// Startseite
| Dagbladet |
| +++ Sportzeitung für Norwegen +++ |
|
|
|
Eliteserien | 5. Spieltag | 21.09.26 | Viking FK - Roa IL 3:0 Die Antwort lieferte Viking auf dem Platz. Die Mannschaft von Markus Frey begann offensiv, suchte konsequent die Flügel und setzte auf präzise Abschlüsse statt auf die im modernen Fußball so beliebte Kunst, den Ball möglichst lange in ungefährlichen Zonen spazieren zu führen. Schon in der 2. Minute prüfte Albert Rodriguez das Tor von Roa. Es war der erste Hinweis darauf, dass dieser Abend für die Gäste unangenehm werden könnte. Viking blieb dran. Jon Frigard schoss in der 10. Minute, Lubos Jablonsky versuchte es wenig später, Marcin Domarski und erneut Frigard folgten. Roa hatte zwar etwas mehr vom Ball, aber ungefähr so viel Kontrolle über das Spiel wie ein Zuschauer über den Schiedsrichter. Die Gastgeber waren wacher, zielstrebiger und in den Zweikämpfen deutlich entschlossener. Die Tackling-Quote von 59,16 Prozent gegenüber 40,84 Prozent für Roa passte zum Bild. In der 21. Minute fiel das 1:0. Frigard vollendete nach Vorarbeit von Domarski und belohnte damit einen Angriff, der mit Tempo über die linke Seite vorgetragen worden war. Der 18-Jährige jubelte, als hätte er die Angelegenheit persönlich bestellt. "Ich wollte eigentlich nur sauber treffen. Dass der Ball dann tatsächlich ins Tor ging, war natürlich hilfreich", ließ sich Frigard in einer nachgestellten Szene mit dem nötigen nordischen Understatement zitieren. Roa versuchte zu reagieren, blieb aber erstaunlich harmlos. Viking musste kein wildes Pressing aufziehen, sondern lauerte geduldig auf den nächsten Moment. Kurz vor der Pause war dieser Moment gekommen: In der 45. Minute erhöhte Rodriguez auf 2:0, vorbereitet von Sigmund Larsson. Der Mittelstürmer hatte zuvor bereits mehrfach den Abschluss gesucht und bekam nun seine Belohnung. "Zur Halbzeit war die Stimmung gut. Nicht euphorisch - wir sind ja noch Norweger -, aber gut", könnte Trainer Frey nach dem Spiel gesagt haben. Nach dem Seitenwechsel wechselte Frey gleich dreimal. Morten Storm machte Platz für Andre Karadas, Sigfrid Bloch kam für Gunnar Arst und Diego Barbosa ersetzte Frigard. Viking stellte taktisch auf Konter um, spielte häufiger lange Bälle und wartete nun noch geduldiger auf Räume. Roa blieb bei seinem ausgewogenen Ansatz, fand aber weiterhin keinen Weg in Richtung Tor. In der 62. Minute war die Partie endgültig entschieden. Georges Gariepy traf nach Vorlage von Bloch zum 3:0. Damit hatte Viking aus 16 Torschüssen drei Treffer gemacht - eine Ausbeute, über die sich selbst besonders anspruchsvolle Trainer nur beschweren würden, wenn sie gerade auf der Suche nach einem Haar in der Suppe wären. Danach kontrollierte Viking das Geschehen, ohne noch ein Feuerwerk abbrennen zu müssen. Jablonsky kam in der Schlussphase mehrfach zum Abschluss, Rodriguez versuchte es in der Nachspielzeit noch einmal. Roa dagegen beendete den Abend mit null Torschüssen. Null. Nicht knapp vorbei, nicht an den Pfosten, nicht dramatisch vom Torwart pariert - schlicht null. So blieb am Ende ein klarer Sieg für Viking FK, das seine offensive Ausrichtung über weite Strecken bestätigte und den leichten Ballbesitznachteil locker verschmerzen konnte. Roa IL dürfte dagegen froh gewesen sein, dass der Abpfiff pünktlich kam. Viel länger hätte der Ballbesitz vermutlich auch nichts mehr verändert. 22.09.2026 16:30 |
Sprücheklopfer
Man hetzt die Leute auf mit Tatsachen, die nicht der Wahrheit entsprechen.
Toni Polster