Sportpress
+++ Sportzeitung für Slowakei +++

Spartak Senec zerlegt Slavoj Trebisov - ein 7:0 mit Ansage

Es gibt Spiele, in denen man schon nach zehn Minuten ahnt, dass der Abend lang werden könnte - zumindest für eine der beiden Mannschaften. Das Duell zwischen Spartak Senec und Slavoj Trebisov am 5. Spieltag der 1. Liga Slowakei war genau so ein Fall. Schon nach acht Minuten klingelte es erstmals: Xabier Arredondo drosch den Ball nach Vorlage von Alex Couto unter die Latte, als wolle er die Torstatistik persönlich neu schreiben. 23 902 Zuschauer im Senecer Stadion rieben sich verwundert die Augen - nicht etwa über den Treffer, sondern über das anschließende Dauerfeuer.

"Nach dem ersten Tor dachte ich, wir spielen heute auf Zeit", grinste Spartak-Trainer Kevo Kevoo später, "aber die Jungs hatten offenbar andere Pläne."
Andere Pläne bedeuteten: Vollgas. In der 20. Minute tauchte Rechtsverteidiger Evan McGeady urplötzlich im Strafraum auf, als hätte er sich dorthin verirrt - und schob den Ball nach Pass von Klaus Ahrens eiskalt ins lange Eck. Zwei Null, zwanzig Minuten, die Sonne war noch nicht untergegangen, und Trebisov schon fast erledigt.

Von da an schien Spartak Senec das Spiel als Trainingsübung zu betrachten. Jordi Arrieta traf in der 37. und 40. Minute doppelt, dazwischen jonglierte Adrian Garcia Bälle wie auf dem Jahrmarkt, während Trebisovs Abwehr ratlos wirkte. Filip Svento, der 19-jährige Mittelfeldmotor, krönte die erste Halbzeit mit dem 5:0 nach Vorarbeit von Arredondo - ein Tor, das sogar den Balljungen kurz vom Handy aufblicken ließ.

Zur Pause war das Spiel entschieden, aber Spartak hatte noch Spaß. Gleich nach Wiederanpfiff erhöhte Alex Couto auf 6:0 (46.), und man hörte förmlich das kollektive Seufzen der Gäste. "Ich habe in der Kabine gesagt: Jungs, haltet wenigstens das Ergebnis", erzählte ein sichtlich gezeichneter Trebisov-Kapitän Jozef Borbely später. "Einer fragte: Welches Ergebnis?"

In der 65. Minute machte Arrieta mit seinem dritten Treffer den Deckel drauf - 7:0. Ein Hattrick, so mühelos wie ein Sonntagsspaziergang. Dabei hatte Spartak nicht einmal mehr Ballbesitz (48 Prozent), aber 28 Torschüsse sprechen ihre eigene Sprache. Trebisov kam auf ganze drei - vermutlich mehr aus Versehen als aus Überzeugung.

Trotz der Demütigung blieb das Spiel erstaunlich fair. Zwei Gelbe Karten für Senec - Eustatius Shuck (19.) und Adrian Garcia (77.) - waren eher Ausdruck von Übermotivation als von Härte. "Wir wollten einfach jeden Ball gewinnen", meinte Garcia später mit einem Schulterzucken. "Und manchmal auch den, der gar keiner war."

Ein kurzer Schreckmoment in der 72. Minute: Arredondo musste verletzt vom Platz, nachdem er bei einem Zweikampf unglücklich umknickte. Doch Kevoo nahm’s gelassen: "Er hat sieben Minuten länger gespielt, als ich geplant hatte. Also alles gut." Die Zuschauer verabschiedeten ihn mit Applaus - und wahrscheinlich auch ein bisschen Dankbarkeit für das Entertainment der ersten Stunde.

Die jungen Wilden durften zum Abschluss noch ran: Mit Radoslav Krajcik, Tomas Moder und Vratislav Hasa brachte Kevoo gleich drei Teenager. Einer von ihnen, Krajcik, feuerte in der Nachspielzeit noch einen wuchtigen Schuss aufs Tor - der 29. Torschuss des Abends, wie die Statistik nüchtern festhält.

Nach Abpfiff wirkte Spartak fast verlegen über den Kantersieg. "So etwas passiert uns nicht oft", meinte Dreifachtorschütze Arrieta und grinste breit. "Normalerweise schießen wir weniger - aber wenn’s läuft, dann läuft’s."

Kevoo Kevoo hatte das letzte Wort des Abends: "Ich sag den Jungs immer: Wenn ihr Spaß habt, hat der Gegner ein Problem." Das dürfte Slavoj Trebisov nun unterschreiben - sofern sie nach diesem 0:7 noch einen Stift halten können.

Ein Satz bleibt aus Sicht von Spartak hängen: Es war ein Spiel, das man nicht vergisst - weil man selten so viel Spielfreude, Präzision und Ironie in 90 Minuten Fußball sieht. Und wer weiß: Vielleicht schaut man in Trebisov beim nächsten Mal lieber erst in die Wetter-App, bevor man nach Senec reist - da wird’s nämlich regelmäßig stürmisch.

06.03.643987 09:34
Login
Emailadresse
Passwort
Sprücheklopfer
Wenn ich über das Wasser laufe, dann sagen meine Kritiker, nicht mal schwimmen kann er.
Berti Vogts
NETZWERK
Football Manager
Manager de fútbol
Calcio manager
Football Manager
LINKS
Kostenlos registrieren
Online-Hilfe
Freie Teams
Spieltag & Tabelle
Plattform-News
COMMUNITY
Zeitung
Stammtisch
Chat
ÜBER UNS
Impressum
Kontakt
AGB
Managerspiel Onlinemanager