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2. Bundesliga | 1. Spieltag | 17.09.26 | FC München - TuS Hordel 3:1 Dabei begann der Abend um 20.30 Uhr mit einem kräftigen Hordeler Ausrufezeichen. Fynn Huber und Tim Pfeiffer prüften die Münchner Defensive bereits in den ersten beiden Minuten. Die Gäste kamen mit langen Bällen, viel Direktheit und der taktischen Botschaft: Wenn der Ball schon nicht lange bei uns bleibt, soll er wenigstens schnell beim Gegner sein. Doch der FC München antwortete früh. In der achten Minute traf Sebastian Lustig zum 1:0. Der 20 Jahre alte Mittelstürmer blieb auch danach auffällig, schoss mehrfach auf das Tor und bewegte sich mit der beneidenswerten Unbekümmertheit eines Spielers, der offenbar noch nicht erfahren hat, wie schwer es sein kann, einen Ball aus drei Metern nicht zu verwandeln. "Ich habe einfach geschaut, wo der Ball ist, und gehofft, dass er mich auch sieht", soll Lustig später mit einem Grinsen gesagt haben. Hordel ließ sich nicht beeindrucken. Tiago Valente scheiterte zunächst mit einem Versuch, war in der 35. Minute aber zur Stelle und erzielte nach Vorarbeit von Vincent Albinana den Ausgleich. 1:1 - und plötzlich war im Münchner Stadion jene eigentümliche Stille zu hören, die entsteht, wenn 19.500 Menschen gleichzeitig so tun, als seien sie ganz entspannt. Kurz zuvor hatte Hordel bereits umstellen müssen: Tim Pfeiffer verletzte sich in der 28. Minute und wurde durch Fjodor Koroljuk ersetzt. Beim FC München erwischte es zehn Minuten später Dror Revivo, für den Max Gerlach in die Partie kam. Fußball ist eben Mannschaftssport, besonders dann, wenn der Körper anderer Meinung ist. Nach der Pause fand München wieder schneller in den Vorwärtsgang. In der 53. Minute schlug Lustig erneut zu und brachte die Gastgeber mit 2:1 in Führung. Gerlach, der zuvor für Revivo gekommen war, lieferte die Vorlage. Hordel blieb gefährlich, kam insgesamt ebenso wie München auf 16 Torschüsse. Der Unterschied lag weniger in der Menge als in der Konsequenz. "Wir wollten geduldig bleiben", erklärte Trainer Franz Kuntz später. "Das war der Plan. Zwischenzeitlich war die Geduld allerdings kurz davor, sich krankzumelden." Kuntz’ Mannschaft hatte mit 50,34 Prozent nur einen hauchdünnen Ballbesitzvorteil, setzte aber ihre offensive Grundausrichtung konsequenter um. Hordel spielte weiter auf Konter und suchte häufig den direkten Weg, konnte daraus jedoch keinen zweiten Treffer erzielen. In der 61. Minute fiel die Entscheidung. Filipe Sanchez vollendete nach Zuspiel von Kian Latham zum 3:1. Hordel versuchte weiter, sich zurück ins Spiel zu arbeiten. David Drulak und Fynn Huber kamen noch zu Möglichkeiten, während Nevio Kaiser, Lustig und Sanchez auf Münchner Seite ebenfalls für Unruhe sorgten. Der große Sturmlauf blieb allerdings aus - vermutlich auch, weil die Gastgeber beschlossen hatten, den Vorsprung nicht unnötig dramatisch zu behandeln. "Nach dem 1:1 war klar, dass wir wieder Fußball spielen mussten und nicht nur Fußball darüber reden", sagte Lustig angeblich in der Kabine. Trainerin Ute Finkeldy erkannte die Leistung des Gegners an: "Wir hatten unsere Chancen. Aber München war vor dem Tor ein bisschen weniger höflich." So blieb es beim 3:1. München gewinnt, Hordel nimmt 16 Torschüsse und einige Hausaufgaben mit. Und Sebastian Lustig? Der dürfte beim nächsten Training besonders genau beobachtet werden. Schon allein, damit er nicht wieder auf die Idee kommt, zweimal zu treffen. 18.09.2026 08:00 |
Sprücheklopfer
Die haben Fußball-Fachmänner, die haben so viel Ahnung vom Fußball wie ich vom Breakdance.
Thomas Häßler über Borussia Dortmund