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Premier League | 14. Spieltag | 24.08.26 | Tel Aviv Orange - Tirat Carmel FC 0:0 Denn Tirat Carmel war über weite Strecken die deutlich aktivere Mannschaft. 16 Torschüsse verzeichnete der Gast, Tel Aviv Orange gerade einmal zwei. Beim Ballbesitz herrschte dagegen beinahe mathematische Harmonie: 50,45 Prozent für die Gastgeber, 49,55 für Tirat Carmel. Der Ball war also ungefähr gleich oft bei beiden Teams. Nur das Tor mied er konsequent - offenbar aus Prinzip. Der Anpfiff um 20.30 Uhr war kaum verklungen, da eröffnete Claude Gaudin die Belagerung. Nach einer Minute prüfte der Mittelstürmer die Defensive der Gastgeber, zwei Minuten später folgte Rasmus Clausen. Einar Berthelsen schoss in der vierten Minute, Gaudin legte in der siebten und neunten nach. Tirat Carmel griff über die Flügel an, trat offensiv auf und schoss, wann immer sich auch nur der Verdacht einer Gelegenheit ergab. Der Plan war klar. Die Ausführung war engagiert. Das Ergebnis blieb ausbaufähig. Tel Aviv Orange hatte sich taktisch für eine ausgewogene, eher vorsichtige Herangehensweise entschieden. Kein aktives Pressing, kontrolliertes Passspiel, lieber die sichere Chance als der heroische Versuch aus 30 Metern. Das klang auf dem Papier vernünftig und sah auf dem Platz zeitweise aus wie ein höfliches Angebot an Tirat Carmel, doch bitte selbst das Spiel zu machen. "Wir wollten ruhig bleiben und nicht in Panik geraten", hätte ein Tel-Aviv-Spieler nach dem Abpfiff sagen können. "Nach den ersten zehn Minuten war die Panik allerdings schon ziemlich ruhig." Tatsächlich musste die orangefarbene Defensive früh Schwerstarbeit verrichten. Sigurd Carlsen schoss in der 14. und 20. Minute, Nelson Coluna versuchte es in der 26. Minute. Tel Aviv kam erst in der 31. Minute durch Pinchas Sahar zu seinem ersten Torschuss. Wouter Dorlan folgte vier Minuten später. Mehr kam in der ersten Hälfte nicht. Zur Pause stand es 0:0, obwohl Tirat Carmel die Partie mit Nachdruck betrieben hatte. Trainerin Babsi Klemm reagierte und brachte zur zweiten Hälfte Joel Cantwell für Rasmus Clausen sowie Ivar Munk für Sigurd Carlsen. Der Angriff blieb offensiv, zunächst jedoch ohne größere Wirkung. Tel Aviv hielt an seiner Linie fest: kompakt stehen, sauber verschieben, möglichst wenig Risiko. Es war kein Fußball für Menschen, die Überraschungen lieben. Gaudin meldete sich in der 62. Minute erneut zu Wort, Rafael Gelmirez versuchte es zwei Minuten später. In der 69. Minute zielte Cantwell, später scheiterte Gaudin in der 90. Minute noch einmal. Jaime Sancho hatte in der Nachspielzeit die letzte nennenswerte Möglichkeit. Der Ball flog, die Hoffnung flog kurz hinterher - beide landeten nicht im Tor. Tel Aviv musste in der Schlussphase zudem aufpassen: Yossi Ramon sah in der 81. Minute Gelb, Barak Bischara eine Minute später. Tirat Carmel erhöhte nun den Einsatz und presste aktiver, doch selbst dieser späte Energieschub brachte keinen Treffer. "Wir haben alles versucht", hätte Babsi Klemm anschließend sagen können. "Vielleicht sogar alles ein bisschen zu oft." Der Satz wäre passend gewesen. Tirat Carmel hatte die Chancen, Tel Aviv die Geduld - und am Ende hatten beide denselben Punkt. Fußball kann ungerecht sein. Manchmal ist er einfach nur torlos. 24.08.2026 21:33 |
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