phillip Fouquet lauerte und per Kopf das 2:1 markierte. Fouquet, 23, so unbekümmert wie zielsicher, jubelte mit ausgebreiteten Armen - während Berns Verteidiger sich gegenseitig fragend ansahen. Mit 2:1 ging es in die Pause, obwohl Bern mit 54 Prozent Ballbesitz optisch mehr vom Spiel hatte. Doch Racing schoss öfter, gefährlicher und entschlossener: 17 Torschüsse gegenüber nur sieben der Gäste sprechen eine deutliche Sprache. Nach dem Seitenwechsel kam die Entscheidung in einem Doppelschlag: In der 47. Minute traf Andrew Sinclair, der schottischste Kanadier der Liga, nach Vorlage von Rune Halvorsen zum 3:1. Nur sechs Minuten später verkürzte Hugo Ronaldo - ja, so heißt er wirklich - nach Pass von Patrik Berglund auf 3:2. Kurz keimte Hoffnung bei den Bernern auf, aber sie währte so kurz wie ein Sommerregen. Denn kaum eine Minute später stellte Fouquet den alten Abstand wieder her. Nach einem Eckball und einem cleveren Kopfball von Abwehrmann Kian Kinmont landete der Ball erneut beim Stürmer, der zum 4:2 einschob. "Da haben wir einfach geschlafen", knurrte Berns Keeper Vilmos Koplarovics, der an diesem Abend viel zu sehen bekam - leider meist die Rückseite des Balles. Racing-Coach Truthan Trainer (ja, so steht es im Pass) sah gelassen zu, wie sein Team das Spiel kontrollierte. In der 83. Minute setzte Sinclair mit seinem zweiten Treffer den Schlusspunkt. Vorlagegeber diesmal: Innenverteidiger Luís Borreguero, der sich offenbar dachte, dass fünf Tore schöner aussehen als vier. "Ich wollte eigentlich nur klären", lachte Borreguero später. "Dann sah ich Andrew winken - und dachte, na gut, machen wir’s hübsch." In den letzten Minuten wurde es noch hitzig. Der junge Borreguero holte sich in der 92. Minute Gelb ab, kurz darauf sah Berns Routinier Berglund ebenfalls den Karton. "Da war die Luft raus", meinte Berns Coach, "und der Frust groß." Am Ende steht ein 5:2, das deutlicher klingt, als es zwischenzeitlich war. Bern spielte phasenweise klug, kombinierte gefällig, doch Racing war schlicht effizienter - und gieriger. 54 Prozent gewonnene Zweikämpfe, 17 Abschlüsse, fünf Tore: Das ist Fußball in seiner direktesten Form. Trainer Truthan Trainer fasste es nach dem Spiel auf seine unnachahmliche Art zusammen: "Ich sage den Jungs immer: Wenn ihr schon offensiv spielt, dann richtig. Heute haben sie mich wohl zu wörtlich genommen." Für Racing Club GE bedeutet der Sieg einen gelungenen Saisonstart - zweite Partie, zweiter Sieg, und dazu Torhunger wie in besten Zeiten. Für Gelb-Schwarz Bern dagegen bleibt die Erkenntnis, dass Ballbesitz allein keine Punkte bringt. Und als die Zuschauer nach dem Abpfiff in die laue Genfer Nacht strömten, hörte man noch einen kleinen Jungen rufen: "Papa, fünf Tore! Das war besser als Kino!" Man möchte ihm nicht widersprechen. 06.07.2026 23:33 |
Sprücheklopfer
Heute habe ich sicher so viel Unterstützung wie Leonid Breschnew früher bei den Sowjet-Wahlen!
Jan-Aage Fjörtoft nachdem er das Siegtor gegen Bayern München geschossen hatte