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Landesliga 7 | 17. Spieltag | 03.10.26 | TuS Lohne - Mönchengladbach 2:2 Mönchengladbach legte los, als hätte jemand den Wecker zu früh gestellt. Bereits nach drei Minuten traf Claus Vetter zur Führung, vorbereitet von Sascha Petersen. Lohnes Hintermannschaft war da noch eher im Modus "Guten Abend, wir sind auch schon da". Vetter hatte zuvor bereits den ersten gefährlichen Abschluss der Partie abgegeben - und nutzte die nächste Gelegenheit dann konsequent. Die Gäste blieben zunächst gefährlich. Heidar Lindstrom prüfte die Lohner Defensive, Petersen und Lindstrom sorgten über die linke beziehungsweise rechte Seite für Unruhe. In der 16. Minute erhöhte Lindstrom auf 2:0, erneut war Petersen der Vorbereiter. Der 17-Jährige schob sich damit endgültig ins Rampenlicht - und vermutlich auch auf die Liste der Spieler, die man beim nächsten Mal lieber etwas früher begrüßt. Lohne hatte allerdings keineswegs vor, den Abend als Statist in einem Gladbacher Erfolgsfilm zu beenden. Berndt Wendt und Benyamin Runge hatten schon zuvor mehrfach den Torabschluss gesucht. In der 41. Minute belohnte sich Runge schließlich: Nach Vorlage von Wendt verkürzte der Angreifer auf 1:2. "Wir wussten, dass wir noch eine Antwort haben", soll Runge nach dem Abpfiff gesagt haben. "Nur hätte sie ruhig etwas früher kommen dürfen. Dann wäre mein Puls vielleicht auch noch im Normalbereich." Mit dem knappen Rückstand ging Lohne in die Pause, obwohl die Gastgeber über weite Strecken den Ball kontrollierten. 56,9 Prozent Ballbesitz standen am Ende für den TuS zu Buche, Mönchengladbach kam auf 43,1 Prozent. Die Gäste lauerten taktisch ausgewogen auf Konter, Lohne versuchte geduldiger aufzubauen. Nicht immer elegant, aber immerhin mit erkennbarem Plan - was im Fußball schon fast als Luxus gilt. Nach dem Seitenwechsel drängte Lohne weiter. Oscar Kirsch hatte bereits in der 48. Minute einen Abschluss abgegeben, in der 60. Minute war es dann so weit: Kirsch erzielte den Ausgleich, wieder lieferte Wendt die Vorlage. Der rechte Mittelfeldspieler sammelte damit seinen zweiten Assist des Abends. "Berndt hat heute offenbar beschlossen, dass er lieber vorbereitet als selbst schießt", kommentierte ein Zuschauer auf der Tribüne. "Kann man machen. Solange die anderen treffen." Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Lohne kam insgesamt auf 14 Torschüsse, Mönchengladbach auf 11. Die Gäste blieben durch Lindstrom, Thierry Gross und Sascha Petersen gefährlich, während Lohne über Runge, Kirsch und Andrew Marceau immer wieder den Weg nach vorn suchte. Ein später Siegtreffer lag in der Luft, blieb aber aus - vermutlich hatte der Ball an diesem Abend bereits genug Drama produziert. Mönchengladbachs Trainer Luca Orlando wechselte zwischen der 60. und 75. Minute dreimal, unter anderem kamen Hanns Hase, Claus Vetter und Tomas Köhler ins Spiel. Lohne verteidigte den Punkt mit Einsatz, aber nicht immer mit maximaler Ruhe. Raphael Smith, Pattrick Lenz und Eri Buchholz sahen in der Schlussphase Gelb. Mönchengladbachs Walter Held hatte die Partie bereits nach einer Minute mit einer Verwarnung begonnen - ein Mann, der offenbar keine Zeit verschenken wollte. "Wir haben geführt, aber Lohne hat nie aufgehört", sagte Orlando sinngemäß. "Am Ende ist das 2:2 gerecht." Das ist die höfliche Trainerformulierung für: Beide hätten gewinnen können, keiner hat es geschafft. Für die 1747 Zuschauer war es trotzdem ein unterhaltsamer Abend. Und für TuS Lohne ein Punkt, der sich nach dem 0:2-Rückstand durchaus wie ein kleiner Sieg anfühlen darf. 06.10.2026 07:32 |
Sprücheklopfer
Ich dachte, der Torwart darf im Strafraum die Hände benutzen.
Oliver Kahn nachdem er in Rostock mit beiden Fäusten ein Tor erzielt hatte und dafür vom Platz gestellt worden war