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Eintracht Völlen fegt Osnabrück mit 4:1 vom Platz

Es war ein Abend, an dem selbst der Wind über dem Stadion von Völlen nach Fußball roch - nach Tempo, Präzision und einem Hauch Übermut. 31.569 Zuschauer sahen am 11. Spieltag der 1. Liga Deutschland eine Eintracht, die Osnabrück nicht einfach besiegte, sondern in einem 4:1-Spektakel zerlegte, das ebenso effektiv wie unterhaltsam war.

Schon in den ersten Minuten deutete sich an, dass Völlen an diesem Abend mehr vorhatte als nur drei Punkte zu holen. Mit 61 Prozent Ballbesitz und 17 Torschüssen war die Handschrift von Trainer Dennis Hees deutlich zu erkennen: Flügelspiel, Kurzpässe und ein Pressing, das erst spät zupackte - aber dann umso härter. "Wir wollten geduldig sein, aber nicht brav", grinste Hees nach dem Spiel und zupfte an seiner Jacke, als müsse er die Taktik noch einmal zurechtrücken.

Die ersten 30 Minuten blieben eine Art Fußballgedicht in Vorbereitung - viele Ansätze, wenig Vollendung. Dann, in der 30. Minute, die Explosion: Lewis Preston, der flinke Engländer auf der linken Seite, nahm einen Pass von Fernando Granados auf, täuschte einen Schuss an und ließ Osnabrücks Keeper Karl Wagner mit einem frechen Lupfer alt aussehen. Kaum hatte das Stadion ausgejubelt, da zappelte der Ball schon wieder im Netz - diesmal durch Linksverteidiger Frederic Eliot, der in der 31. Minute nach Pass von Marc Arredondo trocken abschloss. Zwei Tore in 90 Sekunden, und plötzlich war Völlen nicht mehr zu stoppen.

"Da dachte ich, ich träume", meinte Eliot später, halb lachend, halb ungläubig. "Normalerweise soll ich ja hinten bleiben - aber wenn’s läuft, läuft’s."

Osnabrück, von Trainer Carsten Baumann offensiv ausgerichtet, versuchte es mit wütenden Angriffen. Torsten Reiter prüfte Völlens Torhüter Karsten Lange mehrfach, und Oliver Wilhelm verpasste vor der Pause nur knapp. Doch Völlen verteidigte mit Übersicht, während Osnabrück sich in der eigenen Aggressivität verlor. Robin Münch sah in der 27. Minute Gelb - sinnbildlich für eine Abwehr, die oft einen Schritt zu spät kam.

Nach dem Seitenwechsel schien kurz so etwas wie Spannung aufzukommen: In der 48. Minute traf Oliver Wilhelm nach schöner Vorarbeit von Marco Richter zum 2:1-Anschluss. "Wir waren wieder da", sagte Wilhelm später, "aber irgendwie hat’s keiner gemerkt." Tatsächlich währte die Hoffnung nur kurz. Völlen blieb ruhig, kombinierte weiter, und spätestens mit der Einwechslung von Jorge Bertran in der 70. Minute nahm das Spiel wieder seine ursprüngliche Richtung.

In der 78. Minute stellte Jakub Licka den alten Abstand her - wieder nach Vorlage von Granados, der an diesem Abend so viel Übersicht hatte, als würde er das Spiel von einer Drohne aus steuern. "Fernando war heute überall", lobte Trainer Hees. "Ich glaube, er hat sogar den Rasen gemäht, bevor’s losging."

Als die Nachspielzeit anbrach, drängte Osnabrück zwar noch einmal, doch der Knockout kam von Bertran selbst: In der 91. Minute drosch der junge Spanier den Ball nach feiner Vorarbeit von Joris Manser in die Maschen - 4:1, endgültig Feierabend.

"Ich wollte eigentlich an die Eckfahne laufen", erzählte Bertran später, "aber meine Beine haben entschieden, lieber zum Trainer zu sprinten." Hees nahm’s gelassen: "Ich hab ihn umarmt, weil er mich fast umgerannt hätte."

Statistisch untermauerte Völlen den Sieg auf ganzer Linie: 61 Prozent Ballbesitz, 17 Abschlüsse, eine klare Zweikampfquote. Osnabrück kam zwar auf 12 Torschüsse, doch wirklich gefährlich wurde es selten. Die Eintracht dagegen spielte mit einer Selbstverständlichkeit, die fast beängstigend wirkte - und mit einer Spielfreude, die sogar den Sicherheitsdienst zum Lächeln brachte.

Carsten Baumann suchte nach Worten, fand aber nur ehrliche: "Wir haben versucht, mitzuspielen. Leider hat Völlen das auch getan."

Zum Schluss feierten die Fans ihre Helden, als hätten sie gerade die Meisterschaft gewonnen. Preston tanzte mit der Eckfahne, Granados winkte in die Kurve, und selbst der sonst stoische Innenverteidiger Joao Meireles grinste, bevor er in der 77. Minute ausgewechselt wurde.

Eintracht Völlen hat mit diesem 4:1-Sieg nicht nur drei Punkte geholt, sondern ein Ausrufezeichen gesetzt - taktisch klug, läuferisch stark und mit einer Prise Witz, die man in der Liga selten sieht.

Oder, wie es Trainer Hees zum Abschied formulierte: "Wenn Fußball so einfach wäre wie heute, würde ich jedes Wochenende lachen."

Und wer ihn dabei sah, glaubte ihm jedes Wort.

14.05.643987 21:21
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Das ist das Problem in Frankfurt: Hier muss einer nur dreimal mit dem Hintern wackeln, und schon ist er ein guter Spieler.
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