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Eintracht Völlen überrollt Marzahn - Pudil schießt sich in die Schlagzeilen

Das neue Jahr begann für den FC Marzahn mit einem lauten Knall - allerdings nicht in Form eines Feuerwerks, sondern in Gestalt einer furios aufspielenden Eintracht aus Völlen. Vor 34.181 Zuschauern im Marzahner Stadion setzte es zum Auftakt der Saison in der 1. Liga Deutschland eine saftige 1:4-Heimniederlage. Und einer hatte besonders großen Spaß am Abend: Martin Pudil, der junge Rechtsaußen der Gäste, erzielte gleich drei Treffer und grinste nach Abpfiff verschmitzt: "Ich wollte eigentlich gar keinen Hattrick - aber der Ball hat mich wohl zu sehr gemocht."

Schon in der Anfangsphase war klar, dass Völlen nicht zum Neujahrsspaziergang angereist war. Während Marzahn in den ersten Minuten noch mutig anlief - Shimon Naot und Alex Bruni prüften früh den gegnerischen Keeper Karsten Lange -, konterte die Eintracht mit chirurgischer Präzision. In der 22. Minute startete Joris Manser über links, flankte flach an den Strafraumrand, und plötzlich war da Ernstos "Raketenfuß" Miguel, der Rechtsverteidiger, der einfach mal draufhielt. Der Ball zischte wie ein Silvesterböller ins Netz - 0:1.

Nur sieben Minuten später durfte Völlen erneut jubeln. Diesmal war es der 23-jährige Pudil, der nach Vorarbeit von Michael MacLachlan eiskalt blieb. "Ich hab einfach nicht nachgedacht", erklärte er später, "und das war wahrscheinlich das Beste, was ich tun konnte." Marzahn wirkte nun konsterniert, und Trainer Frank Henning scharrte nervös an der Seitenlinie. "Wir hatten den Ball, aber keine Ideen", gestand er nach dem Spiel. Tatsächlich sprachen die Zahlen Bände: 51 Prozent Ballbesitz, aber kaum zwingende Aktionen.

Nach der Pause versuchte Marzahn, die Schlagzahl zu erhöhen. Doch noch ehe die Heimmannschaft wieder richtig sortiert war, schlug Pudil erneut zu - 48. Minute, wieder nach Vorlage von MacLachlan. Der junge Tscheche drehte jubelnd ab, während Marzahns Torwart Vicente Domingos fassungslos die Arme hob. "Ich hab den Ball kommen sehen - und dann war er schon wieder weg", murmelte er später mit einem gequälten Lächeln.

Völlen blieb weiter gnadenlos und machte in der 65. Minute das 0:4 perfekt: Pudil, natürlich, lauerte wieder goldrichtig und verwandelte eine Hereingabe von Manser. Auf der Tribüne klopfte sich Gästetrainer Dennis Hees zufrieden auf die Knie. "Wenn du siehst, dass deine Offensivstrategie funktioniert, dann schmeckt selbst das Stadionbier besser", witzelte er nach Abpfiff.

Doch ganz kampflos wollte sich Marzahn nicht ergeben. Zwei Minuten nach dem vierten Gegentor gelang Roman Bytschkow der Ehrentreffer - ein satter Schuss aus 20 Metern nach schöner Vorarbeit von Pedro Valdes. Das Publikum, das bis dahin eher stoisch auf den Plastikschalen verharrt hatte, erhob sich zu einem letzten, trotzigem Jubel. "Da war wenigstens kurz Leben drin", kommentierte ein Zuschauer lakonisch.

Statistisch gesehen war das Spiel gar nicht so einseitig, wie das Ergebnis vermuten lässt: 9 Torschüsse der Hausherren standen 17 der Gäste gegenüber, auch beim Ballbesitz hatte Marzahn leicht die Nase vorn. Doch Völlen spielte effizienter, galliger, entschlossener. Während bei den Gastgebern vieles nach Alibi-Offensive roch, kombinierte sich die Eintracht mit kurzen Pässen und messerscharfen Kontern durch die Abwehr.

In der Schlussphase wechselte Hees munter durch - Ben-Shushan und der junge LaClaire kamen für die müden Verteidiger, Arredondo ersetzte MacLachlan, der seine beiden Assists lächelnd quittierte. "Ich hätte gern selbst getroffen", scherzte er, "aber wenn Martin so zielt, darf ich ihm ruhig weiter auflegen."

Marzahn dagegen wirkte schon nach 70 Minuten ausgelaugt. Trainer Henning stand mit verschränkten Armen an der Seitenlinie, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen. "Vielleicht hätten wir statt Feuerwerk mal Standards trainieren sollen", murmelte er trocken.

Als Schiedsrichterin Anja Becker nach 93 Minuten abpfiff, war die Stimmung eindeutig: Völlen feierte ausgelassen, Marzahn trottete bedröppelt in die Kabine. Die Fans verabschiedeten ihr Team mit einem höflichen, aber kurzen Applaus - vielleicht aus Mitleid, vielleicht aus Hoffnung.

Trainer Hees brachte es später auf den Punkt: "Wir wollten zeigen, dass wir mehr sind als ein Außenseiter. Ein 4:1 auswärts ist dafür keine schlechte Visitenkarte."

Und so endete der erste Spieltag mit einem klaren Signal: Eintracht Völlen hat sich einiges vorgenommen in dieser Saison - und der FC Marzahn? Der dürfte sich wünschen, dass 2026 schnell wieder vorbei ist.

Oder, wie ein Fan beim Hinausgehen sagte: "Wenn wir schon verlieren, dann wenigstens mit Stil. Aber vier Stück sind doch ein bisschen viel Stil."

11.02.643987 11:35
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