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Verbandsliga F | 2. Spieltag | 25.10.26 | Harburger SC - FC Schönberg 0:5 Vor 2443 Zuschauern, die um 20.15 Uhr auf einen spannenden zweiten Spieltag der Verbandsliga F gehofft hatten, dauerte es gerade einmal elf Minuten bis zur ersten Ernüchterung. Everhart Van Tessel traf nach Vorlage von Jamie Davonport zur Führung. Zuvor hatte Schönberg bereits mehrfach gefährlich abgeschlossen. Nelio Ortiz, Callum Lithgow und erneut Ortiz prüften die Harburger Defensive früh. "Wir wollten eigentlich ruhig anfangen", soll Van Tessel später gesagt haben. "Dann war der Ball plötzlich drin. Das war natürlich auch schön." Ruhig wurde es für Harburg danach nicht mehr. Die Gäste spielten offensiv, suchten schnell den Weg nach vorn und schossen offenbar aus nahezu jeder halbwegs vertretbaren Lage. Ihr taktisches Konzept - offensive Grundausrichtung, Konterspiel und Schüsse, sobald sich ein Fenster öffnete - erwies sich als ausgesprochen wirksam. Der Harburger SC blieb dagegen ausgewogen, vorsichtig und ohne Pressing. Das klingt auf dem Papier vernünftig. Auf dem Rasen wirkte es phasenweise wie eine höfliche Einladung an Schönberg. In der 29. Minute erhöhte Davonport auf 2:0. Hans Derrick hatte den Treffer vorbereitet, der zentrale Mittelfeldspieler belohnte damit eine dominante erste Halbzeit. Kurz vor dem Pausenpfiff schlug Ortiz erneut zu, diesmal nach Zuspiel von Van Tessel. 3:0 - und für Harburg blieb bis dahin vor allem die Hoffnung, dass die Pause länger dauern möge als die üblichen 15 Minuten. "Wir hatten den Ball, aber Schönberg hatte offenbar den besseren Plan, was man damit anfangen kann", fasste ein Harburger Spieler die Lage mit bemerkenswerter Ehrlichkeit zusammen. Tatsächlich kam der Gastgeber vor der Pause kaum gefährlich vor das Tor. Insgesamt brachte Harburg lediglich drei Torschüsse zustande. Schönberg kam auf 20. Das ist weniger ein statistisches Detail als eine ziemlich deutliche Gesprächsnotiz. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild kaum. In der 56. Minute traf Salvador Assis zum 4:0. Marcel Pare lieferte die Vorlage. Schönberg blieb gierig, ohne hektisch zu werden, und Harburg mühte sich redlich, wenigstens den Ehrentreffer zu organisieren. Andrew Benett gab in der 58. Minute einen Schuss ab, Finn Klein versuchte es in der 64. und 83. Minute. Doch Torhüter Olaf Paul blieb unbehelligt genug, um vermutlich auch noch Zeit für eine kurze Unterhaltung mit seinen Innenverteidigern zu haben. Schönberg wechselte anschließend Walter Haas, Ricardo Derlei und Rafael Santoyo ein. Haas benötigte nicht lange, um sich bemerkbar zu machen: In der 81. Minute erzielte der 18-Jährige das 5:0. Ein Innenverteidiger als Torschütze - weil an diesem Abend offenbar jeder Schönberger wusste, wo das Tor steht. "Wir waren konsequent und haben unsere Chancen genutzt", sagte Trainerin Irene Mayer sinngemäß nach der Partie. "Das Ergebnis ist deutlich, aber entscheidend war unsere Haltung." Deutlich war auch die Zweikampfbilanz: Schönberg gewann 57,4 Prozent der Duelle, Harburg 42,6 Prozent. So blieb am Ende ein klarer Auswärtssieg, fünf verschiedene Torschützen und ein Harburger Abend, an dem selbst mehr Ballbesitz nicht half. Schönberg fuhr mit drei Punkten nach Hause. Harburg hatte immerhin den Ball. Man kann schließlich nicht alles haben. 25.10.2026 23:25 |
Sprücheklopfer
Meine Jungs sitzen noch in der Kabine. Sie wollen alle hierbleiben und nächste Woche wieder hier spielen.
Klaus Toppmöller nach zwei kurz aufeinanderfolgenden Auswärtssiegen (Pokal- und Punktspiel) mit dem VfL Bochum beim 1.FC Kaiserslautern