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Süper Lig | 33. Spieltag | 13.09.26 | Türkgücü Karsspor - Diarbakirspor 2:0 "Wir wollten früh zeigen, dass wir heute nicht zum Kaffeetrinken auf dem Platz stehen", sagte Trainer Akin Nasa nach der Partie. Ein Satz, der angesichts von 20 Torschüssen durchaus als Arbeitsnachweis durchgeht. Diarbakirspor begann mit 55,99 Prozent Ballbesitz sogar optisch überlegen. Der Ball war also häufiger bei den Gästen - nur leider meistens dort, wo er niemandem besonders weh tun konnte. Der erste Abschluss gehörte Pedro Deco in der 3. Minute, doch mehr als ein kurzer Warnhinweis war das nicht. Türkgücü antwortete mit Richard Schulte, der in der 2. Minute bereits den ersten Versuch für die Hausherren abgegeben hatte. Der Innenverteidiger schien dabei offensiv ambitionierter als mancher ausgewiesene Angreifer. In der 12. Minute schlug Simak erstmals zu. Klaus Reiter bereitete den Treffer vor, Simak vollendete aus zentraler Position und brachte das Stadion zum Beben. Fünf Minuten später war es erneut der Mittelstürmer, der Diarbakirspors Abwehr vor unlösbare Aufgaben stellte. Diesmal kam die Vorarbeit von Alfie Long, der von rechts Maß nahm. Simak schob ein, als hätte er den Spielbericht bereits gelesen. "Nach dem zweiten Tor dachte ich kurz, wir könnten uns zurücklehnen", sagte Simak mit einem Grinsen. "Dann kamen aber immer noch diese Bälle. Irgendjemand musste sie ja aufs Tor schießen." Dieser Jemand war in der Folge vor allem Tobias Bentsen. Der rechte Angreifer tauchte mehrfach gefährlich auf, prüfte Diarbakirspors Torhüter James Breadalbane und sorgte dafür, dass die Gäste kaum Zeit zum Luftholen bekamen. Auch Reiter, Nael Fontàs, Tiburtius Henriksson, Ben Feldmann und Vaclav Simak selbst feuerten weiter. Zwischen der 20. und 44. Minute verzeichnete Türkgücü beinahe im Minutentakt Abschlüsse. Diarbakirspor kam dagegen lediglich durch Deco in der 40. Minute noch einmal zu einem Torschuss. Die Zahlen erzählen den Abend ziemlich unbestechlich: 20:2 Torschüsse für Türkgücü. Beim Ballbesitz lag Diarbakirspor vorn, bei den gewonnenen Zweikämpfen hingegen der Gastgeber mit 58,77 Prozent. Wer behauptet, Fußball werde ausschließlich mit Ballbesitz gewonnen, musste an diesem Abend vermutlich früher nach Hause oder seine Statistik neu sortieren. Nach der Pause änderte sich am Bild wenig. Diarbakirspor blieb taktisch ausgewogen und verzichtete weiterhin auf aktives Pressing. Türkgücü agierte offensiv, schien dabei jedoch Kräfte sparen zu wollen - eine eigenwillige Kombination, die trotzdem funktionierte. Simak hatte in der 72. und 77. Minute weitere Möglichkeiten, Bentsen blieb bis in die Schlussphase lästig wie ein schlecht gelaunter Wecker. Türkgücü wechselte Martel, Bureau und Fontàs aus. Fontàs musste nach einer Verletzung in der 78. Minute vom Feld. Für Aufregung sorgten außerdem mehrere Verwarnungen: Reiter und Korsos sahen Gelb für die Hausherren, bei Diarbakirspor wurden Zorea, Santos und Simao verwarnt. Am Ende blieb es beim 2:0 (2:0). Diarbakirspor hatte mehr den Ball, Türkgücü aber eindeutig mehr vom Spiel. Oder, wie Nasa es sinngemäß formulierte: "Der Ballbesitz darf gern beim Gegner wohnen. Die Tore fühlen sich bei uns wohler." Die Statistik widerspricht ihm jedenfalls nicht. 13.09.2026 23:06 |
Sprücheklopfer
Ich habe ihn nur ganz leicht retuschiert.
Olaf Thon