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Varde IF überrollt Esbjerg - Prinsloo macht den Deckel drauf

Superligaen | 2. Spieltag | 18.09.26 | Varde IF - Esbjerg FC 3:1

Varde IF hat am Freitagabend am zweiten Spieltag der Superligaen ein Ausrufezeichen gesetzt. Vor 37.857 Zuschauern besiegte die Mannschaft von Olaf Meyer den Esbjerg FC mit 3:1 (2:1) - und ließ dabei keinen Zweifel daran, wer an diesem Abend den größeren Appetit auf Fußball hatte.

Dabei begann die Partie zunächst mit jener höflichen Abtastphase, die im Fußball gern als "kontrollierter Beginn" bezeichnet wird. In Wahrheit sah es eher danach aus, als würden beide Mannschaften prüfen, ob der Rasen auch wirklich da war. Varde fand jedoch schneller ins Spiel. Mike Keil gab bereits in der zweiten Minute den ersten Warnschuss ab, fünf Minuten später folgte der nächste Versuch. Esbjergs Abwehr bekam früh reichlich Beschäftigung - und vermutlich auch den Wunsch nach einer längeren Halbzeitpause.

Esbjerg meldete sich zwischen der achten und 19. Minute mit mehreren Abschlüssen zurück. Marius Lind, Mads Jakobsen und sogar Innenverteidiger Werner Hansen suchten ihr Glück. Doch Varde blieb die aktivere Mannschaft und verlagerte das Spiel zunehmend in die Hälfte der Gäste. 59,18 Prozent Ballbesitz für Varde sprechen eine klare Sprache: Der Ball war an diesem Abend häufiger bei den Gastgebern als mancher Esbjerg-Spieler lieb sein konnte.

In der 31. Minute fiel schließlich die Führung. Vincent Brandt traf für Varde, Jamie Prinsloo lieferte die Vorarbeit. Die Tribünen verwandelten sich in ein akustisches Gewitter, während Brandt sich von seinen Mitspielern begraben ließ. "Wir wollten von Anfang an zeigen, dass wir nicht nur zum Verteilen von Gastgeschenken auf dem Platz stehen", sagte er später mit einem Grinsen.

Die Antwort der Gäste ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Nur zwei Minuten nach dem 1:0 glich Bertil Andreassen für Esbjerg aus. Der 17-jährige Mittelfeldspieler verwertete die Vorlage von Luke MacKintosh und sorgte kurzzeitig dafür, dass sich die Partie wieder offen anfühlte. Kurzzeitig - denn Varde hatte offenbar wenig Interesse an einem längeren Spannungsbogen.

In der 35. Minute schlug Prinsloo selbst zu. Nach Zuspiel von Harrison Cabell brachte der zentrale Mittelfeldspieler Varde erneut in Führung. 2:1 zur Pause, und Trainer Olaf Meyer konnte sich mit dem guten Gefühl in die Kabine begeben, dass seine Mannschaft trotz defensiver Grundausrichtung ausgesprochen munter nach vorn spielte. "Wir wollten kompakt stehen und trotzdem mutig bleiben", erklärte Meyer. "Das ist uns gelungen. Manchmal sogar so gut, dass ich kurz dachte, wir hätten einen zusätzlichen Mann auf dem Platz."

Nach dem Seitenwechsel bemühte sich Esbjerg um mehr Zugriff, blieb aber im Angriff meist zu harmlos. Trainer Elmar Kla reagierte und brachte unter anderem Solvej Dam, Kai Hougaard und später den 17-jährigen Torhüter Ebbe Therkildsen. Doch auch frische Beine konnten den Abend nicht mehr drehen. Varde hatte am Ende 25 Torschüsse auf dem Konto, Esbjerg lediglich zehn. Selbst die Zweikampfquote lag mit 54,48 zu 45,52 Prozent leicht auf Seiten der Gastgeber.

Varde kontrollierte die Schlussphase, ohne den Fuß vollständig vom Gas zu nehmen. Mike Keil und Vincent Brandt blieben gefährlich, Esbjergs Torwart bekam weiterhin mehr zu tun, als ihm vermutlich lieb war. In der 94. Minute setzte Prinsloo den Schlusspunkt: Nach Vorlage von Brandt erzielte er sein zweites Tor des Abends und machte aus einer guten Vorstellung einen klaren Heimsieg.

"Beim zweiten Tor habe ich nur noch gedacht: Bitte nicht kompliziert machen", sagte Prinsloo. "Zum Glück hat der Ball mitgemacht." Eine bemerkenswert kooperative Haltung des Spielgeräts.

Varde IF feiert damit einen überzeugenden 3:1-Erfolg. Esbjerg reist mit der Erkenntnis nach Hause, dass Ballbesitz allein nicht reicht - besonders dann nicht, wenn der Gegner deutlich öfter schießt und Prinsloo in der Nachspielzeit noch Lust auf eine Zugabe hat.

18.09.2026 23:57
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Ich habe versucht, den Spielern das Gefühl zu geben, dass sie Fehler machen dürfen. Das haben sie bis auf wenige Ausnahmen gut gemacht.
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