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Champions League | Gruppenrunde - 6. Spieltag | 03.10.26 | Rad Belgrad - Hogwarts Wizards 2:0 Von Beginn an war klar, wie die Rollen verteilt waren. Rad Belgrad trat offensiv auf, suchte den Abschluss aus nahezu jeder Lage und ging mit kräftigem Körpereinsatz zu Werke. Die Wizards hingegen standen defensiv, lauerten auf Konter und hofften offenbar darauf, dass der Fußballgott irgendwann die Geduld verliert. Er tat es nicht. Die erste Gelegenheit gehörte dennoch den Gästen: In der 4. Minute prüfte Benjamin MacLaren die Belgrader Defensive. Kurz darauf antwortete Rad. Curt Ahrens kam in der 7. Minute zum Abschluss, drei Minuten später versuchte er es erneut. "Wir wollten früh zeigen, dass unser Tor nicht nur zur Dekoration auf dem Platz steht", soll Trainer Thomas Kuzi später mit einem schmalen Lächeln gesagt haben. Hogwarts hatte mehr vom Ball, fand aber nur selten den Weg durch die dicht gestaffelte Abwehr. Charlie O’Halloran und Callum MacNaughton probierten es aus dem Mittelfeld, Connor Napier tauchte mehrfach gefährlich auf. Besonders zwischen der 21. und 31. Minute erhöhten die Wizards den Druck. Doch wer 57 Prozent Ballbesitz hat, gewinnt bekanntlich noch keinen Blumentopf - und schon gar kein Champions-League-Spiel. In der 32. Minute schlug dann die Stunde von Miralem Juskic. Der linke Verteidiger schaltete sich nach vorn ein und traf zur Führung für Rad Belgrad. Jacinto Domingos lieferte die Vorarbeit. Ein Verteidiger als Torschütze - für die Hogwarts-Abwehr offenbar eine Überraschung von der ganz unmagischen Sorte. Juskic soll im Vorbeilaufen gerufen haben: "Ich dachte, heute verteidigen wir nur. Dann stand ich plötzlich frei - da wäre es unhöflich gewesen, nicht zu schießen." Die Wizards versuchten nach der Pause, das Spiel mit weiteren Angriffen zu drehen. Napier blieb auffällig, MacLaren arbeitete sich an der Belgrader Abwehr ab, doch Torhüter Jozef Mintal erlebte keinen Abend, an dem er seine Handschuhe zum Souvenir erklären musste. Rad blieb gefährlicher und kam insgesamt auf 14 Torschüsse, während Hogwarts acht Abschlüsse verzeichnete. In der 57. Minute fiel die Entscheidung. Veljko Zigic erhöhte nach Vorlage von Carles Puyol auf 2:0. Der Mittelstürmer blieb im Strafraum ruhig, während um ihn herum vermutlich mehrere Verteidiger gleichzeitig nach einer Gebrauchsanweisung suchten. "Der Ball kam genau richtig. Ich musste eigentlich nur noch dafür sorgen, dass er nicht wieder wegläuft", sagte Zigic angeblich nach Abpfiff. Danach kontrollierte Rad die Partie mit bemerkenswerter Konsequenz. Andreas Hagen suchte mehrfach den Abschluss, Sasa Anicic kam später für Curt Ahrens, und auch Predrag Krstajic erhielt seine Chance. Trainer Kuzi wechselte insgesamt dreimal und hielt seine Mannschaft offensiv ausgerichtet. Hogwarts blieb bemüht, aber ohne Durchschlagskraft. Das zeigte sich auch in der Zweikampfquote: Rad gewann 53,0 Prozent der Duelle. Kein gewaltiger Unterschied, aber groß genug, um den Gästen die letzte Hoffnung aus den Taschen zu ziehen. Trainer Pete Heffernan soll nach dem Spiel gesagt haben: "Wir hatten den Ball. Leider hatte Rad die Tore - und das ist in diesem Sport immer noch ein kleiner Nachteil." So blieb es beim verdienten 2:0. Rad Belgrad verabschiedete sich mit drei Punkten und viel Selbstvertrauen aus dem Abend, Hogwarts mit der Erkenntnis, dass selbst Zauberer manchmal schlicht besser schießen müssen. 03.10.2026 21:04 |
Sprücheklopfer
Beim Football muß man nicht ins Tor schießen, sondern oben drüber. Das konnte ich schon immer ganz gut.
Axel Kruse nachdem ihn das Football-Team Berlin Thunder als Kicker eingestellt hat