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2. Bundesliga | 10. Spieltag | 26.09.26 | Fortuna Chemnitz - TuS Hordel 2:0 "Wir wollten von Anfang an zeigen, dass wir nicht zum Kaffeetrinken auf den Platz kommen", sagte Oberländer nach dem Abpfiff. "Dass es dann so schnell 2:0 steht, nimmt man natürlich gerne mit." Eine Aussage, die vermutlich auch mit Blick auf die Uhr im Stadion durchaus berechtigt war. Denn Fortuna begann nicht nur offensiv, sondern geradezu ungeduldig. Nach drei Minuten prüfte Jesper Geirsson erstmals die Hordeler Defensive, eine Minute später war es bereits so weit: Nicola Rovito fand Andre Peltier, und der Mittelstürmer vollendete zum 1:0. Hordels Abwehr hatte zu diesem Zeitpunkt vermutlich noch damit beschäftigt, die korrekte Betriebstemperatur zu erreichen. "Ich dachte kurz, wir hätten noch die Aufwärmphase", soll TuS-Trainerin Ute Finkeldy später mit Galgenhumor gesagt haben. Tatsächlich dauerte es nur sechs Minuten, bis Fortuna erneut zuschlug. Filip Bloch erhöhte in der 10. Minute auf 2:0. Anders als beim ersten Treffer war diesmal kein Vorlagengeber vermerkt - Bloch erledigte die Angelegenheit offenbar lieber persönlich und ohne bürokratischen Umweg. Hordel versuchte anschließend, mit langen Bällen und schnellen Kontern zu antworten. Die taktische Idee war klar: offensiv auftreten, über Gegenstöße kommen, bei Gelegenheit aus allen Lagen schießen. Allein: Gelegenheit und Umsetzung begegneten sich an diesem Abend eher selten. Joel Schumacher gab in der 18. Minute den ersten Hordeler Warnschuss ab, Fjodor Koroljuk folgte in der 35. Minute. Mehr als vier Torschüsse brachte der Gast im gesamten Spiel nicht zustande. Fortuna dagegen blieb gefährlich, ohne in Hektik zu verfallen. Andre Peltier tauchte immer wieder vor dem Hordeler Tor auf, Radoslav Kincl schaltete sich von hinten ein, Alfonso Aguas probierte es ebenfalls. Die Chemnitzer hatten zur Pause bereits 13 Torschüsse gesammelt - und führten trotzdem "nur" 2:0. Fußball kann manchmal eine ausgesprochen großzügige Sportart sein. Zur Halbzeit reagierte Finkeldy dreifach. Kay Fuhrmann machte im Tor Platz für Harald Anders, außerdem kamen Christopher Hansen und Jason Maass. Die Wechsel brachten zunächst mehr Ordnung, aber nicht die Wende. Chemnitz blieb offensiv, spielte ausgewogen und suchte eher die gute Gelegenheit als den spektakulären Abschluss. "Wir wollten nicht jeden Ball in den fünften Stock schießen", erklärte Peltier. "Das hat heute ganz gut funktioniert." Nach dem Seitenwechsel erhöhte Fortuna den Druck erneut. Caio Lomban und Aaron Hartshorn sorgten früh für Abschlüsse, später prüften Geirsson, Filip Bloch und Yusuf Avci den Hordeler Schlussmann. Insgesamt kam Chemnitz auf 20 Torschüsse, TuS Hordel auf gerade einmal vier. Beim Ballbesitz lag Fortuna mit 51,36 Prozent nur knapp vorn - ein Beleg dafür, dass die Gastgeber nicht einfach den Ball spazieren trugen, sondern ihn mit Nachdruck in Richtung Tor bewegten. Hordel schaltete in der Schlussphase auf aktiveres Pressing, doch der Anschlusstreffer blieb aus. Joshua Klein hatte in der 74. Minute noch eine Möglichkeit, danach aber herrschte in Chemnitz vor allem die Kunst des kontrollierten Auslaufens. Geirsson und Avci durften noch einmal schießen, die Abwehr räumte auf, und Torwart Silvestre Galindo erlebte einen vergleichsweise ruhigen Abend. "Wir hätten vielleicht ein drittes Tor verdient gehabt", meinte Oberländer. "Aber ich beschwere mich nicht über einen 2:0-Sieg." Das wäre auch vermessen gewesen. Fortuna war von Beginn an wacher, gewann 57,35 Prozent der Zweikämpfe und ließ Hordel kaum Raum für eigene Ideen. So blieb am Ende ein Ergebnis, das bereits nach zehn Minuten feststand - und trotzdem bis zum Schlusspfiff nichts von seiner Spannung verlor. Chemnitz hatte früh zugeschlagen, Hordel spät gedrückt, aber Fortuna behielt die Nerven. Für große Dramatik reichte das nicht. Für drei Punkte allemal. 29.09.2026 09:07 |
Sprücheklopfer
Ha, auch Walter!
Fritz Walter Junior auf die Frage, wie denn seine Frau heißt