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Freiburgs Feuerwerk im Pokalauftakt: Blume blüht dreifach

Es gibt Spiele, bei denen man schon nach zehn Minuten ahnt, wie der Abend enden wird. Das Pokalduell zwischen Freiburg und dem SV Linx am ersten Spieltag der Gruppenrunde des Liga-Pokals (Regionalliga A) war genau so ein Fall. 1.819 Zuschauer froren sich die Hände ab - aber das Herz wurde warm: Freiburg spielte Linx mit 4:0 aus dem Stadion, und Tomasz Blume durfte sich gleich dreimal als Torschütze feiern lassen.

Trainerin Stefanie Becker stand nach Abpfiff lächelnd am Spielfeldrand. "Die Jungs haben heute gezeigt, dass Winterfußball nicht grau sein muss", sagte sie und klopfte Blume auf die Schulter, der noch immer etwas ungläubig grinste. "Ich wollte eigentlich nur mal draufhalten", meinte der 24-Jährige zu seinem ersten Treffer in der 16. Minute. "Und dann war er drin. Da dachte ich mir: Na gut, dann mach ich gleich noch einen." Gesagt, getan - fünf Minuten später zappelte der Ball erneut im Netz.

Die Freiburger begannen mit einer ausgewogenen Taktik, aber mit klarer Zielstrebigkeit. 54,7 Prozent Ballbesitz, zwölf Torschüsse und das Gefühl, dass sie jederzeit noch einen Gang höher schalten könnten. Linx dagegen wirkte brav, fast höflich - nur zwei Schüsse aufs Tor, keiner wirklich gefährlich. Gästetrainer Michal Dickschat suchte nach Erklärungen: "Wir waren zu passiv. Vielleicht dachten die Jungs, das sei ein Freundschaftsspiel."

Die Szene des Abends spielte sich in der 60. Minute ab. Rui Zaera, der unermüdliche Mittelfeldmotor, leitete mit einem feinen Pass auf Gustav Hafner den dritten Treffer ein. Hafner nahm den Ball an, schaute hoch, grinste - und schob eiskalt ein. "Ich hab Rui schon im Augenwinkel gesehen", erzählte Hafner später. "Wir trainieren das immer wieder. Heute hat’s endlich mal so ausgesehen, als wüssten wir, was wir tun."

Doch Freiburg hatte noch nicht genug. In der 63. Minute war es wieder Blume, diesmal nach Vorarbeit des jungen Rechtsverteidigers Olivier Martel. Martel, 21, rannte nach dem Tor jubelnd auf Blume zu, rief: "Ich hab’s dir gesagt, der kommt perfekt!" - und Blume lachte nur: "Hättest du ihn selber gemacht, ich hätt’s dir gegönnt."

Während die Freiburger Fans längst "Blume, Blume!" skandierten, kämpfte Linx tapfer gegen die eigene Ohnmacht. Robert Jahn versuchte es in der 47. Minute mit einem beherzten Schuss, später noch Wolfgang Seitz in der 75. - aber Freiburgs Keeper Leon Kessler blieb weitgehend beschäftigungslos. Die größte Aufregung auf Freiburger Seite war eine Gelbe Karte für Christian Ackermann kurz vor Schluss - vermutlich, weil er sich zu sehr über ein Foul beschwert hatte, das gar keines war.

Statistisch gesehen war das Spiel kein Hexenwerk: Freiburg dominierte die Zweikämpfe (57,6 Prozent gewonnen), kontrollierte das Mittelfeld und ließ den Ball laufen, als wäre es ein Trainingsspiel. Linx versuchte, das Tempo rauszunehmen, kam aber nie wirklich in die Zweikämpfe. "Wir haben zu viele Bälle einfach hergeschenkt", seufzte Linx-Kapitän Bernt Kühne. "Und gegen so eine Mannschaft ist das tödlich."

Die Freiburger Spieler hingegen tanzten nach dem Abpfiff ausgelassen vor der Kurve. Nachwuchsstürmer Tim Kolb, 18, grinste: "Ich hab zwar kein Tor gemacht, aber Hauptsache, Blume lässt uns alle gut aussehen." Trainerin Becker fasste es nüchtern zusammen: "Das war ein Statement. Aber wir wissen, dass es nächste Woche auch mal ganz anders laufen kann. Fußball ist schließlich kein Wunschkonzert - auch wenn es heute fast so klang."

Am Ende blieb ein klarer 4:0-Erfolg, ein Dreierpack des Mannes des Abends und ein Gefühl zwischen Euphorie und Erleichterung. Freiburg hat im Liga-Pokal ein Ausrufezeichen gesetzt, Linx dagegen eine Lehrstunde erhalten.

Und während sich die letzten Zuschauer den Schal enger zogen und den warmen Glühwein austranken, hörte man einen älteren Fan sagen: "Wenn die so weiterspielen, müssen wir uns bald Karten im Voraus sichern." Ein Satz, der in Freiburg wohl häufiger fallen wird - zumindest solange Tomasz Blume weiter in Blüte steht.

06.03.643987 18:22
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Speziell in der zweiten Halbzeit haben wir einen guten Tag erwischt.
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