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Southampton gewinnt verrücktes 3:2 gegen Klingenbach

Conference League | Gruppenrunde - 6. Spieltag | 03.10.26 | FC Southampton - Klingenbach 3:2

Was für ein Abend in Southampton: Vor 55.040 Zuschauern hat der FC Southampton Klingenbach am sechsten Spieltag der Conference-League-Gruppenrunde mit 3:2 besiegt. Ein Spiel, das zunächst nach einem gewöhnlichen Fußballabend aussah und später zuverlässig jede Vernunft aus dem Stadion warf. Zur Pause stand es 1:1, am Ende hatte Southampton die drei Punkte - und Klingenbach vermutlich einige neue graue Haare.

Dabei begann der Gast mutig. Klingenbach suchte früh den Weg nach vorne, Eri Göbel und Jannik Stein prüften die Southampton-Abwehr bereits in den ersten Minuten. Die Hausherren antworteten mit Druck, allerdings zunächst eher nach dem Motto: Wir schießen einfach mal, irgendetwas wird schon passieren. Insgesamt kam Southampton auf 19 Torschüsse, Klingenbach auf 14. Ein klarer Beleg dafür, dass beide Mannschaften den Ball lieber Richtung Tor als Richtung Sicherheit bewegten.

In der 21. Minute belohnte sich Southampton schließlich. Samuel Whitman, eigentlich als linker Verteidiger unterwegs, traf nach Vorlage des erst 17 Jahre alten Daniel Morriss zum 1:0. "Ich habe den Ball gesehen und mir gedacht: Warum eigentlich nicht?", sagte Whitman später. Eine bemerkenswert einfache Erklärung für ein bemerkenswert wichtiges Tor.

Klingenbach ließ sich davon nicht beeindrucken. Die Mannschaft von Markus Herrmann spielte mit 52,3 Prozent etwas mehr Ballbesitz, fand aber nicht immer den Weg durch die Southampton-Reihen. Kurz vor der Pause schlug Marvin Eder zu: In der 41. Minute verwertete der Mittelstürmer die Vorlage von Jannik Stein zum 1:1. Southampton-Trainer Michael Böning soll an der Seitenlinie nur trocken gesagt haben: "Wir wollten eigentlich mit einer Führung in die Kabine. Der Fußball hatte andere Pläne."

Nach dem Seitenwechsel wurde es hektisch - und zwar auf die unterhaltsame Art. Klingenbach ging in der 49. Minute durch Göbel mit 2:1 in Führung, der nach Zuspiel von Christiano Deco traf. Die Gäste schienen das Spiel zu drehen. Doch Southampton benötigte gerade einmal zwei Minuten, um die Antwort zu liefern. Gabriel Beecroft erzielte in der 51. Minute den Ausgleich, vorbereitet von Arjen Schuyler.

Schuyler war damit noch lange nicht fertig. In der 64. Minute traf der zentrale Mittelfeldspieler selbst zum 3:2, diesmal nach Vorlage von Kai Peter. Der Treffer erwies sich als entscheidend. "Ich habe den Ball nicht lange gefragt, ob er ins Tor möchte", erklärte Schuyler nach dem Abpfiff. "Er war offenbar gut erzogen."

Klingenbach gab sich nicht geschlagen. Daniel Vogel suchte in der Schlussphase mehrfach den Abschluss, während Southampton zunehmend tiefer stand. Die Hausherren hatten ihre Taktik zwischenzeitlich vom aktiven Pressing auf kontrolliertes Abwarten umgestellt, schalteten in der Schlussphase aber wieder auf vollen Einsatz. Besonders bitter für Klingenbach: Gustav Rausch musste in der 74. Minute verletzt ausgewechselt werden.

Southampton brachte mit Alexander Roades zudem einen 17-Jährigen, der nach seiner Einwechslung in der 46. Minute mehrfach selbst den Abschluss suchte. Die Gäste wechselten ebenfalls offensiv, doch der Ausgleich blieb aus. In der Nachspielzeit wurde es noch einmal turbulent: Kai Peter sah nach einer Gelben Karte in der 85. Minute in der 96. Minute Gelb-Rot. Southampton beendete die Partie also dezimiert, aber siegreich.

"Die letzten Minuten waren kein Fußball mehr, das war eher eine Geduldsprobe mit Stollenschuhen", sagte Böning. Herrmann sah es ähnlich: "Wir hatten den Ball, Chancen und am Ende trotzdem nichts. Das ist eine besonders elegante Form der Niederlage."

So bleibt ein 3:2, das Southampton in Erinnerung behalten wird. Klingenbach vermutlich ebenfalls - allerdings aus weniger erfreulichen Gründen.

03.10.2026 21:18
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