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Europaliga | Achtelfinale - Hinspiel | 27.07.26 | Real Milano - Herzliya Yellows 1:1 Vor 71.550 Zuschauern im Achtelfinal-Hinspiel begann Real Milano mit offensiver Ausrichtung, kurzen Pässen und Angriffen über die Flügel. Die Yellows setzten auf lange Bälle und Konter. Ein Plan, der zunächst eher nach "Wir schauen mal, was passiert" aussah, aber immerhin Wirkung zeigte: Bereits in der zweiten Minute prüfte Georges Preher Real-Torwart Emilio Ochoa, fünf Minuten später zwang Caio Vazques die Heimabwehr zur nächsten Unruhe. Dann übernahm Milano. Timur Lutschenko, der auffälligste Angreifer der Gastgeber, probierte es in der achten Minute gleich zweimal - beim zweiten Versuch klingelte es. Nach Zuspiel von Joseph Farnsworth traf Lutschenko zur 1:0-Führung. Die Tribünen erhoben sich, und irgendwo dürfte bereits jemand begonnen haben, den Spielbericht für den nächsten Morgen zu formulieren. Real blieb am Drücker. Ewan Burton tauchte mehrfach gefährlich auf, Oliver Bancroft schaltete sich aus dem zentralen Mittelfeld ein, und Viktor Gyökeres suchte als Mittelstürmer immer wieder die Lücke. 18 Torschüsse standen am Ende für Milano zu Buche, mehr als doppelt so viele wie bei Herzliya. Auch beim Ballbesitz lag Real mit 58,4 Prozent vorn. Es war, kurz gesagt, ein Abend, an dem die Gastgeber vieles richtig machten - nur das entscheidende zweite Tor nicht. "Wir wollten geduldig über außen kommen und die Chancen sicher herausspielen", sagte Trainer Dennis Hees sinngemäß nach der Partie. "Das hat lange funktioniert. Leider ist Geduld im Fußball manchmal nur ein anderes Wort für späteren Ärger." Herzliya blieb trotz der Unterlegenheit gefährlich. Die Yellows verteidigten robust, suchten nach der Pause weiterhin den direkten Weg und brachten mit Tal Sapir in der 56. Minute frische Beine für die rechte Abwehrseite. Später folgten weitere Wechsel, unter anderem kam Matan Ohayon für Harvey Corraface. Die Gäste wirkten nun mutiger, während Real allmählich den Zugriff verlor. Und dann kam die 86. Minute. Harvey Combe, der wenig später ausgewechselt werden sollte, fand mit seinem Zuspiel Caio Vazques. Der Mittelstürmer blieb ruhig und schob zum 1:1 ein. Herzliya hatte bis dahin nur acht Torschüsse abgegeben, aber offenbar genügte einer davon, der nicht bloß in Richtung Tor flog. "Wir wussten, dass wir nicht viele Chancen bekommen würden", lautete die sinngemäße Einschätzung von Trainer Kula Shaker. "Aber wir wollten bei der ersten guten Gelegenheit da sein. Fußball belohnt manchmal nicht die Fleißigen, sondern die, die pünktlich erscheinen." Für Real wurde es anschließend noch bitterer. In der 89. Minute sah Innenverteidiger Samuel Kelly die Rote Karte. Milano musste die Schlussphase in Unterzahl überstehen und kam kaum noch zu Entlastung. Herzliya drängte, Henry Mills und Ronny Sapir suchten in der Nachspielzeit noch den Abschluss. Der Siegtreffer blieb jedoch aus. So geht Real Milano mit einem 1:1 ins Rückspiel. 18 zu 8 Torschüsse, 58,4 Prozent Ballbesitz und eine Führung zur Halbzeit - all das klingt nach einem Heimsieg. Im Fußball nennt man das vermutlich eine solide Bewerbung für drei Punkte. Herzliya nannte es am Ende einfach einen gelungenen Ausflug. 27.07.2026 21:00 |
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Wir werden alle Gewissheiten bis zuletzt ausschöpfen.
Berti Vogts