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Weiler schlägt Schweinfurt: Drei Tore in neun Minuten reichen zum 2:1

3. Bundesliga (1. Div) | 20. Spieltag | 31.08.26 | FT Schweinfurt - Weiler im Allgäu 1:2

Was für ein Abend in Schweinfurt: 16.000 Zuschauer kamen am Montagabend zum 20. Spieltag der 3. Bundesliga, vermutlich in Erwartung eines kontrollierten Fußballspiels. Stattdessen bekamen sie neun Minuten Ausnahmezustand, drei Tore und anschließend 63 Minuten kollektives Hoffen auf ein Wunder. Das Wunder blieb aus. Weiler im Allgäu gewann bei FT Schweinfurt mit 2:1.

Dabei begann die Partie durchaus nach dem Geschmack der Gastgeber. Banel Dobay prüfte bereits in der zweiten Minute das Tor der Gäste, ehe Schweinfurt den Ballbesitz zunehmend an sich riss. Am Ende standen 59,1 Prozent für die Hausherren zu Buche. Der Ball war also meistens bei Schweinfurt - leider offenbar ohne gültigen Fahrschein in den gegnerischen Strafraum.

Weiler hatte sich taktisch offensiv aufgestellt, griff bevorzugt über die Flügel an und suchte eher die sichere Gelegenheit als den spektakulären Abschluss. Das klang auf dem Papier vernünftig und sah auf dem Rasen zunächst auch ziemlich unangenehm für Schweinfurt aus. Jannick Fritsch, Ophir Kashtan und Nick Scherer meldeten früh Ansprüche an, während Damian Vasco auf der linken Seite immer wieder Unruhe stiftete.

In der 18. Minute wurde aus der Unruhe Ertrag: Vasco traf zur Führung für Weiler. Asen Todorow hatte den Angriff vorbereitet. Schweinfurt hatte mehr vom Ball, Weiler mehr vom Moment - eine alte, aber immer wieder ärgerliche Fußballweisheit.

"Wir wollten nicht einfach nur hinterherlaufen, sondern über die Außenbahnen Nadelstiche setzen", soll Weilers Trainer Mino Raiola nach dem Spiel gesagt haben. "Dass der erste Nadelstich gleich sitzt, nimmt man natürlich gerne mit." Ein Satz, der vermutlich auch in der Kabine auf T-Shirts gedruckt werden könnte.

Schweinfurt reagierte mit Druck. Peter Poulsen tauchte mehrfach gefährlich auf, Dobay versuchte es erneut, und Heinrich Schön schaltete sich von rechts nach vorne ein. Doch zunächst blieb es bei Annäherungen. Weiler blieb seiner Linie treu, spielte mit ausgewogenem Passspiel und wartete geduldig auf Räume.

In der 26. Minute schlug Samuel Erskine zu. Der Mittelfeldspieler erhöhte auf 2:0 und sorgte dafür, dass auf der Schweinfurter Bank vermutlich gleichzeitig Taschenrechner und Beruhigungstee gesucht wurden. Doch die Antwort kam unmittelbar: Nur eine Minute später verkürzte Heinrich Schön auf 1:2. Dobay lieferte die Vorarbeit, Schön vollendete - und plötzlich war aus einer scheinbar komfortablen Gästeführung wieder ein Fußballspiel geworden.

"Nach dem 0:2 haben wir gesagt: Jetzt erst recht", hätte Schön in der Mixed Zone augenzwinkernd erklären können. "Dann haben wir das Tor gemacht und uns gedacht: Ganz so einfach war der Plan eigentlich nicht."

Bis zur Pause blieb Weiler gefährlicher. 14 Torschüsse gaben die Gäste insgesamt ab, Schweinfurt kam auf zwölf. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich am Grundmuster wenig: Die Gastgeber hatten den Ball, Weiler hatte die klarere Vorstellung davon, was damit anzufangen war.

In der 60. Minute brachte Raiola mit Milos Lomic, Ben Meister und Yannik Arnold gleich drei frische Kräfte. Schweinfurt versuchte weiter, über Poulsen, Laurent Deschanel und Samuel Beglin zum Ausgleich zu kommen. Doch Robert Schöne im Weiler-Tor und die aufmerksame Defensive hielten stand. Gelbe Karten für Tiago Barbosa und Michel Hierro blieben die auffälligsten Unterbrechungen einer zweiten Hälfte, in der sich die Spannung eher zäh als dramatisch aufbaute.

Am Ende blieb es beim 2:1. Schweinfurt hatte mehr Ballbesitz, Weiler die bessere Chancenbilanz und vor allem die entscheidenden neun Minuten. "Manchmal ist Fußball wie ein schlechter Witz", hätte ein enttäuschter Schweinfurter Zuschauer auf dem Heimweg sagen können. "Man versteht ihn erst später - und lustig ist er trotzdem nicht."

31.08.2026 23:06
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Der Dieter Hoeneß hat die Glatze noch ganz nass gehabt. Da geht es um 30 bis 35 Millionen. Das ist Monopoly original.
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