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SV Linx ringt Darmstadt nieder - Kühne und Jahn treffen beim 2:1-Heimsieg

Es war ein kalter Freitagabend in Linx, doch 4505 Zuschauer im kleinen Stadion am Rhein hatten schnell vergessen, dass ihre Finger gefroren. Dafür sorgten elf beherzte Linxer, die den Regionalliga-Giganten aus Darmstadt mit viel Mut, Kampf und ein bisschen Chaos 2:1 (2:1) bezwangen. Ein Spiel, das von Beginn an Tempo, Tore und Temperament bot - und in dem ein 32-jähriger Routinier und ein 23-jähriger Wirbelwind den Unterschied machten.

Schon in der 11. Minute bebte die Haupttribüne: Robert Jahn, der rechte Flügelflitzer, bekam den Ball von Mittelfeldmotor Bernt Kühne maßgerecht in den Lauf gespielt. "Ich hab ihn einfach reingehämmert, bevor ich nachdenken konnte", grinste Jahn später, noch mit einem Stück Rasen im Haar. Es war der Auftakt zu 90 Minuten, die der SV Linx mit Leidenschaft und erstaunlicher Zielstrebigkeit bestritt.

Darmstadt, mit einem offensiv ausgerichteten System und Trainer Maxim Aman an der Seitenlinie, brauchte etwas, um in die Partie zu finden. "Wir wollten ruhig bleiben, Ballbesitz aufbauen", erklärte Aman nach dem Spiel. Tatsächlich hatten seine Lilien am Ende mit 52 Prozent etwas mehr vom Spiel, aber Linx wusste mit den Chancen besser umzugehen.

In der 29. Minute drehte sich das Spiel kurz - Dimitar Borimirow nutzte eine feine Hereingabe von Linksverteidiger Evan Willoughby und traf zum 1:1-Ausgleich. Linx’ Keeper Oscar Haase streckte sich vergeblich, die Darmstädter Bank jubelte, als wäre das Spiel schon entschieden. Doch wer Linx kennt, weiß: die geben nicht auf, nicht zu Hause, und schon gar nicht nach nur 18 Minuten Führung.

Nur zwei Minuten später stand das Stadion Kopf: Bernt Kühne, der Mann mit der Übersicht eines Schachgroßmeisters, zog aus 18 Metern ab - die Kugel schlug unhaltbar ein. 2:1! "Carsten Vollmer hat mir den Ball perfekt hingelegt", erklärte Kühne, "und dann dachte ich mir: Wenn nicht jetzt, wann dann?" Trainer Michal Dickschat brüllte vor Freude und klopfte seinem Co-Trainer auf die Schulter, als hätte der gerade das Tor geschossen.

Was folgte, war ein Spiel zwischen Nervenstärke und Nervenzusammenbruch. Linx rannte weiter, als wäre es das Pokalfinale, Darmstadt suchte verzweifelt Lücken. Doch 22:7 Torschüsse zugunsten der Gastgeber sprechen eine klare Sprache: Linx wollte den Sieg, Darmstadt wollte ihn nur irgendwie erzwingen.

Die zweite Halbzeit begann mit einer Schrecksekunde: Darmstadts Innenverteidiger Philip Kunz musste nach einem Zweikampf verletzt raus, Benjamin Noack kam für ihn. "Das war ein Schlag, ja", meinte Trainer Aman, "aber wir hätten trotzdem mehr draus machen müssen." Stattdessen bestimmten die Linxer den Rhythmus. Kühne verteilte Bälle wie ein Dirigent, der einen sehr lebhaften Orchestergraben im Griff hat, und der junge Johannes Urban prüfte den Gästetorwart gleich mehrfach - vergeblich, aber immer gefährlich.

Zur Stunde des Nachwuchses wurde die Schlussphase: Mit 18 Jahren durfte Eduardo Henrico in der 67. Minute ran. "Ich hatte Herzklopfen bis in die Stutzen", gab er später zu. Und tatsächlich, der Brasilianer brachte noch einmal Frische ins Spiel, prüfte Torwart Inigo Ronaldo in der 82. Minute und sorgte für Applaus von den Rängen.

Natürlich blieb es Linx nicht erspart, am Ende noch zu zittern. Darmstadts Ronald Becker (88.) und Kay Geier (91.) hatten jeweils den Ausgleich auf dem Fuß, doch Haase im Linxer Tor hielt, was zu halten war - und ein paar Dinge, die eigentlich nicht zu halten waren.

Drei Gelbe Karten, zwei für Linx (Shepherd, Schmitt) und eine für Darmstadts Prentiss, zeugten davon, dass es teilweise auch handfest zuging. "Wir haben uns nichts geschenkt, aber fair geblieben", meinte Linx-Trainer Dickschat und grinste. "Na ja, meistens."

Nach Abpfiff jubelte die Linxer Mannschaft gemeinsam mit den Fans, als hätte man die Meisterschaft geholt. "Das war pure Leidenschaft", lobte Dickschat, "und vielleicht auch ein bisschen Glück, aber das gehört dazu."

Darmstadt verließ den Platz enttäuscht, aber gefasst. "Linx war heute einfach galliger", gab Aman zu. "Wir müssen lernen, auch solche Spiele zu ziehen."

Und so bleibt vom 28. Spieltag der Regionalliga A die Erkenntnis: Der SV Linx kann mehr als nur mitspielen - er kann auch Favoriten schlagen. Kühne und Jahn werden sich noch lange auf die Schulter klopfen, und vielleicht erzählt man in Linx noch in Jahren vom Abend, als das Flutlicht ein kleines Fußballwunder beleuchtete.

Oder, wie ein Fan beim Hinausgehen sagte: "Wenn wir so weitermachen, müssen die Großen bald aufpassen." Ein Satz, der im Januar 2026 in Linx ein bisschen nach Wahrheit klang - und sehr nach Fußballromantik.

09.12.643987 02:21
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Meine Besonderheit ist, dass ich das Gleiche wie alle anderen Männer auch tue mit Frauen, nur 20 Minuten kürzer.
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