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Schweinfurt und Frankfurt teilen sich die Null - 20 Chancen bleiben liegen

3. Bundesliga (1. Div) | 14. Spieltag | 30.09.26 | FT Schweinfurt - Einheit Frankfurt 0:0

12.500 Zuschauer waren gekommen, um am 14. Spieltag der 3. Bundesliga (1. Div) Fußball zu sehen. Sie bekamen stattdessen ein 0:0, das alles enthielt, was ein torloses Spiel interessant machen kann - außer Toren. FT Schweinfurt und Einheit Frankfurt trennten sich am Mittwochabend nach 90 Minuten leistungsgerecht, wenn auch nicht ereignisarm.

"Der Ball wollte heute offenbar nicht arbeiten", sagte ein Zuschauer auf der Tribüne, während neben ihm bereits die dritte Analyse des Abends begann. Ganz falsch lag er damit nicht. Schweinfurt gab elf Torschüsse ab, Frankfurt deren neun. Die Torhüter dürften dennoch kaum Gelegenheit gehabt haben, sich über mangelnde Beschäftigung zu beschweren.

Die Hausherren starteten schwungvoll. Bereits in der 3. Minute prüfte Bernard Barnier die Frankfurter Defensive. Laurent Deschanel legte in der 11., 16. und 21. Minute nach, Samuel Beglin versuchte es ebenfalls mehrfach. Schweinfurt hatte in der ersten Hälfte mehr vom Spiel und kam insgesamt auf 58,1 Prozent Ballbesitz. Frankfurt beschränkte sich zunächst auf eine defensive Grundordnung und lauerte auf Konter - eine Taktik, die so konsequent umgesetzt wurde, dass mancher Zuschauer vermutlich kurz nachsehen wollte, ob die Gäste überhaupt noch angreifen wollten.

Gefährlich wurden die Frankfurter trotzdem. Walter Köhler kam in der 30. Minute zum Abschluss, Sigmund Jakobsen versuchte es kurz vor der Pause. Mathias Schüler, Innenverteidiger und offenbar mit ausgeprägtem Vorwärtsdrang ausgestattet, setzte in der 9. Minute ein erstes Ausrufezeichen und schoss in der 90. Minute noch einmal auf das Tor. Zwischen diesen beiden Szenen lag eine komplette Partie, in der Frankfurt immer wieder Nadelstiche setzte, aber keinen davon tief genug platzieren konnte.

Schweinfurt drückte, Frankfurt wartete. Das führte zu einem Spiel, in dem die Gastgeber den Ball hatten, die Gäste aber keineswegs hilflos wirkten. Die Zweikampfquote lag beinahe ausgeglichen bei 51,5 Prozent für Schweinfurt und 48,5 Prozent für Frankfurt. Es war also kein Abend für Rasenschach, eher für Fußball mit leicht zerknittertem Hemd.

Kurz vor der Halbzeit sah Schweinfurts Banel Dobay die Gelbe Karte. Frankfurt hatte zu diesem Zeitpunkt bereits Carles de Torre verwarnt gesehen. Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie nicht grundlegend anders, nur hektischer. Frankfurt nahm mehrere personelle Veränderungen vor: Thomas Metzger kam zur Pause, Christopher Huxley folgte in der 47. Minute, Moritz Karl wurde in der 50. Minute eingewechselt. Die Gäste versuchten damit, ihrem Konterspiel mehr Tempo zu geben.

Tatsächlich kam Frankfurt nach Wiederbeginn häufiger vor das Schweinfurter Tor. Huxley schoss in der 55. Minute, Nico Jakob prüfte die Defensive in der 63. und 70. Minute. Moritz Karl und Alexandru Dobay folgten in der Schlussphase. Doch Yanik Strauss im Schweinfurter Tor musste ebenso wenig hinter sich greifen wie sein Gegenüber Günther Dietrich.

Auf der Tribüne wurde derweil gerechnet. "Wenn wir noch zehn Minuten spielen, fällt bestimmt ein Tor", sagte ein Fan. "Oder wir bekommen wenigstens Rabatt auf die Bratwurst", antwortete sein Nachbar. Beides blieb Wunschdenken.

Einheit Frankfurt nahm insgesamt vier Gelbe Karten mit: Neben de Torre wurden Marco Tarrega und Luis Hermann verwarnt. Schweinfurt blieb bei einer Verwarnung. Tore aber gab es keine. Nicht für Barnier, nicht für Deschanel, nicht für Beglin - und auch nicht für Frankfurts offensive Antwort.

So stand am Ende ein 0:0 (0:0), das weniger langweilig war, als es klingt, aber deutlich torloser, als es sich über weite Strecken anfühlte. Schweinfurt darf sich über die Spielkontrolle freuen, Frankfurt über einen Punkt. Die Zuschauer über die Heimfahrt - und darüber, dass sie wenigstens pünktlich wieder zu Hause waren.

30.09.2026 21:10
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