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Eschborn stürmt in Warnemünde zum 3:1 - Ogaza trifft doppelt

Bundesliga | 31. Spieltag | 05.08.26 | SV Warnemünde - 1. FC Eschborn 1:3

27.000 Zuschauer waren am Mittwochabend gekommen, um den SV Warnemünde im Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FC Eschborn zu sehen. Viele von ihnen dürften gehofft haben, dass die Partie um 20.30 Uhr zunächst gemütlich in Gang kommt. Diese Hoffnung hielt exakt eine Viertelstunde.

Dann schlug Stanislaw Ogaza zu. Der 23 Jahre alte linke Angreifer nahm eine Vorlage von Peter Penksa auf und brachte Eschborn in der 15. Minute mit 1:0 in Führung. Kaum hatte sich der Stadionsprecher durch die Namen der Torschützen gearbeitet, lag der Ball schon wieder im Netz. Eine Minute später erhöhte Jesus Mann nach Zuspiel von Joseph Turcotte auf 2:0. Der Innenverteidiger bewies dabei, dass Tore nicht zwingend von Menschen erzielt werden müssen, die hauptberuflich im gegnerischen Strafraum wohnen.

"Wir wollten mutig beginnen", sagte Eschborns Trainer Yas Sin später. "Dass wir dabei so schnell erfolgreich waren, nehmen wir natürlich gern mit." Auf der Tribüne soll ein Warnemünder Fan seinem Nachbarn zugeraunt haben: "Vielleicht sollten wir jetzt auch anfangen." Der Nachbar, offenbar taktisch geschult, antwortete: "Gute Idee. Aber bitte vor der Halbzeit."

Warnemünde hatte durchaus eigene Möglichkeiten. Hans Funk prüfte Eschborns Torwart Ashton Carmody bereits in der 13. Minute und legte in der 25. Minute nach. Sean Grantham scheiterte in der 28. Minute, Florian Busch versuchte es sechs Minuten später. Doch die Gastgeber kamen gegen die robuste Eschborner Defensive nur selten zu wirklich klaren Abschlüssen. Zur Pause stand es 0:2 - und die Heimkurve war ungefähr so begeistert wie ein Torwart über einen Rückpass auf nassem Rasen.

Trainer Horst Horstmann reagierte und brachte bereits in der 32. Minute Johannes Adam für Jacob Schulte. Es war ein frühes Signal: Warnemünde wollte sich mit dem Rückstand nicht abfinden. Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel der Gastgeber druckvoller. Die Mannschaft blieb offensiv ausgerichtet, verlagerte ihr Spiel zunehmend auf die Flügel und suchte nun häufiger den direkten Abschluss.

Der Lohn folgte in der 58. Minute. Sebastian Feldmann verkürzte nach Vorlage von Hans Funk auf 1:2. Plötzlich war wieder Leben im Stadion, und für einige Minuten sah es so aus, als könnte Warnemünde die Partie tatsächlich drehen. Feldmann habe sich nach dem Treffer im Vorbeilaufen bei Funk bedankt: "Der Ball war perfekt. Ich musste nur noch verhindern, dass ich ihn über das Stadiondach schieße."

Doch Eschborn blieb gefährlich - vor allem über Ogaza. Der Angreifer hatte schon vor der Pause mehrfach den Abschluss gesucht und bewies in der 75. Minute erneut seinen Torinstinkt. Nach Zuspiel von Linus Fritsch traf er zum 3:1. Damit war die kurze Warnemünder Aufhol-Euphorie beendet. Ogaza hätte sogar noch häufiger treffen können, denn insgesamt kam Eschborn auf 16 Torschüsse. Warnemünde brachte es auf neun.

"Nach dem 2:1 haben wir kurz an ein Wunder geglaubt", erklärte Horstmann. "Leider hatte Eschborn offenbar den Wetterbericht gelesen und wusste, dass heute keine Wunder vorgesehen sind." Seine Mannschaft kämpfte bis zum Ende, stellte auf starkes Pressing und lange Bälle um und suchte in den Schlussminuten Abschlüsse aus nahezu jeder Lage. Doch Carmody und seine Vorderleute ließen nichts mehr anbrennen.

Die Zahlen zeigen ein erstaunlich ausgeglichenes Spiel: Warnemünde hatte 49,3 Prozent Ballbesitz, Eschborn 50,7 Prozent. In den Zweikämpfen war der Gast mit 53,2 Prozent erfolgreicher. Entscheidend war weniger die Kontrolle über den Ball als der Umgang mit den Chancen. Eschborn war zielstrebiger, abgeklärter und dank Ogaza zweimal eiskalt.

Nach 90 Minuten und einigen letzten Warnemünder Versuchen war die Sache entschieden: 1:3. Eschborn nimmt drei Punkte mit, Warnemünde immerhin die Erkenntnis, dass 27.000 Menschen auch dann für Stimmung sorgen können, wenn der eigene Abend frühzeitig in die falsche Richtung läuft. Das ist im Fußball nicht nichts - aber eben auch kein Punkt.

05.08.2026 21:36
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Jeder, der mich kennt und der mich reden gehört hat, weiß genau, dass ich bald englisch in sechs oder auch schon in vier Wochen so gut spreche und Interviews geben kann, die jeder Deutsche versteht.
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