// Startseite
| Dagbladet |
| +++ Sportzeitung für Norwegen +++ |
|
|
|
Eliteserien | 3. Spieltag | 19.09.26 | Viking FK - Asker BK 0:0 Um 20.30 Uhr ging Viking unter Trainer Markus Frey offensiv zu Werke. Die Gastgeber suchten zunächst vor allem über die Flügel den Weg nach vorn, während Asker etwas abwartender und ausgewogener agierte. Bereits in der 3. Minute prüfte Diego Barbosa die Gäste, sechs Minuten später zog Benjamin Huxley nach. In der 12. und 15. Minute bekam Albert Rodriguez gleich doppelt Gelegenheit, die Partie in die richtige Richtung zu schubsen. Der Ball aber blieb, bildlich gesprochen, auf höflicher Distanz zum Netz. "Wir wollten früh zeigen, dass wir nicht zum gemeinsamen Landschaftsbetrachten hier sind", sagte Frey nach dem Spiel - sinngemäß und mit jener Ruhe, die Trainer bevorzugen, wenn ihre Mannschaft gerade eineinhalb Dutzend Chancen liegen gelassen hat. Viking blieb am Drücker. Huxley versuchte es in der 23. und 39. Minute, Sigfrid Bloch schaltete sich in der 25. Minute ein und sah dafür kurz zuvor bereits die Gelbe Karte. Rodriguez war in der 31. Minute erneut im Mittelpunkt. Asker hatte in dieser Phase zwar mehr Ballbesitz, insgesamt 54,5 Prozent, doch Ballbesitz ist bekanntlich nur dann besonders wertvoll, wenn der Ball irgendwann auch in Richtung Tor reist. Die Gäste kamen vor der Pause lediglich durch Joseph Satchmore zu einem Abschluss. Zur Halbzeit stand es 0:0 - und vermutlich hätten die Viking-Fans zu diesem Zeitpunkt auch einen Rabatt auf jedes weitere "Fast-Tor" akzeptiert. Nach dem Seitenwechsel nahm Frey zwei Veränderungen vor. Viking blieb offensiv ausgerichtet, stellte das Angriffsspiel aber von den Flügeln auf eine ausgewogenere Variante um. In der 48. Minute versuchte sich Innenverteidiger Lewis Doyle, während Asker durch Heikki Nyman antwortete. Es blieb beim bekannten Muster: Viking schoss, Asker verteidigte, das Tor blieb unbeeindruckt. Zwischen der 60. und 73. Minute erhöhte sich der Druck noch einmal. Huxley, Barbosa, Doyle, Frederic Burton und Marcio Henrique suchten ihr Glück. Asker kam seinerseits durch Mathias Bergmann und Roger Nilsen zu zwei weiteren Abschlüssen. Mehr als vier Torschüsse brachte der Gast allerdings nicht zustande. Dass Asker trotzdem 54,5 Prozent Ballbesitz hatte, war die statistische Pointe des Abends: Die Gäste besaßen den Ball häufiger, Viking besaß offenbar die größere Bereitschaft, ihn irgendwohin zu schießen. "Wir haben viel investiert, aber der letzte Schritt hat gefehlt", lautete die sinngemäße Analyse aus dem Viking-Lager. Eine bemerkenswert diplomatische Formulierung für einen Abend, an dem selbst die Eckfahnen vermutlich mehr Zielgenauigkeit erwartet hatten. In der Schlussphase stellte Viking auf aktiveres Pressing und Schüsse aus allen Lagen um. Huxley versuchte es in der 90. Minute, Barbosa in der Nachspielzeit. Auch diese Bemühungen verpufften. Danach durfte der junge Andre Karadas noch für Doyle kommen - möglicherweise ein taktischer Schlusspunkt, jedenfalls kein zählbarer. So blieb es beim 0:0 (0:0). Viking hatte die Chancen, Asker den Ball und am Ende beide einen Punkt. Die Anzeigetafel blieb stur. Vielleicht war sie einfach die effizienteste Defensive des Abends. 19.09.2026 21:55 |
Sprücheklopfer
In diesem Drecksspiel hätte ich zehn Akteure auswechseln können.
Felix Magath