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3. Bundesliga (1. Div) | 1. Spieltag | 24.10.26 | Weiler im Allgäu - Einheit Frankfurt 3:0 21 Torschüsse feuerte Weiler im gesamten Spiel ab, Frankfurt kam gerade einmal auf drei. Beim Ballbesitz dagegen herrschte beinahe Gleichstand: 50,94 Prozent für die Gastgeber, 49,06 für die Gäste. Es war also keineswegs ein Abend, an dem Frankfurt den Ball nicht gesehen hätte. Man könnte sagen: Die Einheit war anwesend. Nur leider nicht besonders gefährlich. Trainer Mino Raiola hatte seine Mannschaft offensiv ausgerichtet, mit ausgewogenem Angriffsspiel und dem Auftrag, bei guten Gelegenheiten sicher abzuschließen. Das klang in der Theorie vernünftig, in der ersten Hälfte wirkte es zunächst eher wie ein freundlicher Vorschlag an die eigene Offensive. Michel Hierro, Carsten Vetter, Ben Meister und Bernd Jahn prüften Frankfurts Torhüter schon früh. Auch Jürgen Linke und Kevin Hübner hatten Chancen, doch der Ball weigerte sich beharrlich, seine eigentliche Bestimmung zu erfüllen. "Wir haben in der ersten Halbzeit viel richtig gemacht - bis auf das mit dem Tor", sagte Raiola später. "Das ist im Fußball natürlich ein Detail, aber leider ein ziemlich auffälliges." Frankfurt blieb seiner defensiven Grundordnung treu, lauerte auf Konter und verzichtete auf aktives Pressing. Das Konzept hielt bis zur Pause. Trainer Leo Gert sah seine Mannschaft in der Kabine vermutlich weniger als unterlegen denn als taktisch geduldig. Drei Torschüsse bis zum Schlusspfiff lieferten allerdings eine Interpretation, die nicht jeder im Stadion teilen wollte. "Wir wollten kompakt stehen und auf unsere Momente warten", erklärte Gert. "Irgendwann haben wir gemerkt, dass dieser Moment offenbar nicht reserviert war." Nach dem Seitenwechsel dauerte es gerade einmal fünf Minuten, bis Weiler die Geduldsprobe beendete. In der 50. Minute traf Ben Meister zur Führung, vorbereitet von Dimas Allegri. Der Mittelfeldspieler hatte zuvor schon mehrfach den Abschluss gesucht - und nun endlich eine Antwort auf die Frage gefunden, die sich das Stadion seit dem Anpfiff gestellt hatte: Wohin soll der Ball eigentlich? Frankfurt reagierte mit drei Wechseln zur Pause und brachte unter anderem Phillipp Schwarz, Walter Köhler und Robert Petersen. Doch die Umstellungen verpufften. In der 57. Minute war es erneut Meister, der zuschlug. Diesmal kam die Vorarbeit von Heinrich Foerster. Zwei Treffer innerhalb von sieben Minuten, und plötzlich sah Weilers zunächst so zähe erste Hälfte aus wie ein besonders geduldiger Plan. "Beim ersten Tor dachte ich: Jetzt ist der Knoten offen", sagte Meister. "Beim zweiten habe ich gehofft, dass niemand ihn wieder zubindet." In der 64. Minute machte Carsten Vetter alles klar. Der 20-Jährige, der bereits vor der Pause mehrfach an Frankfurts Abwehr gerüttelt hatte, erhöhte auf 3:0. Danach verwaltete Weiler die Führung souverän, während Frankfurt weiter auf den Konter wartete - vermutlich auf einen, der sich verspätet hatte. Weiler gewann zudem 58,29 Prozent der Zweikämpfe und zeigte damit, warum der Abend nicht nur wegen der drei Tore so eindeutig ausfiel. Einheit Frankfurt muss sich dagegen fragen, ob eine defensive Strategie ohne nennenswerten Zugriff irgendwann mehr ist als gepflegtes Zuschauen. Am Ende feierte Weiler einen perfekten Start in die Saison. Frankfurt nahm die Erkenntnis mit nach Hause, dass Ballbesitz fast ausgeglichen sein kann - und ein Spiel trotzdem sehr ungleich endet. unerquicklich, aber statistisch sauber. 24.10.2026 22:47 |
Sprücheklopfer
Spieler haben Scheiße gespielt! Tut mir leid, kann ich nichts für, würde ich auch gerne anders sagen, aber Spieler haben Scheiße gespielt! Absolute Scheiße!
Aleksandar Ristic