Tuttosport
+++ Sportzeitung für Italien +++

Real Milano startet mit Gala in die neue Serie-A-Saison

Serie A | 1. Spieltag | 05.07.26 | Real Milano - Doria Genua 3:0

Ein lauer Sommerabend in Mailand, 39.408 Zuschauer, und Real Milano präsentierte sich, als wäre die Sommerpause nur ein Gerücht gewesen. Mit einem souveränen 3:0 gegen ein chancenloses Doria Genua eröffnete das Team von Trainer Dennis Hees die neue Serie-A-Spielzeit - und das mit einer Leichtigkeit, die selbst den Espresso im Stadionkiosk vor Freude überlaufen ließ.

Schon die ersten Minuten machten klar: Real Milano hatte nicht vor, den Ball lange zu suchen. Nach kaum sechzig Sekunden prüfte David Neres mit einem strammen Schuss die Reflexe des Genua-Keepers Davide Mangone - der erste von insgesamt 23 Torschüssen, die auf das Tor der Gäste prasselten. Genua? Null. Kein einziger Schuss aufs Tor. "Wir wollten ruhig anfangen", erklärte Doria-Coach Danny Glover nach der Partie. "Das hat ganz gut geklappt - vielleicht zu ruhig."

Die Gastgeber spielten dagegen, als hätte man ihnen Speed in den Pausentee gemischt. Besonders über die Flügel - ein klarer Fingerzeig auf Hees’ offensive Ausrichtung - kam Milano immer wieder gefährlich nach vorn. Pedro Viana, Landon Donovan und Louis MacCallum wirbelten, während im Zentrum Nuno Hernan die Fäden zog, als hätte er eine unsichtbare Fernbedienung für das Spieltempo in der Hand.

In der 31. Minute fiel folgerichtig das 1:0. Donovan legte quer auf Hernan, der aus gut 18 Metern abzog - trocken, präzise, unhaltbar. "Ich hab einfach gedacht: Wenn keiner rauskommt, dann mach ich’s halt selbst", grinste der 32-Jährige später in der Mixed Zone. Zwei Minuten später revanchierte sich Hernans Assistgeber, als Donovan selbst traf - Vorlage diesmal von Rechtsverteidiger Galaktion Katranas, der auf seiner Seite mehr Flanken schlug als ein durchschnittlicher Vogelzug.

Doria Genua taumelte, Real Milano tanzte. Noch vor der Pause folgte der nächste Schlag: Katranas wieder über rechts, scharfer Pass in die Mitte, und der 19-jährige Viktor Gyökeres drückte den Ball zum 3:0 über die Linie. Drei Tore in 13 Minuten - ein Sturmlauf, der die Mailänder Fans von den Sitzen riss.

"Nach dem dritten Tor hab ich mich gefragt, ob wir schon in der 90. sind", murmelte Genuas Innenverteidiger Jamie Whitman, der kurz darauf Gelb sah. "Aber nein - das war erst Halbzeit eins."

Die zweite Hälfte verlief eher wie eine Trainingseinheit mit Publikum. Real Milano schaltete sichtbar zurück, spielte den Ball mit 56 Prozent Ballbesitz sicher durch die eigenen Reihen und suchte dennoch immer wieder den Weg nach vorn. Der junge Louis MacCallum hatte gleich mehrere Chancen, scheiterte aber mehrfach am gut reagierenden Mangone. Der hatte am Ende die seltene Ehre, trotz drei Gegentoren als bester Mann seines Teams zu gelten.

Ein kleiner Schreckmoment ereignete sich in der 27. Minute, als Milanos Innenverteidiger Nathan Aké verletzt vom Platz musste. Sein Ersatz, Vitor Ibanez, fügte sich nahtlos ein. "Ich hab kaum Zeit gehabt, die Schuhe zuzubinden", scherzte der 31-Jährige später, "aber bei uns läuft’s gerade so gut, da kann man auch ohne Schnürsenkel verteidigen."

Für Genua wurde es mit zunehmender Spielzeit bitterer. Zwei Gelbe Karten (Demers und Whitman), kaum Entlastung, und als Krönung eine Verletzung von Serhat Boral in der 77. Minute - sinnbildlich für einen Abend, der für die Ligurier am liebsten schon nach zwanzig Minuten geendet hätte.

Trainer Hees zeigte sich nach dem Schlusspfiff zufrieden, aber nicht euphorisch: "Das war ein guter Start, ja. Aber ich hab schon bessere zweite Halbzeiten gesehen - von uns selbst." Ein Satz, der wohl mehr über seine Ansprüche sagt als über das Spiel selbst.

Und was meinte Doria-Coach Glover? Der lächelte gequält: "Real hat heute gezeigt, warum sie Real heißen. Wir waren eher... unreal."

Am Ende stand ein klares 3:0, das in Zahlen ebenso eindeutig war wie auf dem Rasen: 23:0 Torschüsse, 59 Prozent gewonnene Zweikämpfe für Real Milano, und ein Publikum, das schon nach der Pause begann, Olé-Rufe zu zählen.

Wenn Real Milano diesen Schwung beibehält, könnte die neue Saison für sie so golden werden wie der Sonnenuntergang über der lombardischen Metropole an diesem Abend. Und wenn Doria Genua sich nicht bald neu erfindet, wird Trainer Glover wohl öfter erklären müssen, dass "ruhig anfangen" nicht immer der beste Plan ist.

Ein Auftakt nach Maß also - und für die Fans von Real Milano die Gewissheit: Der Sommer mag heiß sein, aber ihr Team ist heißer.

05.07.2026 21:11
Login
Emailadresse
Passwort
Sprücheklopfer
Natürlich haben die beiden nicht mehr gezeigt als zu sehen war.
Erich Ribbeck
NETZWERK
Football Manager
Manager de fútbol
Calcio manager
Football Manager
LINKS
Kostenlos registrieren
Online-Hilfe
Freie Teams
Spieltag & Tabelle
Plattform-News
COMMUNITY
Zeitung
Stammtisch
Chat
ÜBER UNS
Impressum
Kontakt
AGB
Managerspiel Onlinemanager