// Startseite
| Irish Sports |
| +++ Sportzeitung für Irland +++ |
|
|
|
Premier Division | 22. Spieltag | 27.07.26 | Sligo Reds - Waterford Reds 0:1 Sligo begann um 20.30 Uhr offensiv, zumindest auf dem Papier. Die Hausherren wollten ausgewogen angreifen, über kurze Wege und mit kontrollierten Abschlüssen. In der Praxis sah das zunächst so aus: Liam McGrath prüfte in der 11. Minute die Aufmerksamkeit der Waterford-Abwehr, ehe Valborg Taube sechs Minuten später ebenfalls abzog. Zwei frühe Warnschüsse, zwei kleine Nadelstiche - aber noch kein Grund für Waterfords Torwart Tiago Manuel, seine Handschuhe dramatisch in die Höhe zu werfen. "Wir wollten geduldig bleiben", sagte Waterfords Trainer Costa Brava nach dem Abpfiff. "Das ist manchmal schwer, wenn man sieht, dass der Gegner den Ball hat. Aber wir hatten einen Plan - und glücklicherweise war er nicht in der Kabine liegen geblieben." Tatsächlich besaß Sligo in der ersten Halbzeit etwas mehr vom Ball, ohne daraus entscheidendes Kapital zu schlagen. 47,1 Prozent Ballbesitz standen am Ende 52,9 Prozent für Waterford gegenüber - eine statistische Feinheit, die in Sligo vermutlich niemand auf ein T-Shirt drucken lassen wird. Waterford wurde mit zunehmender Spieldauer zielstrebiger. Harry Kelly kam in der 31. Minute zum Abschluss, Kian Stapleton versuchte es zehn Minuten später. Kurz vor der Pause war Stapleton erneut zur Stelle. Sligo-Torwart Timur Ak blieb beschäftigt, wenn auch nicht überarbeitet. Waterford musste bereits nach 33 Minuten reagieren. Alfie Kelly verließ das Feld, Leo Aldridge kam in die Partie. Eine frühe Korrektur, die Waterford nicht aus dem Rhythmus brachte. Im Gegenteil: Nach dem Seitenwechsel erhöhte die Mannschaft den Druck. Das bereits in der ersten Halbzeit angedeutete aktive Pressing wurde nun phasenweise sichtbar, während Sligo weiter offensiv ausgerichtet blieb, aber erstaunlich wenig Zugriff auf das Spiel fand. In der 49. Minute setzte McGrath den nächsten Sligo-Schuss ab. Es sollte der letzte ernsthafte Hoffnungsschimmer der Gastgeber für längere Zeit sein. Danach gehörte die Bühne beinahe ausschließlich Waterford. William Latham und Luke Delap probierten es, dann kam der große Auftritt von Pal Egressy. Der zentrale Mittelfeldspieler hatte in der 61. Minute bereits einen Schuss abgegeben, als er kurz darauf erneut in eine aussichtsreiche Position gelangte. Diesmal blieb es nicht beim Versuch: Nach Vorarbeit von Juan Pablo Albinana traf Egressy zum 1:0. Ein Treffer ohne Feuerwerk, aber mit maximaler Wirkung. Waterford führte, Sligo suchte, und die Uhr begann plötzlich auffällig schnell zu laufen. "Ich dachte kurz, der Ball wolle noch eine Extrarunde drehen", sagte Egressy mit einem Lächeln. "Zum Glück hat er sich anders entschieden." Anschließend prüfte er Timur Ak noch zweimal, in der 65. und 71. Minute. Harry Kelly scheiterte in der 73. Minute, Alfie Kelly und Salvatore Cattaneo versuchten es ebenfalls. Waterford kam insgesamt auf elf Torschüsse, Sligo nur auf vier. Die Statistik war also weniger ein Urteil als eine ziemlich deutliche Fußnote. Sligo bekam spät noch eine letzte Gelegenheit: Johann Schilling schoss in der 89. Minute. Doch Waterford verteidigte konzentriert und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit. Archie Keane sah in der 38. Minute Gelb, ansonsten blieb die Partie ohne Platzverweis und ohne weitere Tore. "Wir haben gekämpft, aber uns im letzten Drittel zu selten belohnt", lautete das Fazit aus dem Sligo-Lager. Ein Satz, der im Fußball ungefähr so häufig vorkommt wie ein 0:0 zur Halbzeit. Für Waterford dagegen war es ein Abend der Effizienz: ein Tor, elf Abschlüsse, drei Punkte. Mehr braucht es manchmal nicht - sehr zum Ärger der Mannschaft, die 20.000 Menschen eingeladen hatte. 27.07.2026 21:08 |
Sprücheklopfer
Bei denen ist sogar die Putzfrau schon zehn Mal Meister geworden.
Christoph Daum über Bayern München