Voetbal International
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Sparta Nijkerk zerlegt die Flevo Boys mit 6:0 - Fußball als Feuerwerk

Ein lauer Winterabend, 49.725 Zuschauer im Stadion, Flutlicht, das die Nacht zum Tag machte - und Sparta Nijkerk, das offenbar beschlossen hatte, die Flevo Boys gleich zu Spielbeginn aus dem Konzept zu schießen. Das Resultat: ein 6:0 (5:0)‑Kantersieg, der weniger an Fußball erinnerte als an ein choreographiertes Kunstwerk mit gelegentlichen Lachern aus der gegnerischen Abwehr.

Schon nach zwei Minuten brach der Abend für die Gäste zusammen: Zeeman Voores, dieser eiskalte Mittelstürmer mit dem Lächeln eines Mannes, der weiß, dass er gleich trifft, vollendete nach Vorarbeit von Logan McShane zum 1:0. "Ich dachte eigentlich, ich sei noch beim Aufwärmen", grinste Voores nach dem Spiel. "Aber der Ball lag da, und ich wollte nicht unhöflich sein."

Nur fünf Minuten später das nächste Kapitel im Lehrbuch des Offensivfußballs: Bastiaan Schuyler, der Flügelstürmer mit der Eleganz eines Tangotänzers, zirkelte den Ball ins lange Eck - wieder nach Pass von McShane. 2:0 in der siebten Minute, und die Flevo Boys sahen aus, als hätten sie die Spielanleitung zu Hause vergessen.

Nijkerk spielte weiter, als gäbe es kein Morgen. In der achten Minute wieder Voores - diesmal nach schöner Vorarbeit von Wouter Rutgers. 3:0, und auf der Tribüne fragte sich ein älterer Fan laut, ob man den Pausenpfiff vielleicht vorziehen könne, um die Gäste zu schonen.

Doch Sparta hatte noch nicht genug. In der zwölften Minute durfte auch Diego Oliveira ran - ein wuchtiger Rechtsaußen, der den Ball nach Zuspiel von Joris Winchel humorlos in die Maschen drosch. 4:0. Und als Voores in Minute 24 seinen dritten Treffer erzielte, diesmal auf Vorlage von Rechtsverteidiger Nael Obregon, war das Spiel praktisch entschieden.

Trainer Markus Kuzmich stand an der Seitenlinie, verschränkte die Arme und lächelte zufrieden: "Ich hatte den Jungs gesagt, sie sollen Spaß haben. Vielleicht hätte ich hinzufügen sollen: nicht auf Kosten anderer."

Die Flevo Boys? Nun ja, sie versuchten es. Lorenzo Costa schoss in der neunten Minute einmal gefährlich, später noch in der 76. und 91. Minute - aber Torwart Benjamin Giles ließ sich die weiße Weste nicht nehmen. Immerhin: Die Gäste hielten den Ball mit fast 49 Prozent Ballbesitz erstaunlich häufig in den eigenen Reihen. Nur: Ballbesitz ohne Richtung ist wie ein Navigationsgerät ohne Strom.

Nach dem Pausentee schaltete Nijkerk zwei Gänge zurück - was in diesem Fall bedeutete: nur noch ein Tor. In der 65. Minute traf der eingewechselte Noach Brinkerhoff, 21 Jahre jung, nach Vorarbeit von Winchel zum 6:0. Ein Treffer, der so locker wirkte, als habe er ihn am Trainingsfreitag schon mal geübt. "Ich wollte eigentlich abspielen", sagte Brinkerhoff später mit einem breiten Grinsen. "Aber dann dachte ich: Warum nicht gleich selbst Geschichte schreiben?"

Die restlichen Minuten dienten der Kür: ein paar elegante Kombinationen, drei Gelbe Karten für Nijkerk (Bleecker, Miller, Mesick), vermutlich um das Schiedsrichterteam wachzuhalten, und ein Torhüter Giles, der sich mit spektakulären Flugeinlagen gegen die Langeweile wehrte.

Statistisch betrachtet war das Spiel fast ausgeglichen - 51 Prozent Ballbesitz für Nijkerk, 19 Torschüsse gegenüber sechs der Flevo Boys. Nur: die Qualität der Chancen unterschied sich wie Haute Cuisine und Dosenravioli.

Nach dem Abpfiff suchten die Gäste Trost in Galgenhumor. "Wir wollten offensiv spielen", murmelte ein erschöpfter Lorenzo Costa, "aber irgendwie war der Ball immer schon da, wo wir nicht waren."

Kuzmich hingegen gab sich fast philosophisch: "Manchmal passt einfach alles - Laufwege, Pässe, Laune. Heute war so ein Tag. Wenn wir das konservieren könnten, hätten wir ein Patent auf guten Fußball."

Der Abend endete mit stehenden Ovationen. Die Fans sangen, die Spieler grinsten, und die Flevo Boys schlichen vom Platz, als hätten sie gerade eine besonders strenge Lehrstunde hinter sich. Sparta Nijkerk ist nach diesem 6:0 jedenfalls kein Geheimtipp mehr - eher eine öffentliche Drohung an den Rest der Liga.

Und irgendwo in der Kabine soll Voores noch gesagt haben: "Markus hat gesagt, wir sollen weiter hungrig bleiben. Aber ehrlich - nach drei Toren bin ich heute satt."

Ein bisschen Ironie, ein bisschen Größenwahn, viel Fußballkunst - Sparta Nijkerk hat an diesem Abend gezeigt, dass man auch im Januar ein Sommermärchen schreiben kann.

22.02.643987 19:38
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