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Premier League | 6. Spieltag | 16.08.26 | Petah Reds - Tirat Carmel FC 1:2 Dabei begann der Abend ganz nach dem Geschmack der Reds. Petah spielte ausgewogen, kontrolliert und ohne übermäßige Hektik. Tirat Carmel dagegen kam offensiv über die Flügel, schoss aus allen möglichen Lagen und ging die Zweikämpfe mit einer Aggressivität an, die man freundlich als "sehr engagiert" bezeichnen könnte. Nach elf Minuten prüfte Robert Catalano erstmals die Petah-Abwehr, kurz darauf versuchte sich Sigurd Carlsen. Die Gäste machten Druck, doch Petah hatte die bessere Antwort. In der 14. Minute schlug Gianluigi Albanese zu. Nach Vorarbeit von William Girard traf der linke Angreifer zur Führung für die Gastgeber. 1:0 - und das Stadion verwandelte sich in eine Mischung aus Fußballtempel und akustischem Freudensturm. "Ich habe den Ball gesehen und dachte: Der möchte heute offenbar ins Tor", hätte Albanese in einer fiktiven Nachspielszene schmunzelnd sagen können. Tatsächlich blieb es bei diesem einen Treffer des 29-Jährigen, obwohl er später noch mehrfach den Abschluss suchte. Die Reds blieben gefährlich. Albanese zwang die Gästeabwehr in der 35. Minute erneut zur Aufmerksamkeit, Israel Begin versuchte es kurz darauf gleich zweimal. Eli Ramon schaltete sich aus dem zentralen Mittelfeld ein, und Petah ging mit einer verdienten 1:0-Führung in die Pause. Tirat Carmel hatte zwar gute Ansätze, aber noch keine Antwort auf den Rückstand. Die Antwort kam nach dem Seitenwechsel - und sie kam mit Nachdruck. Tirat Carmel blieb seiner offensiven Ausrichtung treu, spielte weiter über außen und erhöhte den Druck. In der 51. und 53. Minute tauchten die Gäste gefährlich vor dem Tor auf, in der 66. Minute war Carlsen erneut zur Stelle. Petah verteidigte, blieb aber auffällig passiv. Pressing? Fehlanzeige. Die Reds setzten auf Geduld - eine noble Tugend, die im Fußball allerdings gelegentlich mit Schlafmützigkeit verwechselt wird. In der 60. Minute sah Meir Vilner Gelb, vier Minuten später wurde Julian Botin verwarnt. Kurz darauf musste Israel Begin verletzt vom Feld. Nelio Ze Castro kam für ihn in die Partie. Die Gäste spürten ihre Chance und nutzten sie in der 69. Minute: Einar Berthelsen bereitete vor, Ansgar Henriksson traf aus dem Mittelfeld zum 1:1. Der Ausgleich war nach der Druckphase der Gäste keineswegs unverdient. Nun entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Beide Mannschaften kamen auf neun Torschüsse. Petah hatte mit 51,1 Prozent etwas mehr Ballbesitz, Tirat Carmel lag mit 48,9 Prozent nur knapp dahinter. Auch bei den Zweikämpfen war die Partie beinahe ausgeglichen - mit leichten Vorteilen für die Gäste. Rafael Gelmirez sah in der 81. Minute Gelb, doch die eigentliche Strafe für Petah folgte später. In der dritten Minute der Nachspielzeit flankte sich Tirat Carmel noch einmal nach vorn. Henriksson, inzwischen bereits Torschütze und Antreiber, legte für Hjalmar Dalgaard auf. Der rechte Verteidiger blieb cool und traf zum 2:1. "Wir haben bis zum Schluss daran geglaubt", hätte Trainerin Babsi Klemm danach sagen können - ein Satz, der im Fußball oft bemüht wird, diesmal aber tatsächlich passte. Petah Reds 1, Tirat Carmel FC 2. Die Gäste feiern, die 36.000 Heimfans starren auf die Anzeigetafel. Und irgendwo in Petah fragt sich vermutlich jemand, warum ein Spiel 90 Minuten dauert, wenn man die entscheidende Lektion auch in drei Nachspielzeit-Minuten lernen kann. 16.08.2026 21:10 |
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