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Eliteserien | 9. Spieltag | 19.08.26 | Trondheim BK - Bärum FB 4:2 Dabei begann der Abend in Trondheim mit einem Warnsignal. Nuno Suarez prüfte Bärums Torhüter bereits in der 2. Minute, legte fünf Minuten später nach und schoss in der 9. Minute erneut auf das Tor. Der rechte Angreifer hatte offenbar beschlossen, die gegnerische Abwehr zunächst mit einer kleinen Serie von Erinnerungen an seine Existenz zu versorgen. In der 13. Minute war es dann so weit: Suarez traf zur Führung, Joan Granero lieferte die Vorlage. Trondheim hatte das Spiel im Griff, besaß mehr vom Ball und kombinierte mit einem klar offensiven Ansatz. Doch Bärum erwies sich als Mannschaft, die sich von Spielkontrolle nicht sonderlich beeindrucken lässt. Nur vier Minuten später glich Nevio Ze Castro für die Gäste aus, Thierry Lockhart hatte den Treffer vorbereitet. Kaum war der Jubel verklungen, legte Bärum nach: In der 19. Minute traf Dylan Clancy nach Zuspiel von Fabio Mascarenhas zum 2:1. Die Gastgeber hatten mehr Ballbesitz, mehr Struktur und vermutlich auch die schönere Statistik - Bärum aber hatte zu diesem Zeitpunkt das schönere Ergebnis. "Wir wollten ruhig bleiben", sagte Trondheim-Trainer Kämmerer sinngemäß am Spielfeldrand. "Das ist leicht gesagt, wenn der Gegner zweimal trifft und man selbst gerade überlegt, ob Ballbesitz auch Punkte bringt." Die Szene war bezeichnend: Während Kämmerer gestenreich nach vorne zeigte, rief ein Zuschauer hinter ihm: "Uwe, die Tore stehen da drüben!" Ein taktischer Hinweis, der vermutlich nicht im Trainerlehrbuch steht, aber seinen Zweck erfüllte. Kurz vor der Pause schlug Trondheim zurück. In der 45. Minute erzielte Granero den Ausgleich, Adam Bosworth bereitete vor. 2:2 - ein Halbzeitstand, der nach vier Toren in 45 Minuten fast schon wie eine Verschnaufpause wirkte. Die Gäste wechselten zur Pause Roger Marceau für Antonio Zorrilla ein, doch die entscheidende Veränderung vollzog sich auf dem Rasen. Trondheim kam mit Nachdruck aus der Kabine. In der 49. Minute traf Gabriel Callahan nach Vorlage von Bosworth zum 3:2. Fünf Minuten später erhöhte Jorgen Berg auf 4:2, Ewan Rose stand diesmal als Vorbereiter im Spielbericht. Bärum war nun gezwungen, offensiver zu werden. In der Schlussphase setzten die Gäste tatsächlich auf aktives Pressing, doch die Aufholjagd blieb aus. Das lag auch daran, dass Trondheim seine Führung konsequent verteidigte. Die Gastgeber kamen insgesamt auf 15 Torschüsse, Bärum auf neun. Mit 55,7 Prozent Ballbesitz hatte Trondheim zudem die etwas größere Kontrolle über das Geschehen. Bei den gewonnenen Zweikämpfen lag das Heimteam ebenfalls vorn: 53 Prozent zu knapp 47 Prozent. Die Zahlen bestätigten, was nach der Pause ohnehin jeder sah - Trondheim war wacher, präziser und unangenehm entschlossen. Bärum wechselte in der 77. Minute doppelt, unter anderem kam der 17-jährige Kalman Hannich ins Spiel. Doch auch seine späte Energie konnte die Partie nicht mehr drehen. Stattdessen sammelte die Begegnung noch einige gelbe Karten: fünf insgesamt, verteilt auf beide Teams. Der Fußball hatte also nicht nur Tore, sondern auch seine üblichen kleinen Randnotizen im Angebot. "Nach dem 2:2 haben wir gezeigt, dass wir dieses Spiel gewinnen wollen", lautete Kämmerers sinngemäße Bilanz. Savo Partizan, Trainer der Gäste, dürfte weniger Gesprächsbedarf gehabt haben. Seine Mannschaft war lange effizient, verlor aber nach der Pause den Zugriff. Trondheim gewinnt verdient 4:2. Bärum darf sich immerhin damit trösten, dass sechs Tore gefallen sind. Für neutrale Zuschauer ist das bereits ein Erfolg - für die Abwehrreihen war es eher eine Teamsitzung mit schlechtem Ausgang. 20.08.2026 16:09 |
Sprücheklopfer
Früher passten seine Freunde in einen Eisenbahnwaggon, heute in ein Goggomobil.
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