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Pro League | 26. Spieltag | 13.10.26 | RCS Vise - Excelsior Vorst 4:2 Die Gäste begannen offensiv, ganz nach dem Plan von Trainer Daniel Stapfer. Schon nach vier Minuten prüfte Luis Bergmann den Torhüter, doch sein Versuch blieb ohne Folgen. RCS Vise antwortete über die Flügel, wie es die taktische Marschroute von Fonsi Glover vorsah. Corey Clancy tauchte früh zweimal gefährlich auf, Michael Giles probierte es ebenfalls - die Partie hatte kaum begonnen, da waren die ersten Zuschauer bereits emotional weiter als manche Mannschaft nach 90 Minuten. In der 23. Minute belohnte sich Vise für den schwungvollen Start. Fernando Viana traf zum 1:0. Der zentrale Mittelfeldspieler, der später noch einmal zuschlagen sollte, wirkte dabei so entschlossen, als habe er den Ball persönlich beleidigt. "Ich habe einfach gesehen, dass die Lücke da war. Dann musste ich handeln", soll Viana nach dem Spiel gesagt haben. Eine bemerkenswert nüchterne Erklärung für einen Treffer, der das Stadion zum Beben brachte. Die Führung hielt allerdings nur vier Minuten. Brecht Lardenoit glich für Excelsior Vorst aus, Maxim Ingels hatte den Angriff vorbereitet. 1:1 - und plötzlich war wieder alles offen. Vorst hatte zwar etwas mehr Ballbesitz, exakt 50,2 Prozent, doch Vise blieb mit seinen Angriffen über die Außenbahnen gefährlicher. Zur Pause stand es trotzdem unentschieden. "Wir hatten den Ball, aber Vise hatte offenbar die Gebrauchsanweisung dazu", soll Stapfer in der Kabine trocken bemerkt haben. Nach dem Seitenwechsel wurde es endgültig turbulent. In der 49. Minute schlug Viana erneut zu, diesmal nach Vorarbeit von Marcio Aganzo. Das 2:1 schien Vise auf die Siegerstraße zu bringen, doch Excelsior antwortete prompt: Glenn Delannoy traf in der 53. Minute, Romain Van Bocxlaer lieferte die Vorarbeit. Innerhalb von vier Minuten war aus der Führung wieder ein 2:2 geworden. Wer in dieser Phase kurz auf die Anzeigetafel sah, musste damit rechnen, dass sie beim nächsten Blick bereits wieder eine andere Meinung vertrat. Die Entscheidung fiel dann in einer furiosen Viertelstunde. Patrick Walter brachte RCS Vise in der 66. Minute erneut nach vorne, Corey Clancy war diesmal der Vorbereiter. Nur drei Minuten später erhöhte Harrison Caviness auf 4:2. Ein Doppelschlag, gegen den Vorst keine Antwort mehr fand. Trainer Glover soll an der Seitenlinie lediglich gesagt haben: "Jetzt bitte nicht aufhören, Fußball zu spielen." Seine Mannschaft hielt sich daran - zumindest weitgehend. Excelsior blieb bemüht, doch die Gäste kamen insgesamt nur auf sechs Torschüsse. Vise brachte es auf 15 und gewann zudem 55 Prozent der Zweikämpfe. Die Auswechslungen änderten am Kräfteverhältnis nichts mehr. Vorst wechselte unter anderem den Torhüter, Vise brachte in der Schlussphase frische Kräfte, doch die Partie war längst entschieden. So blieb es beim 4:2. Fernando Viana war mit zwei Treffern der Mann des Abends, Walter und Caviness machten den Heimsieg perfekt. "Heute war nicht alles schön, aber vieles effektiv", soll Glover bilanziert haben. Im Fußball ist das eine höfliche Umschreibung für: Die Abwehr bekam Arbeit, der Angriff erledigte den Rest. 13.10.2026 21:11 |
Sprücheklopfer
Wenn er das Tor getroffen hätte, wäre der Ball drin gewesen, aber er hat vorbei geschossen.
Otto Rehhagel