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3. Bundesliga (1. Div) | 2. Spieltag | 25.10.26 | SpVgg Ansbach - Weiler im Allgäu 1:2 Dabei starteten die Ansbacher durchaus offensiv. Trainer Rainer Heckel hatte seine Mannschaft mit ausgewogener Ausrichtung und dem Auftrag aufs Feld geschickt, gute Chancen herauszuspielen. Das klang vernünftig. Die Umsetzung war zunächst eher vorsichtig. Weiler überließ dem Gegner nicht völlig das Kommando, hatte aber mit 52,2 Prozent etwas mehr Ballbesitz und deutlich mehr Zug zum Tor. In der 16. Minute prüfte Ben Meister erstmals die Ansbacher Defensive. Kurz darauf sah Weilers Bernd Jahn die Gelbe Karte, offenbar als Erinnerung daran, dass ein Fußballplatz kein Ort für höfliche Teegesellschaften ist. Carsten Vetter versuchte es in der 28. und 33. Minute, Jürgen Linke kurz vor der Pause ebenfalls. Auch Kevin Hübner tauchte gefährlich auf. Ansbachs Torwart Marc Sonne durfte sich jedenfalls nicht über Beschäftigungsmangel beklagen. Die Gastgeber kamen im ersten Durchgang nur selten gefährlich vor das Tor. Trotzdem blieb die Partie offen, weil Weiler seine Überlegenheit nicht in Zählbares ummünzte. "Wir wollten geduldig bleiben", soll Weilers Trainer Mino Raiola in einer fiktiven Pressekonferenz gesagt haben. "Geduldig waren wir. Nur die Zuschauer nicht ganz." Ein Satz, der vermutlich auch auf den Rängen Zustimmung gefunden hätte. Nach der Pause nahm das Spiel plötzlich Fahrt auf - und zwar so abrupt, dass selbst der Ball kurz überrascht gewirkt haben dürfte. In der 47. Minute schlug Fabian Stern zu. Der 18-jährige linke Mittelfeldspieler traf für Ansbach, vorbereitet von Fynn Völker. 1:0. Die Heimfans jubelten, als sei die Partie bereits sauber verpackt und zur Abholung bereit. Doch Weiler antwortete umgehend. Nur drei Minuten später erzielte Carsten Vetter den Ausgleich, Heinrich Foerster lieferte die Vorarbeit. Ansbachs Vorsprung hielt nicht einmal lang genug, um sich an ihn zu gewöhnen. In der 58. Minute drehte Jürgen Linke die Partie mit dem 2:1, Ben Meister war diesmal der Vorbereiter. Innerhalb von elf Minuten war aus Ansbachs Hoffnung ein ziemlich unübersichtlicher Abend geworden. Heckel reagierte und wechselte in der 60. Minute gleich mehrfach. Auch Weiler brachte frische Kräfte. Die Gäste blieben dennoch gefährlicher und kamen im zweiten Durchgang immer wieder zu Abschlüssen. Insgesamt verbuchte Weiler 14 Torschüsse, Ansbach lediglich fünf. Die Zahlen sind in diesem Fall weniger Statistik als höflich formulierter Spielbericht: Weiler wollte den Sieg deutlich stärker. Ansbach versuchte es bis zum Ende. Pattrick Wiese, Simon Heise und Kai Schulte suchten den Abschluss, doch Weilers Defensive hielt stand. In der 81. Minute sah Ansbachs Bernd Schumacher Gelb, kurz vor Schluss wurde auch Weilers Michel Hierro verwarnt. Die Gäste verteidigten mit 55,6 Prozent gewonnener Zweikampfquote konsequenter als die Hausherren, die auf 44,4 Prozent kamen. "Wir hatten den besseren Start in die zweite Halbzeit, aber leider nicht das bessere Ende", hätte Heckel nach dem Abpfiff sagen können. Tatsächlich war genau das die Geschichte dieses Abends: Ansbach traf zuerst, Weiler danach zweimal. Und im Fußball ist das leider die unangenehme Mathematik, gegen die selbst 16.525 Zuschauer nichts ausrichten können. 25.10.2026 21:26 |
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