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Bundesliga | 34. Spieltag | 08.08.26 | FC Stollberg - Bornaer SV 0:2 Dabei begann die Partie am Samstagabend um 20.30 Uhr keineswegs gemächlich. Borna kam mit viel Energie aus den Startblöcken, spielte über die Flügel und suchte den Abschluss aus nahezu jeder Lage. Nach 19 Minuten wurde dieser Mut belohnt: Nael Pacos bediente Claudios Bleecker, der zum 1:0 für die Gäste traf. Bleecker hatte schon Sekunden zuvor gefährlich abgeschlossen - offenbar wollte er sicherstellen, dass der zweite Versuch auch wirklich saß. Stollberg brauchte einige Minuten, um sich von diesem frühen Rückschlag zu erholen. Dann meldete sich Vaclav Herman mit einem Versuch in der 33. Minute an, vier Minuten später zwang Matias Capone die Bornaer Defensive erneut zur Aufmerksamkeit. Die Gastgeber kamen nun besser ins Spiel, doch ihre Angriffe blieben vor dem Strafraum oft stecken. "Wir wollten geduldig bleiben und auf unsere Chance warten", sagte Trainer Wei To nach der Partie. "Leider hat Borna die Geduld offenbar besser verstanden als wir." Die Zahlen erzählen eine ähnliche Geschichte: Stollberg kam auf sechs Torschüsse, Borna auf neun. Auch beim Ballbesitz hatten die Gäste die Nase vorn - 57,7 Prozent gegenüber 42,3 Prozent. In den Zweikämpfen war das Duell ausgeglichener, wenn auch mit leichten Vorteilen für Borna: 51,7 Prozent der gewonnenen Duelle gingen an den SV. Fußball ist eben manchmal eine einfache Angelegenheit: Wer mehr hat, bekommt nicht immer mehr - aber wer mehr schießt und besser trifft, macht das Leben meist angenehmer. Nach der Pause reagierte Wei To und brachte mit drei Wechseln neue Kräfte. Valerios Donis, Oscar Kühne und Torsten Hartmann machten Platz für ihre Mitspieler. Die Maßnahme brachte zunächst mehr Bewegung, doch der Ausgleich wollte nicht fallen. Stattdessen schlug Borna erneut zu. In der 59. Minute war es Nael Pacos selbst, der den Vorsprung ausbaute. Eric Desjardins hatte den Angriff vorbereitet, Pacos vollendete zum 2:0. Der Mittelfeldspieler war damit nicht nur Vorbereiter des ersten Treffers, sondern auch Torschütze des zweiten - ein Arbeitstag, bei dem man sich die Dankesrunde beim Mannschaftsessen durchaus sparen darf. "Ich habe Claudios beim ersten Tor geholfen, und Eric hat mir beim zweiten geholfen", sagte Pacos mit einem Grinsen. "So funktioniert Fußball. Und manchmal sogar unsere Steuererklärung." Ob dieser letzte Satz tatsächlich so gefallen ist, darf angesichts der allgemeinen Erleichterung im Bornaer Lager zumindest als plausible Stimmungslage gelten. Stollberg gab nicht auf. Herman versuchte es in der 66. Minute erneut, Hartmann und Sandor Feldmann folgten später. Auch Oskar Beier prüfte in der Nachspielzeit noch einmal die Aufmerksamkeit der Gäste. Doch Borna verteidigte konsequent. Die Gäste erhöhten gegen Ende sogar den Druck, pressten nun aktiver und ließen kaum noch Zweifel am Ausgang. Kurz vor Schluss musste Borna zudem einen verletzungsbedingten Rückschlag verkraften: Marvin Heinz konnte nach seiner Verletzung in der 48. Minute nicht weitermachen. Jaroslaw Schatalow übernahm. Am Ergebnis änderte das nichts. Trainer Ninho durfte zufrieden feststellen: "Wir wollten diesen Abend kontrollieren. Zwei Tore, kein Gegentor - das ist ziemlich nah an dem, was man sich vornimmt." Stollberg bleibt die Erkenntnis, dass Einsatz allein keine Tore schießt. Borna dagegen reist mit drei Punkten und einem sauberen 2:0 nach Hause. Und mit der angenehmen Gewissheit, dass man am letzten Spieltag sogar auswärts gewinnen kann, ohne dabei unnötig dramatisch zu werden. 09.08.2026 14:14 |
Sprücheklopfer
Hitlers Tagebuch. Das hat mich dann doch interessiert.
Stefan Effenberg auf die Frage, welches Werk der Weltliteratur ihn besonders geprägt habe