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Copa Libertadores | Gruppenrunde - 5. Spieltag | 25.08.26 | San Jose Blues - Academia Lima 3:1 Dabei begann die Partie um 18.30 Uhr mit offenem Visier. Stanimir Bonew prüfte bereits in der zweiten Minute die Aufmerksamkeit der Gäste, Pedro Yago antwortete vier Minuten später. James Prentiss, der an diesem Abend besonders häufig in Richtung Tor unterwegs war, meldete sich in der achten Minute erstmals an. Lima blieb gefährlich: Javier Santos und Istvan Bodola sorgten dafür, dass die Abwehr der Blues nicht vorschnell überlegte, was sie nach dem Abpfiff bestellen sollte. In der 23. Minute wurde es laut im Stadion. Stephane Larocque brachte San Jose in Führung, Arturo Vidal lieferte die Vorarbeit. Der Treffer passte zum bisherigen Bild: Die Blues traten offensiv auf, suchten aber nicht blind den Abschluss. 53 Prozent Ballbesitz waren kein erdrückendes Übergewicht, reichten jedoch, um das Spiel in die gewünschte Richtung zu lenken. Lima hielt mit 47 Prozent dagegen und setzte auf eine robuste, teilweise sehr robuste Gangart. Joaquin Gutierrez bekam dafür in der 58. Minute die Gelbe Karte - die offizielle Erinnerung daran, dass "stark" und "zu stark" im Fußball manchmal nur einen Pfiff auseinanderliegen. "Wir wollten mutig beginnen, aber nicht kopflos", sagte Trainer Daniel Schneider nach dem Spiel sinngemäß. "Das hat in der ersten Halbzeit ziemlich gut funktioniert. In der zweiten Halbzeit dann sogar mit Nachdruck." Kurz nach der Pause kippte die Stimmung im Stadion. In der 48. Minute glich Pedro Yago für Academia Lima aus. Arnfinn Berg bereitete den Treffer vor, und plötzlich war die Partie wieder offen. Die Blues reagierten allerdings nicht mit Panik, sondern mit der im Spielplan vorgesehenen Höflichkeit, den Gästen nur zwei Minuten Freude zu gönnen. In der 50. Minute traf Bonew zum 2:1. Dylan Carter stand dabei als Vorbereiter im Spielbericht. Trainer Schneider nutzte dieselbe Phase für Veränderungen: Marvin Klug machte Platz für Henry Hathaway, Oscar Tonel wurde durch Oscar Gallagher ersetzt. Außerdem übernahm Ryan Bail zur Halbzeit für Louis Rushton im Tor. Eine Menge Bewegung also - auf dem Platz und vermutlich auch auf der Bank, wo die Ersatzspieler nun plötzlich sehr aufmerksam wirkten. Die endgültige Entscheidung fiel in der 62. Minute. Arturo Vidal, der bereits Larocques Führungstor vorbereitet hatte, erzielte selbst das 3:1. Mark Bayer legte auf. Vidal war damit der auffälligste Mann eines Mittelfelds, das nicht nur Bälle verteilte, sondern offenbar auch Eintrittskarten für die nächste Runde lösen wollte. Lima gab sich nicht auf. Yago schoss weiter, Santos ebenfalls, später versuchten es David Galindo und Mike Beyer. Doch aus den insgesamt elf Abschlüssen der Gäste entstand kein zweiter Treffer. In der Schlussphase stellte Academia auf offensiv, erhöhte den Einsatz und ging ins aktive Pressing. Die Blues wechselten ebenfalls von offensiver zu ausgeglichener Ausrichtung und verteidigten den Vorsprung mit wachsender Abgeklärtheit. Edward Marley sah in der 86. Minute noch Gelb; Thomas Voet durfte in der 87. Minute immerhin einen weiteren Abschluss beisteuern. "Beim 1:1 dachte ich kurz, der Abend wird unnötig kompliziert", lautete Bonews sinngemäße Einschätzung. "Dann haben wir beschlossen, die Sache wieder selbst zu ordnen." Gesagt, getan. San Jose Blues 3, Academia Lima 1. Ein Ergebnis, das am Ende klar aussieht - obwohl beide Mannschaften gleich oft aufs Tor schossen. Die Blues waren einfach treffsicherer. Und manchmal ist das tatsächlich der ganze Trick. 25.08.2026 19:24 |
Sprücheklopfer
Wer in Bochum von Strafraum zu Strafraum geht und sich dabei nicht den Knöchel bricht, dem gebe ich einen aus.
Christoph Daum