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Serie C1 | 9. Spieltag | 01.11.26 | Spezia - Celano Olimpia 3:0 Spezia begann mit erkennbarem Vorwärtsdrang, allerdings zunächst ohne die ganz große Durchschlagskraft. Paolo Colussi prüfte Celanos Abwehr bereits in der fünften Minute, Gianni Serra legte zwischen der 18. und 29. Minute gleich drei weitere Versuche nach. Das Tor blieb dennoch ein gut bewachtes Sperrgebiet. Samuele Staletti und Enzo Mancini beteiligten sich ebenfalls an der Belagerung, doch Celano hielt stand - wenn auch nicht unbedingt aus einer Position souveräner Kontrolle. "Wir wollten ruhig bleiben", sagte ein Spezia-Spieler später sinngemäß. Auf der Tribüne klang das in der ersten Hälfte etwas anders: "Ruhig bleiben ist schön, aber irgendwann könnte der Ball auch mal ins Tor." Ein Gedanke, der vermutlich in mehreren Reihen des Stadions geteilt wurde. Für Spezia kam es in der 30. Minute zudem ungemütlich: Giovanni Montegiordano musste verletzungsbedingt vom Feld. Die Partie blieb trotzdem in der Hand der Gastgeber. Celano kam bis zur Pause kaum zu gefährlichen Abschlüssen und verzichtete taktisch konsequent auf aktives Pressing. Das war einerseits diszipliniert, andererseits ungefähr so einladend wie eine offene Haustür. Nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst wenig am Kräfteverhältnis - dann aber am Ergebnis. In der 49. Minute war es so weit: Colussi, der schon zuvor wiederholt den Abschluss gesucht hatte, traf zur Führung. Roberto Carli lieferte die Vorarbeit, und Spezia hatte endlich den Lohn für seine Geduld. Celano antwortete kurz darauf mit einem Versuch von Innenverteidiger Angelo Montepaone, doch dieser blieb einer von lediglich zwei Torschüssen der Gäste im gesamten Spiel. Spezia blieb am Drücker. In der 56. Minute scheiterte Staletti, eine Minute später versuchte es Giulio Ceccarelli. Der zweite Treffer lag spürbar in der Luft - und fiel in der 72. Minute. Enzo Mancini erhöhte nach Zuspiel von Ceccarelli auf 2:0. Bemerkenswert: Mancini hatte bereits vor der Pause auf das Tor geschossen und war nun zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Ein Verteidiger mit Torinstinkt - oder einfach jemand, der keine Lust hatte, die Partie unnötig spannend zu lassen. "Nach dem ersten Tor war die Mannschaft viel freier", lautete die sinngemäße Einschätzung des Spezia-Trainers. Celanos Trainer hätte dem vermutlich wenig hinzuzufügen gehabt. Seine Mannschaft blieb bei der ausgewogenen Ausrichtung, fand aber keinen Weg zurück ins Spiel. Giulio Perrone und Mancini suchten weiter den Abschluss, Staletti ohnehin. Der 22-Jährige belohnte sich schließlich in der 87. Minute selbst: Nach Vorlage von Fabrizio Aiello traf er zum 3:0. Celano hatte durch Gianni Isca in der 89. Minute noch eine letzte Gelegenheit, doch auch dieser Versuch änderte nichts mehr. Spezia gewann verdient, mit klarer Überlegenheit bei Ballbesitz, Torschüssen und Zweikämpfen. Nach einer torlosen ersten Hälfte zeigte der Gastgeber, dass Geduld im Fußball durchaus eine Tugend sein kann - solange man sie irgendwann gegen drei Tore eintauscht. 02.11.2026 15:28 |
Sprücheklopfer
Da hat sich die deutsche Auswahl glücklicherweise qualifiziert, was nicht selbstverständlich ist, und dann wird von dieser WM keine Notiz genommen, nur weil sie in Afrika oder Südamerika stattfindet.
Franz Beckenbauer über die U20-WM in den Vereinigten Arabischen Emiraten