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Stenlose dreht das Spiel: Bloch krönt Guadiolas wilde Schlussidee

Superligaen | 11. Spieltag | 21.08.26 | Stenlose BK - Aalborg SC 2:1

Stenlose BK hat am 11. Spieltag der Superligaen einen Rückstand in einen 2:1-Sieg gegen Aalborg SC verwandelt. Vor 35.128 Zuschauern setzte sich die Mannschaft von Pep Guardiola am Freitagabend mit 2:1 (1:1) durch - und bewies dabei, dass Ballbesitz nicht zwingend nötig ist, wenn man dafür mehr Tore schießt. Eine Erkenntnis, die im Fußball ungefähr so revolutionär ist wie die Feststellung, dass ein Regenschirm bei Regen hilft.

Dabei begann Aalborg keineswegs schüchtern. Die Gäste, von Georgi Hagi offensiv eingestellt, suchten von Beginn an den Weg nach vorn. Hagen Thuesen prüfte Stenloses Torwart Matthias Franke bereits in der 12. Minute und blieb auch danach ein Dauerärgernis für die Heimabwehr. Vier Minuten später zwang Janos Eisenhoffer die Defensive zu erhöhter Aufmerksamkeit, ehe Aalborg in der 23. Minute zuschlug.

Eisenhoffer vollendete nach Vorlage von Edvin Petersen zum 1:0. Der Stürmer hatte zuvor bereits mehrfach angedeutet, dass er an diesem Abend nicht gekommen war, um sich die Aussicht auf das Tor lediglich aus sicherer Entfernung anzusehen. Stenlose wirkte kurz unsortiert, vielleicht auch ein wenig beleidigt. Schließlich hatte die Mannschaft bis dahin den freundlicheren Eindruck gemacht.

Die Gastgeber antworteten mit einer Reihe von Abschlüssen. Theo Preston, Harrison Tremblay, Anthony Conte und Taylor Dunne versuchten sich, doch Aalborgs Torwart Jan Ali hielt zunächst stand. "Wir hatten viele Ideen, aber nicht jede davon war sofort eine gute", soll Guardiola später mit jener Ruhe gesagt haben, die Trainer besonders gern zeigen, wenn sie gerade beinahe den Anschluss verpasst hätten.

Kurz vor der Pause wurde Stenlose schließlich belohnt. In der 44. Minute traf Paulus Bengtsson zum 1:1, Hjalmar Bloch lieferte die Vorlage. Die 20-jährige Offensivkraft Bengtsson brachte damit wieder Ordnung in eine Partie, die bis dahin eher einem gut besuchten Flipperautomaten glich: ständig Bewegung, gelegentlich ein Treffer, und niemand wusste genau, wo der Ball als Nächstes auftauchen würde.

Nach dem Seitenwechsel blieb Stenlose gefährlich. Die Gastgeber erhöhten den Druck, ohne dabei in kopflose Hektik zu verfallen. Guardiola ließ kurz nach Wiederbeginn wechseln und brachte neue Energie ins Mittelfeld. Aalborg hatte zwar mit 52,7 Prozent etwas mehr Ballbesitz, doch Stenlose schoss insgesamt 17-mal auf das Tor - siebenmal häufiger als die Gäste. In der 61. Minute zahlte sich diese Beharrlichkeit aus.

Bloch, der bereits das erste Tor vorbereitet hatte, erzielte selbst das 2:1. Herman Sundström legte auf, Bloch vollendete. Der junge Angreifer war damit an beiden Stenlose-Treffern beteiligt und avancierte zum Mann des Abends. "Ich habe beim ersten Tor gedacht: Paulus macht das. Beim zweiten dachte ich: Dann mache ich es eben selbst", lautete Blochs angebliches Erfolgsrezept nach dem Schlusspfiff. Bescheidenheit ist schön, aber manchmal auch einfach Zeitverschwendung.

Aalborg gab sich nicht geschlagen. Eisenhoffer suchte in der Schlussphase noch zweimal den Abschluss, doch Franke und seine Vorderleute hielten stand. Stenlose verteidigte mit zunehmendem Einsatz, presste spät sogar aktiver und rettete den knappen Vorsprung über die Zeit. Oscar Willoughby sah früh Gelb, Preston und Sergio Gelmirez folgten ebenfalls - dramatisch wurde es vor allem sportlich, nicht disziplinarisch.

So blieb es beim 2:1. Stenlose gewann trotz weniger Ballbesitz, aber mit mehr Torgefahr und dem besseren Finish. Aalborg darf sich immerhin damit trösten, die Statistik gewonnen zu haben. Punkte gibt es dafür bekanntlich weiterhin nicht.

21.08.2026 22:15
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