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Eliteserien | 5. Spieltag | 15.08.26 | Viking FK - Grand Bodo 6:1 Dabei erwischte Grand Bodo den besseren Start. In der zehnten Minute prüfte Gunnar Herlovsen Viking-Torwart Gianluca Simeri Crichi, zwei Minuten später war der Mittelstürmer erfolgreicher: Nach Vorarbeit von Gunnar Berntsen brachte Herlovsen die Gäste mit 1:0 in Führung. Für einen kurzen Moment sah es so aus, als könnte Grand Bodo den Favoriten ärgern. Dann erinnerte Viking daran, dass es an diesem Abend nicht zum Ärgern, sondern zum Gewinnen gekommen war. In der 22. Minute glich Diego Barbosa nach Zuspiel von Andrej Anissin aus. Viking hatte zu diesem Zeitpunkt längst die Kontrolle übernommen, auch wenn der Ballbesitz mit 51,1 Prozent nur knapp zugunsten der Hausherren ausfiel. Das Spiel wurde nicht durch langes Ballgeschiebe entschieden, sondern durch Entschlossenheit - und durch einen Albert Rodriguez, der offenbar beschlossen hatte, den Spielbericht persönlich zu füllen. Der Mittelstürmer traf in der 27. Minute nach Vorlage des erst 17-jährigen Per Gulbrandsen zum 2:1. Kurz vor der Pause legte Rodriguez, diesmal von Roland Zofcak bedient, seinen zweiten Treffer nach. 3:1 zur Halbzeit - und Grand Bodo durfte sich immerhin noch einbilden, im Spiel zu sein. Im Fußball ist das manchmal ein großzügiges Geschenk der Dramaturgie. "Wir wollten über die Flügel kommen und bei guten Chancen sicher abschließen", sagte Frey nach dem Spiel. "Nach dem Rückstand haben die Jungs sehr schnell verstanden, dass Geduld heute nicht unbedingt die wichtigste Tugend ist." In einer nachgestellten Szene soll ein Viking-Spieler in der Kabine gefragt haben: "Sollen wir nach der Pause etwas defensiver werden?" Die Antwort des Trainers, so die humorvolle Rekonstruktion: "Nur, wenn ihr den Weg zum gegnerischen Tor nicht mehr findet." Gefunden haben sie ihn weiterhin. In der 51. Minute vollendete Rodriguez seinen Dreierpack, diesmal nach Vorlage von Filip Skrtel. Der 19-Jährige war zur Pause eingewechselt worden und brachte ebenso wie Morten Storm und Ragnhild Hogmo frische Energie. Hogmo selbst erhöhte in der 70. Minute auf 5:1. Drei Minuten später setzte Anders Iversen den Schlusspunkt - erneut mit Skrtel als Vorbereiter. Viking kam auf 22 Torschüsse, Grand Bodo auf gerade einmal vier. Die Zahlen erzählen von einem Spiel, in dem die Gäste nach dem frühen Führungstreffer zunehmend hinterherliefen. Drei gelbe Karten für Tommy Agdestein, Tommy Karadas und Carl Roi waren aus Grand-Bodo-Sicht die sichtbarsten Lebenszeichen der zweiten Hälfte. Viking gewann zudem 57,2 Prozent der Zweikämpfe, Grand Bodo 42,8 Prozent. "Beim 1:0 dachte ich kurz, der Abend könnte angenehm werden", soll Herlovsen nach Abpfiff gesagt haben. "Danach wurde er vor allem lang." Albert Rodriguez dürfte das anders sehen. Drei Tore, ein souveräner Heimsieg und 19.613 zufriedene Zuschauer: In Stavanger war der Abend so unterhaltsam, dass selbst die Statistik beinahe um eine Zugabe gebeten hätte. 15.08.2026 21:19 |
Sprücheklopfer
Der Schiri kann froh sein, dass ich ihm keine geschmiert habe.
Werner Lorant