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Liga MX | 14. Spieltag | 24.08.26 | CA Tampico - Alacranes Durango 2:1 Vor 16.000 Zuschauern begann die Partie um 20 Uhr zunächst mit einem freundlichen Abtasten, das allerdings nur auf Tampicos Seite wirklich freundlich wirkte. Nach gerade einmal einer Minute prüfte Inigo Hermenegildo die Gästeabwehr. Kurz darauf meldete sich Fernando Assis zweimal zu Wort, während Emilio Ferreira für Durango bereits in der 16. Minute begann, die Statistikabteilung zu beschäftigen. Er sollte dies nicht nur einmal tun. Ferreira schoss in der ersten Halbzeit mehrfach, flankiert von weiteren Versuchen seiner Kollegen. Davib Malfoy und Lukas Rieger mischten ebenfalls kräftig mit. Tampico hielt dagegen, wenn auch mit überschaubarer numerischer Begeisterung. Jamie Dennehy, Jozef Kroca, Jacinto Aguas und Christiano Gontan sorgten dafür, dass Torwart Vincent Antolin nicht völlig in die Abendruhe fiel. Tore aber fielen zunächst keine. 0:0 zur Pause - ein Ergebnis, das beide Trainer vermutlich unterschiedlich bewerteten. Bei Durango dürfte man sich gefragt haben, ob man den Ball vielleicht noch ein wenig länger ins Tor schießen müsse. Bei Tampico konnte man sich immerhin damit trösten, dass die Null auf der richtigen Seite stand. Zur Halbzeit reagierte Durangos Trainer Manni Kaltz doppelt. Pablo Rodriguez und Giovanni Di Lorenzo kamen ins Spiel, Karol Varga und Olgun Balkan gingen vom Feld. Außerdem schaltete Durango nun sichtbar auf aktives Pressing. Die Gäste waren aggressiv, mitunter sehr aggressiv, und gewannen laut Statistik auch 53,4 Prozent der Zweikämpfe. "Wir wollten Druck machen, und zwar nicht nur auf die Kaffeetassen in der Kabine", soll Kaltz nach dem Spiel mit trockenem Humor gesagt haben. Der Druck zahlte sich zunächst aus. In der 52. Minute traf Davib Malfoy zur Führung für Durango. Lukas Rieger lieferte die Vorarbeit, Malfoy vollendete - und plötzlich sah alles danach aus, als würde sich die Schussbilanz endlich in der einzig denkbaren Form auszahlen. Auf der Tribüne soll ein Tampico-Fan seinem Nebenmann zugeraunt haben: "Keine Sorge, wir haben noch fünf Minuten, um das Spiel komplett unlogisch zu machen." Er sollte recht behalten, wenngleich es fünf Minuten mehr wurden. Nur fünf Minuten später schlug Tampico zurück. Christiano Gontan erzielte nach Zuspiel von Jamie Dennehy das 1:1. Ausgerechnet Dennehy, der zuvor selbst einen Versuch abgegeben hatte, wurde zum Lieferanten für den Ausgleich. Tampico hatte nun Blut geleckt - oder zumindest bemerkt, dass das Tor nicht ausschließlich dekorative Funktion besitzt. In der 65. Minute drehte Jacinto Aguas die Partie endgültig. Noe Dominguez bereitete den Treffer vor, Aguas setzte den Ball zum 2:1 ins Netz. Durango antwortete mit dem, was es an diesem Abend im Überfluss besaß: weiteren Abschlüssen. Rieger, Ferreira und Malfoy feuerten bis in die Schlussphase, Malfoy sogar noch in der Nachspielzeit. Doch Tampico überstand das Dauerklingeln. "Wir hatten nicht mehr Ballbesitz, nicht mehr Torschüsse und vermutlich auch nicht mehr Ruhepuls", wurde ein Tampico-Spieler nach Abpfiff zitiert. "Aber wir hatten die besseren Momente." Das ist, nüchtern betrachtet, die höfliche Umschreibung für: Zwei Chancen genutzt, drei Punkte eingepackt. Tampico blieb taktisch ausgewogen und verzichtete weitgehend auf Pressing. Durango hingegen presste bis zum Schluss und erhöhte den Einsatz. Genützt hat es nichts. Die Gäste hatten den Ball mit 51,6 Prozent etwas häufiger, nahmen ihn aber ohne Punkte wieder mit nach Hause. Tampico gewann 2:1 - und bewies einmal mehr, dass Fußball keine Mathematikprüfung ist. Gelukkig, dürften sich die Gastgeber denken. Ansonsten wäre dieser Abend deutlich unangenehmer ausgegangen. 24.08.2026 21:17 |
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