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2. Bundesliga | 8. Spieltag | 18.08.26 | Budissa Bautzen - TuS Hordel 1:0 Schon nach wenigen Sekunden war klar, welche Mannschaft an diesem Abend den Ton angeben wollte. Joao Chalana prüfte Hordels Torwart David Giese in der 1. Minute, Ragip Calik legte zwei Minuten später nach. In Bautzen war zu diesem Zeitpunkt vermutlich bereits mehr los als in mancher kompletten ersten Halbzeit. Chalana blieb auffällig, Calik suchte immer wieder den Weg nach innen, und Ralf Lorentzen beschäftigte die Gästeabwehr auf der rechten Seite. "Wir wollten von Anfang an zeigen, dass wir nicht zum Verwalten gekommen sind", sagte Hoo NaRa nach dem Spiel - ein Satz, der angesichts von 56,5 Prozent Ballbesitz und einer beinahe dauerhaften Bautzener Präsenz in der gegnerischen Hälfte durchaus als belastbar gelten darf. Hordel kam zwar mit offensiver Grundausrichtung, setzte aber vor allem auf Konter, lange Bälle und Schüsse aus nahezu jeder Entfernung. Die Gäste spielten damit ungefähr nach dem Motto: Wenn der Ball schon nicht in den Strafraum kommt, kann er wenigstens unterwegs sein. Bautzen dagegen kombinierte geduldiger und suchte die sicherere Gelegenheit. Salvador de Vivar hatte in der 13. und 23. Minute gute Abschlüsse, Lorentzen feuerte zwischen der 6. und 41. Minute mehrfach auf das Hordeler Tor. Die Gastgeber drückten, ohne kopflos zu werden. Das taktische Rezept war ausgewogenes Passspiel, kontrollierter Angriff über mehrere Wege und ein offensiver Grundansatz - Pressing war dabei nicht zwingend nötig. Hordel hatte schließlich genügend Probleme mit dem Ballbesitz der Hausherren. In der 35. Minute fiel dann das Tor, das sich längst angekündigt hatte. Igor Zofcak setzte sich auf der rechten Seite in Szene und bediente Chalana. Der 23-Jährige blieb vor Giese ruhig und vollendete zur 1:0-Führung. Es war sein vierter vermerkter Abschluss an diesem Abend - der erste, bei dem der Ball nicht nur das Tor suchte, sondern auch fand. Die Tribüne explodierte, während Hordel vermutlich kurz überlegte, ob man Konter auch rückwärts spielen könne. Bis zur Pause blieb Bautzen gefährlicher. Balazs Janocko kam in der 32. Minute zum Abschluss, Chalana prüfte Giese noch einmal. Hordel meldete sich lediglich durch Tomasz Miller in der 30. Minute zu Wort. Der Mittelstürmer blieb jedoch ebenso erfolglos wie später Fjodor Koroljuk, der nach dem Seitenwechsel in der 50. und 55. Minute seine Möglichkeiten bekam. Hordel versuchte nach der Pause, die Partie mit langen Zuspielen und einzelnen Gegenstößen zu kippen. Doch Bautzen blieb überlegen. Chalana und Calik sorgten in den Minuten 52 und 53 erneut für Unruhe, Antonio Mare erhöhte mit zwei Abschlüssen in der 62. und 64. Minute den Druck. Der zweite Treffer wollte allerdings nicht fallen. NaRa dürfte an der Seitenlinie ungefähr den Gedanken gehabt haben: "Ein Tor Vorsprung ist beruhigend - solange man nicht darüber nachdenkt." In der Schlussphase wurde es dennoch hektisch. Bautzens Alain Malfoy musste in der 79. Minute verletzt ausgewechselt werden, für ihn kam Slawomir Wilczek. Hordels Paul Witte sah Gelb, Bautzens Noe Okonski folgte drei Minuten später. Auch bei den Gästen gab es einen verletzungsbedingten Wechsel: Olav Anders kam für Florent Demeulenaer. Am Ende brachte Budissa den Vorsprung über die Zeit. Hordel hatte 43,5 Prozent Ballbesitz, aber kaum zwingende Abschlüsse. Bautzen gewann zudem mehr Zweikämpfe und vor allem die entscheidenden Duelle: jene um Raum, Rhythmus und den einzigen Treffer. Chalana war der Mann des Abends, Zofcak der Vorbereiter - und Hordel die Mannschaft, die nach 90 Minuten feststellen musste, dass drei Torschüsse selten für drei Punkte reichen. 21.08.2026 10:28 |
Sprücheklopfer
Weisweiler und Happel sind tot, Hitzfeld ist bei den Bayern. RWO hat den besten Trainer, den man kriegen kann.
Aleksandar Ristic zur Trainerdiskussion in Oberhausen.