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Eliteserien | 9. Spieltag | 13.07.26 | Viking FK - Bärum FB 1:2 Das Spiel begann rasant. Schon nach zwei Minuten prüfte Jorgen Mykland den Bärum-Keeper Tomas Krejci mit einem satten Linksschuss - Auftakt einer Offensivserie, die Trainer Markus Frey zufrieden auf der Bank nicken ließ. "Genau so wollten wir sie packen - früh draufgehen, Druck machen", sagte Frey später, wobei sein Stirnrunzeln ahnen ließ, dass dieser Plan nur 33 Minuten lang aufging. Denn dann drehte Bärums Sturmjuwel Pedro Sa Pint auf. Der 20-jährige Portugiese bekam den Ball zentral, ließ Solveig Mykland und Kalitzakis wie Trainingshütchen stehen und schob den Ball überlegt ins lange Eck - 0:1. "Ich dachte kurz, der Ball sei zu weit vorgelegt, aber dann haben meine Füße entschieden, dass das Quatsch ist", grinste Sa Pint nach der Partie. Viking reagierte wütend, fast trotzig. Albert Rodriguez vergab zwei gute Chancen, bevor in der 40. Minute die Arena bebte: Jan Gulbrandsen flankte präzise von rechts, Ragnhild Hogmo rauschte heran und drosch den Ball per Volley ins Netz. 1:1 - ein Treffer aus dem Lehrbuch für Flügelspieler. "Ich hab einfach draufgehalten. Wenn du nachdenkst, ist der Ball schon drüber", witzelte Hogmo in der Mixed Zone. Kurz darauf fing die Partie Feuer. Bärums Mittelfeldmotor Thierry Lockhart sah Gelb nach einem rustikalen Einsteigen gegen Rodriguez, und Trainer Savo Partizan reagierte prompt - Doppelwechsel! Mieciel kam für Lockhart, Bostwick ersetzte den glücklosen de la Fuente auf der linken Seite. "Ich wollte frische Beine und weniger Gelb", kommentierte Partizan trocken. Nach der Pause änderte sich das Bild kaum - Viking weiter offensiv, Bärum eiskalt. In der 52. Minute dann der Moment des Spiels: Josef Mieciel, gerade erst eingewechselt, schickte Lucas Cantwell mit einem sehenswerten Pass in die Tiefe. Cantwell blieb cool und versenkte den Ball flach ins rechte Eck - 1:2. "So einen Pass kriegst du nicht jeden Tag", meinte Cantwell später, "ich musste ihn einfach belohnen." Viking versuchte alles. Coach Frey stellte auf noch offensiver um, brachte Diego Barbosa für den müde gewordenen Mykland, später sogar den jungen Keeper Gianluca Simeri Crichi, nachdem Baltsar Dahlin zur Pause verletzt raus musste. Vorne rannte Rodriguez, flankte Gulbrandsen, schoss Anissin - doch der Ball wollte einfach nicht mehr über die Linie. Selbst Linksverteidiger Marcio Henrique versuchte es zweimal aus der Distanz, aber Krejci im Bärum-Tor hatte einen dieser Abende, an denen man sich fragt, ob er heimlich Magneten in den Handschuhen trägt. Die Schlussphase wurde dramatisch: In der 86. Minute verletzte sich Vikings Ilie Ghionea bei einem Zweikampf - die Fans hielten den Atem an. Frey schickte sofort Vladan Manojlovic aufs Feld. Der Neue versuchte, sofort Akzente zu setzen, doch in der 90. Minute scheiterte Ragnhild Hogmo mit der letzten Großchance - wieder Krejci. Und wieder Kopfschütteln. "Das war ein Spiel, das du neun von zehn Mal gewinnst", sagte Frey nach Abpfiff, "leider war heute das zehnte." Sein Gegenüber Partizan grinste nur: "Wir hatten den besseren Plan. Und vielleicht auch ein bisschen mehr Glück - aber Glück ist bekanntlich auch eine Taktik." Statistisch gesehen war es ein Duell auf Augenhöhe - 15:11 Torschüsse, 51 zu 49 Prozent Ballbesitz. Doch wo Viking in Schönheit verging, war Bärum effizient bis ins Mark. Ein Musterbeispiel für modernen Ergebnisfußball: wenige Chancen, aber die richtigen. Am Ende wurde es still im Stadion. Nur ein paar Kinder hinter dem Tor sangen noch, als die Bärum-Spieler jubelnd Richtung Gästeblock liefen. Der Abend gehörte den Gästen - und der Erkenntnis, dass Fußball manchmal kein Spiel der Zahlen, sondern der Nerven ist. Oder, wie Pedro Sa Pint es mit einem schelmischen Lächeln zusammenfasste: "Wir haben einfach aufgehört zu denken und angefangen zu treffen." 13.07.2026 21:12 |
Sprücheklopfer
Der soll ruhig sein, den mussten wir doch zwei Jahre lang durchschleppen!
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